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Thema: Dachausbau

  1. #1

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    Dachausbau

    Hallo an das Forum, ich bin Sven, 42 Jahre und arbeite in meinem Beruf als Ausbilder.
    Nun folgendes Problem: Wir haben 2013 ein Haus gekauft. Es wurde vom Architekten geplant und das Dachgeschoss wurde auch schon als Wohnraum geplant. BJ 1994 ist es, mit Walmdach und schon seit 1994 wurde der komplette Dachboden (bis zur Spitze) gedämmt (Zwischensparrendämmung 15cm Glaswolle) und mit einer Folie (sieht aus wie Papier mit Alufolie) auf der Dämmung versehen. das Dach ist hinterlüftet, auf den Dachschrägen ist im unteren Bereich je 6/4/6/4 Lüfterziegel, oder wie das heißt, verbaut. Auf den First und Grat sind Ziegel verbaut die auf Schaumstoff gelagert sind. Der Schaumstoff wird demnächst auf First und Grat gegen Original Klöber Roll-Fix® getauscht. Dachfenster sind von Roto ( 320 D 7/12 K 294) und aus Holz. Dachaufbau von außen nach innen: Ziegel-Lattung-Konterlattung-Folie-Glaswolledämmung. Ob wirklich eine Konterlattung verbaut wurde kann ich leider nicht nachprüfen und ich wollte auch nicht an den Ziegeln rumfummeln. Die Folie unter der Lattung fühlt sich an wie ein Gewebe und nicht wie Dachpappe oder Schweißbahn. Bisher ist alles trocken und die Fenster sehen auch noch sehr gut aus.
    Nun wollten wir dieses Jahr den Dachboden mit GK verkleiden lassen da unsere kleine Tochter in ein paar Jahren ihr eigenes Reich haben soll. Es wurde ein SV/Architekt beauftragt und ein Trockenbaufirma die nach den Vorgaben des SV die Arbeiten durchführen soll. Nach Ansicht des SV sollte auf 2 Seiten die Dampfbremse erneuert werden (auf die alte Folie) und die Balkenauflage am Ringanker sollte abgedichtet werden. In 2,5 Meter Höhe sollte eine GK-Decke installiert werden und der Spitzbereich (über der GK-Decke) sollte zusätzlich mit einer Dampfbremse versehen werden. Der Treppenaufgang wurde schon mit GK verkleidet und der SV meinte das die angebrachten GK-Platten zusätzlich mit einer Dampfbremse versehen werden und darauf kommt eine neue GK-Platte. Er kann nicht einschätzen ob die Folie hinter dem Aufgang dicht ist und so wollte er eine neue Dichtebene (oder so ähnlich) erstellen.
    Die Arbeiten sind noch nicht fertig und ich habe ein ungutes Bauchgefühl bekommen. Daher meine Hilfsanfrage hier im Forum: Ist das alles so schlüssig?
    Ich hoffe ich erschlage Sie nicht mit meinen Ausführungen.
    So sieht es jetzt aus:
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  2. Dachausbau

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Hört und liest sich vernünftig. Ich persönlich hätte nur den alten Dämmwoll-Dreck nicht mehr haben wollen.
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  4. #3

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    die zentrale Frage muss sein: Was ist da für eine Folie oben auf den Sparren?

    den Rest habe ich nicht so richtig verstanden...
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  5. #4
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    Danke für die Antworten.
    Die alte Folie sieht auf der der Dämmwolle zugewande Seite aus wie normales gelbliches Papier und die andere Seite ist mit Alu beschichtet. Der SV meinte, dass es wohl eine dem Alter verbaute entsprechende Dampfsperre sei. Die kann nach seiner Meinung unter der neuen Siga Majpell verbleiben.
    Was verstehen Sie nicht so richtig? Würde gern versuchen es zu erklären?
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  6. #5
    Themenstarter

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  7. #6

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    falsch verstanden.

    Ich meine auf den Sparren. Also nach oben bzw. nach außen hin!
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  8. #7
    Themenstarter

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    Habe ich falsch verstanden. SV meinte eine Dampfbremse wurde verbaut. Sie ist grau-schwarz und fühlt sich ähnlich wie die Siga an, etwas dicker und rauer.
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  9. #8

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    @ Fischer Dragofool wird es wohl sein
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  10. #9
    Themenstarter

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    Noch eine Frage, kann man wirklich die neue Siga auf die alte Dampfbremse legen oder sollte die alte komplett runtergemacht werden?
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  11. #10

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    Zitat Zitat von radian Beitrag anzeigen
    Noch eine Frage, kann man wirklich die neue Siga auf die alte Dampfbremse legen oder sollte die alte komplett runtergemacht werden?
    Die Alukaschierung der alten Dämmung stellt eher eine Dampfsperre da. Metalle sind Dampfdicht, da gehen keine Diffussionsvorgänge (Gas Austausch) durch. Problem, nebem dem gesundheitlich nicht ganz unbedenklichen Stoff (wenn damit hantiert wird) waren die mangelnde Luftdichtung. Dieses Problem wird nun mit der Majpell behoben und eine luftdichte Gebäudehülle erstellt.

