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Position Ansaug und Abluftöffnung für KWL

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  1. #1

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    Frage Position Ansaug und Abluftöffnung für KWL

    Hallo zusammen,
    wir bauen in unserem Haus eine Lüftungsanlage ein. Der Händler, der auch die Dimensionierung gemacht hat, hat uns auf die Idee gebraucht, die Abluft in die Garage auszublasen. Zuluft wird an der Garagenaussenwand in ca. 2m Höhe angesaugt.

    Fand ich eine gute Idee, bis heute der Heizungsmonteur kam und interessehalber fragte, wie wir das vorhaben.

    Als ich ihm erzählt wie, empfahl er, das auf keinen Fall so zu machen, weil ich ja sonst im Winter -2°C kalte Luft in die Garage blasen würde - und das könne ich ja kaum wollen.

    Wenn ich von Abluft bei 20°C ausgehe und eine 85% Effizienz ansetze, dann müsste die Abluft aber noch 3°C haben, so dass in der Garage kein Frost entstehen würde (nur zur Info: Abluftöffnung in der Garagenwand ist natürlich gegeben.

    Ist meine Überlegung richtig oder die des Installateurs?

    Danke und Gruss
    morpheus.
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  2. Position Ansaug und Abluftöffnung für KWL

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  3. #2
    feelfree
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    Ich nehme mal an, deine Garage ist nicht gedämmt? Dann sollten sich da auch ganz ohne KWL Minustemperaturen einstellen.

    Abgesehen davon ist deine Rechnung mit 20 Grad * 85% Effizienz = 17 Grad, also bleiben 3 Grad Ablufttemperatur übrig so falsch wie nur irgendwas.

    Die Ablufttemperatur ist immer HÖHER als die aktuelle Außentemperatur. Also wärmst Du deine Garage mit der KWL...
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  4. #3

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    Gibt es da nicht evtl. Probleme mit der Luftfeuchte?
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  5. #4

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    Wenn überhaupt beziehen sich die 85% auf den Wärmerückgewinnungsgrad. Die Forluft hängt ja nicht nur von der Ablufttemperatur ab, sondern auch mit der Frischluft. Wenn also im Winter -10Grad draussen sind, und deine Abluft aus den Räumen 20Grad beträgt, hast du schonmal ein Delta von 30Grad.

    Ich meine mich zu errinnern, das der WRG% Differenz Frischluft und Zuluft und Differenz Abluft / Fortluft gerechnet wird. Aber ich glaube es gab 2 Sichtweisen für die Berechung. Also kann die Fortluft schon recht kalt werden, theoretisch allerdings nicht, da die Geräte eigentlich einen Schutz haben, weil wenn Frischluft Minusgrade hat und die Fortluft ebenfalls sehr weit runtegekühlt werden könnte, würde ja der Wärmetauscher vereisen.

    Hier mal schauen
    http://www.bosy-online.de/Raumluftte...innung-WRG.htm
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  6. #5

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    Zitat Zitat von Niklas Beitrag anzeigen
    Gibt es da nicht evtl. Probleme mit der Luftfeuchte?
    Yepp. Und der Wirkungsgrad, bzw. die Temperatur der Luft am Ausgang ist dafür völlig irrelevant. Denn wenn es ein Kreuzwärmetauscher ist, dann ändert sich die aufgenommene Wassermenge in der Luft ja nicht durchs runter kühlen. D.h. es reicht zu Wissen wie warm die Luft vorm Wärmetauscher ist und welche Luftfeuchtigkeit sie hat.
    Je nachdem wie die Garage aussieht, kann das bei ausreichend hoher Feuchte innen, bzw ausreichend kühler Garage lustig werden. Wenn es innen 21 Grad warm ist, dann wird bei 30% Luftfeuchte die Garage unter 3 Grad plus nass, bei 50% sind wir bei 10 Grad, bei 70% reichen 15 Grad.

    Ich würde das lassen, aber das ist vermutlich auch davon abhängig wo die Garage steht und welche Temperaturen da wirklich zu erwarten sind.
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  8. #6

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    hat mal was vernünftiges gelernt
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    Zitat Zitat von tanzbaer Beitrag anzeigen
    Denn wenn es ein Kreuzwärmetauscher ist, dann ändert sich die aufgenommene Wassermenge in der Luft ja nicht durchs runter kühlen.
    kleiner Einspruch. Es gibt auch Kreuzstrom WT mit Feuchterückgewinnung, Enthalpietauscher...
    Sprich der Abluft wird Feuchte entzogen bevor sie zur Fortluft wird.

    Ich überlege aber auch gerade, ob es sinnvoll ist, die Fortluft in die Garage einzublasen.

    Die Ablufttemperatur ist immer HÖHER als die aktuelle Außentemperatur. Also wärmst Du deine Garage mit der KWL...
    Ich kann mir schon Szenarien vorstellen, wo die eingeblasene Luft kühler ist, als die in der Garage vorhandene (Aufheizung der Garage durch Sonne). Ist das ein Problem? Ich denke nein. Signifikante Temp. Unterschiede wird man durch das einblasen nicht erreichen.
    Andersrum: eingeblasene Luft deutlich wärmer (und feuchter) als die in der Garage: Kann auch passieren (Sommer, Nachts, Bypass bei KWL an). Im Extremfall könnte hier Kondensat in der G. anfallen. Z.B.: Garage 13°, Abluft/Fortluft Haus 25°, Bypass an, hohe Feuchtebelastung durch duschen/kochen/Wäschetrocknen Abends/Nachts.
    Auf der anderen Seite, wäre durch das einblasen immer ein gewisser Luftwechsel in der Garage sichergestellt durch den "Überdruck".

    Tendenziell würde ich eher das Experiment nicht eingehen und klassisch ins Freie blasen. "Wärmen" oder "kühlen" kann man mit dem bisschen Volumenstrom eh nicht, Risiko von Feuchtereintrag (in Form von Kondensat) besteht aber mMn. Ob der tatsächlich auftrittwas ausmacht, ist nochmal ne andere Frage.
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  9. #7
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    Danke für die vielen Antworten - es ging hier weniger darum die Garage zu kühlen, sondern einfach darum, zu- und Abluft zu trennen. Die Zuluft wird oben an der Seite von der Garage angesaugt. Die Ablauft einfach in die Garage geblasen und dann ca. 3m weiter hinten über eine Auslassöffnung in die Umwelt abgegeben ... ich kann diese Entfernung auch durch ein Rohr überbrücken. Das würde ich dann unterirdisch also normales KG Rohr ausführen.
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