    Die Luftdichtung, sofern sie sauber ausgeführt ist, stellt sicher, dass über Konvektionsprozesse (Leckagen) keine erheblichen Feuchtmengen in die Konstruktion eingetragen wird. Sondern nur die Feuchte eindringt die über die entsprechenden Diffussionsvorgänge (Sperrwerte der Bahn/ sd_Wert) unbedenklich eindringen dürfen.

    Hier kommen wir zu dem Punkt, warum Herr Fischer nach der Bahn auf der Außenseite gefragt hat. Denn grundsätzlich gillt, dass ich innen dichter sein muss, als außen. Die Gitternetzfolien von früher, oder auch Dragofool genannt, hatten damals nicht die Eigenschaft, die heutige Unterspannbahnen aufweisen. A. Weil sie aus einem ganz anderen Material gefertigt wurden und B. man zu dem Zeitpunkt nicht heutigem Kenntnissstand hatte.

    Gehen wir mal davon aus, es handelt sich um besagte Gitternetzfolie, dann ist der Aufbau mit der Majpell nicht ohne Rechnen sicher! Nur weil alles Trocken ist bedeutet dies nicht das die Konstruktion keine Feuchtespitzen aufweist. Wir haben Spätsommer. Alles was heute noch merklich feucht ist, ist eher in Richtung Kollaps der Konstruktion einzuordnen. Außerdem ist hier eine Nutzungsänderung des DG in Zukunft geplant. Von vermutlich unbewohnt zu bewohnt. Dies verändert auch die Luftfeuchtesituation des DG.

    Klingt alles erstmal total schlimm und bevor ich nun weiter Ausführe, was trillionen Mal im Forum zu finden ist, kürze ich das Ganze mal ab:

    Du fragst deinen SV nach der entsprechenden Tauwasserfreiheit deiner Konstruktion und lässt dir die Berechnungen geben. Schön mit Diagrammen und all dem Zeugs. Weiter fragst du ihn, sollte Tauwasser anfallen, welche Maßnahmen zur Entschärfung geplant sind. Zu der Berechnung: Es ist sinnvoll und angebracht nicht NUR mit Normwerten zu Rechnen und zu simmulieren. Entsprechende Erfahrung vorausgesetzt.

    Ansonsten, klingt es schriftlich so wie auf den Bildern recht vernünftig. Wenn man was zu Meckern finden will, dann findet man das meißt auch
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  12. #11
    Themenstarter

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    @Kalle88

    ich danke dir!
    Der SV kommt nächste Woche Dienstag noch mal vorbei da werde ich es noch mal ansprechen. Ansonsten bin ich zufrieden, hatte nur ein flaues Bauchgefühl da Bekannte von mir Horrorszenarien vom falschen Dachausbau geschildert haben. Mit der doppelten Folie hatte ich so meine Bedenken und das die Siga beim Treppenaufgang auf die GK geklebt werden soll. Darauf soll ja dann noch mal GK kommen. Mal schauen was der SV sagt. Ich habe seit Oktober 2013 bis jetzt die Temp. im Dachgeschoss beobachtet und die lag im Winter nie geringer als 15°C und im Sommer war die höchste Temp. am Tag knappe 29°C. Ein Fenster Ostseite und 2 Fenster Südseite ohne Verdunklung. Nachts habe ich immer gelüftet.
    Die Trockenbaufirma würde auch noch eine Untersparendämmung von 4cm machen wollen. Würde dies einen Sinn ergeben bzw. was bringen?

    Achso; BDT soll vor Gk noch gemacht werden.
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  13. #12
    Themenstarter

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    Ich war heute mal auf dem Dach und habe folgende Enddeckung gemacht: Auf dem Überstand (der Unterdeckbahn) in der Dachrinne stand "DELTA PURAFOL diffusionsfähig".
    Ich hoffe ihr könnt damit etwas anfangen.
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  14. #13

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    was mir nicht gefällt ist die untere Verklebung in Bild 3, Rissan ist dafür nur bedingt geeignet und der Boden sollte entsprechend vorbehandelt worden sein, ist er das?

    Außerdem 3 verschieden Dampfbremsen/ sperren, alte Alukaschierte Wolle, die nie passgenau verlegt wurde, schon bedingt durch deren Rollenbreite,

    ich als TB würde diese Ausführung ablehnen
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Zitat Zitat von radian Beitrag anzeigen
    @Kalle88

    ich danke dir!
    Der SV kommt nächste Woche Dienstag noch mal vorbei da werde ich es noch mal ansprechen. Ansonsten bin ich zufrieden, hatte nur ein flaues Bauchgefühl da Bekannte von mir Horrorszenarien vom falschen Dachausbau geschildert haben.
    Du hast es ja, wie ein Wunder, zur Abwechslung mal richtig gemacht. Besser als viele andere, die blind den Ahnungslosen in das Verderben folgen. Sicherheit hat man damit vor Fehler natürlich nicht. Man kann aber davon ausgehen, das ein SV der auch als dies nach Außen auftritt weiß, was er plant und Ausführen lässt.
    Mit der doppelten Folie hatte ich so meine Bedenken und das die Siga beim Treppenaufgang auf die GK geklebt werden soll. Darauf soll ja dann noch mal GK kommen.
    Ziel ist es eine Luftdichte Gebäudehülle zu schaffen. Das klappt nur, wenn diese Lücken los verlegt wird. Das auf den GK ist die wirtschaftlichere Lösung. Naürlich hätte man auch entkernen können. Nur wolltest du das? Dreck und Müll mit eingeschlossen?

    Mal schauen was der SV sagt. Ich habe seit Oktober 2013 bis jetzt die Temp. im Dachgeschoss beobachtet und die lag im Winter nie geringer als 15°C und im Sommer war die höchste Temp. am Tag knappe 29°C.
    Nun, 2013 war wohl ein ausnahme Winter. Zumindestens hier oben. So einen warmen Winter hatte man lange nicht mehr. Ob hier die Werte verlässlich sind, sei mal dahingestellt. Die 15 Grad sprechen schon mal dafür, dass wenig Zugluft in den Baukörper eingedrungen ist. Sonst würde die Raumtemperatur vermutlich deutlich darunter liegen, wenn wir von einem ungenutzten Dachboden ausgehen. Oder sind Heizkörper entsprechend im DG verbaut und liefen? Der Sommerwert dürfte wohl ziemlich typisch für ein DG sein, was einige Std. voller Bestrahlung ausgesetzt ist. Schon fast "kühl"




    Ein Fenster Ostseite und 2 Fenster Südseite ohne Verdunklung. Nachts habe ich immer gelüftet.
    Die Trockenbaufirma würde auch noch eine Untersparendämmung von 4cm machen wollen. Würde dies einen Sinn ergeben bzw. was bringen?
    Frage ist, was mit den 4 cm erreicht werden sollen und welches Material. Untersparrendämmung mag sinnvoll sein, in der Stärke für Schallschutz oder sommerlicher Hitzeschutz eher überfordert. Ich würde lieber das Geld sparen und dafür dem DD 2 Rolladen auf die DFF bauen lassen. Ich bin mir gerade nicht sicher, ob die mit Kurbel die Luftdichtigkeitsebene durchstoßen. Wenn ja, wäre der Einbau vor BDT und GK-Beplankung ratsam. Bei 15 cm Dämmung dürften 4 cm Dämmung vor der Luftdichtigkeitsebene auch noch mal kritisch beäugt werden.


    Zitat Zitat von radian Beitrag anzeigen
    Ich war heute mal auf dem Dach und habe folgende Enddeckung gemacht: Auf dem Überstand (der Unterdeckbahn) in der Dachrinne stand "DELTA PURAFOL diffusionsfähig".
    Ich hoffe ihr könnt damit etwas anfangen.
    Wenn man den Herstellerangaben glauben schenken darf, dann ist die zur damals beliebten Gitternetzfolie ziemlich diffusionsoffen. Achtung: Sollte das Produkt zur der Zeit einer Veränderung unterliegen haben, sind natürlich entsprechende Werte vom Hersteller zu beziehen. Telefonische Anfrage und bitte um Zusendung des damaligen Datenblattes sollte nach meiner Erfahrung kein Problem darstellen. Ist aber wie gesagt nicht deine Aufgabe, sondern die, deines SV. Der hält dafür auch entsprechend den Kopf hin, wenn was daneben geht.
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  17. #15
    Themenstarter

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    @Gipser:
    Die Verklebung wurde noch zusätzlich gemacht. Die Folie wurde mit nem blauen Kleber auf den Beton (war nen Schlauchbeutel von Siga) geklebt und dann wurde der Beton vor den Klebeband "grundiert" (eine Büchse von Siga, soweit ich das erkennen konnte).
    Welche 3 Dampfbremsen meinst du denn? Unterdeckbahn ist die DELTA PURAFOL, dann auf der Sparendämmung die Alte Folie mit Alu, und jetzt die neue Siga. Die Dämmwolle ist nicht Alukaschiert, die Trockenbauer haben eine Wand komplett von der alten Folie entfernt und sagten, dass die Wolle gut passt und auch noch mit Luft zur Außenseite gemacht wurde. Sparrentiefe ist 180mm und Wolle 150mm.
    Ich hoffe Sie können etwas damit anfangen.

    @ Kalle88:
    Den Hersteller zu fragen ist ne gute Idee, ist gleich ne neue Frage für den SV. Mit den Rollos haben meine Freundin und ich auch schon überlegt, die Sonne ballert schon ganz schön rein! Da werde ich die Untersparrendämmung weglassen, das war eh nur hypothetische Sache von der Firma.
    Auf dem Dach habe noch festgestellt, dass am First schon ein Firstband verbaut wurde. Nur ist dieses total vermoost. Muss man das austauschen oder reicht mal ne Reinigung mit Moosentferner? Setze mal noch ein Bild dazu ein.

    Firstband.jpg

    Ansonsten Danke für die Antworten, Hilft mir sehr viel!
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