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Fertighaus vernünftig dämmen

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  1. #1

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    Frage Fertighaus vernünftig dämmen

    Wir besitzen ein gepflegtes O....-Haus aus dem Jahr 1975 mit der Bezeichnung 103 SPI, incl. Dachausbau (38 Grad Satteldach; Dachisolierung von 2009. Das Haus steht auf einer soliden Unterkellerung und wurde von den Vorbesitzern regelmäßig modernisiert und instand gehalten. Feuchtigkeit, Schimmel und Modergeruch gibt es nicht, und auch die dieses Jahr durchgeführte Schadstoffmessung (PCP, Lindan, etc.) ergab keine Auffälligkeiten. Die Heizung stammt aus 1997, und die Fenster wurden 2007 erneuert. Alles in allem gibt es also keinen Grund, das Fertighaus abzureißen.

    Nun möchten wir das Haus in Bezug auf Energieeffizienz aufbessern und insbesondere die Außenfassaden dämmen. Diese befinden sich baulich noch in ihrem 'Urzustand': 8mm Asbestzementplatte - hinterlüftete Fassade, ca. 3cm -Holzspanplatte, Holzständerwerk, 9cm, gefüllt mit Dämmplatten: Mineralfaserplatte - Holzfaserplatte, 2,5mm - Holzspanplatte, 25mm - Holzfaserplatte, 2,5mm.

    Mit diversen Fachfirmen habe ich schon kommuniziert, doch sind die Angaben zu den Maßnahmen, den zu verwendenden Materialien und zu den Kosten sehr unterschiedlich. Daher meine allgemeine Frage: wie dämme ich dieses Fertighaus am besten (und natürlich kostengünstig).

    Die Idee ist, die Asbestzementplatten abzunehmen. Jetzt stellt sich die erste Frage: in anderen Threads wird empfohlen, auf die Hinterlüftung zu verzichten und direkt auf die äußere Spanplatte eine Dampfbremsfolie anzubringen und anschließend ein WDVS anzubringen. Da ich schon viel über mögliche Schimmelbildung aufgrund des so veränderten Taupunktes der Außenwand gelesen habe, bin ich skeptisch: hat hier jemand Erfahrungen gesammelt?

    Variante 2 wäre das Abnehmen aller äußeren Schichten und die ursprünglichen Dämmplatten im Ständerwerk zu ersetzen. Die Original-Dämmplatten sind jedoch nur ca. 8cm dick. Die Idee bei diesem Modell wäre, das Holzständerwerk außenseitig zu verbreitern, sodass man eine stärkere Dämmung anbringen kann. Da sich, etwa durch "Verdopplung" auf eine Breite des Ständerwerks auf 20cm, höchstwahrscheinlich Probleme mit der Statik ergeben, stellt sich die Frage, ob es Dämmstoffe gibt, die so energieeffizient sind, dass man bei bestehender oder nur geringfügiger Erweiterung einen EnEV-konformen Effekt erzielt, und ob sich der wahrscheinlich höhere Kostenaufwand überhaupt rentiert. Und dann die Frage: Dampfbremsfolie? Hinterlüftung oder direkt WDVS?

    Variante 3 ist, ein WDVS direkt auf die Asbestzementplatten aufzubringen. Die Frage ist nun, ob hinterlüftete Fassade plus WDVS überhaupt eine sinnvolle Wirkung erzielt. Ich bin zwar kein Fan davon, den Asbest hinter einer neuen Fassade zu erhalten, aber immerhin wäre es eine kostengünstige Lösung...

    Vielleicht hat noch jemand andere Vorschläge, wie ich vorgehen kann. Ich bin für jeden Tipp, Hinweis und jede eigene Erfahrung dankbar!
    Geändert von R.B. (15.12.2014 um 09:54 Uhr) Grund: Hersteller entfernt
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  2. Fertighaus vernünftig dämmen

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    da du ganz offensichtlich nur recht geringe Fachkenntnisse hast solltest du dich in dieser Angelegenheit von jemandem beraten lassen der sich auskennt.
    Dann kann ein Schuh daraus werden.
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  4. #3

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    Variante 4 wäre, zu einem Energieberater/Architekt zu gehen. Der rechnet das dann durch, plant nach Sinnhaftigkeit und Sinnvollem und erstellt einen LV und/oder holt Angebote ein. Die Planung darf dann gern hier eingestellt werden. Dann kann man diskutiern.
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  5. #4
    Gast943916
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    Mit diversen Fachfirmen habe ich schon kommuniziert
    falscher Weg, du brauchst jemand der dir eine Planung macht, die zwar kosten mag, dir aber nichts verkaufen will / muss

    Variante 4 von artibi
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  6. #5

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    Energieberater (HWK oder DENA), Architekt oder Bau Ing. könnten Ansprechpartner sein. Wenn da nicht die Grundlegende Frage wäre: "Wie finde ich den zu mir passenden Planer". Will ich es richtig machen? Ist Billig trumpf und es soll an jeder Ecke die Sparversion angesetzt werden, mit allen Tricksereien? Möchte ich neben der energetischen Aufbesserung meiner Fassade einen neuen, frischen Stil verpassen? Oder habe ich schon konkrete Pläne, wie es am Ende aussehen soll?
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  7. #6

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    Und Var. 3 ist natürlich unsinnig (da unwirksam).
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  8. #7
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    schadstoffscreening!
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  9. #8
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    Ich danke euch für den Hinweis auf die Planer, die sich damit auskennen. Dies ist jedoch der Weg, den ich bereits eingeschlagen habe: die Vorschläge kommen nicht von mir, sondern von unterschiedlichen Firmen. Da ich verunsichert bin, habe ich meine Frage hier eingestellt.
    Das mit dem Architekten scheint mir der richtige Weg zu sein.
    Dennoch: hat jemand Erfahrung mit der Dämmung eines Fertighauses in Ständerbauweise?
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  10. #9
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    Schadstoffscreening: dass Schadstoffe da sind, ist bei dem Alter logisch. Da die Raumluftanalyse jedoch unbedenklich ist, möchte ich nicht an diesem Punkt ansetzen.
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  11. #10

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    Zitat Zitat von Manualworker Beitrag anzeigen
    Dennoch: hat jemand Erfahrung mit der Dämmung eines Fertighauses in Ständerbauweise?
    dafür müsste man jetzt erst mal gucken wie der Gesamt Aufbau ist und dann einen neuen Aufbau planen.

    Kennst du den gesamt Aufbau?
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  12. #11

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    Zitat Zitat von Manualworker Beitrag anzeigen
    Dennoch: hat jemand Erfahrung mit der Dämmung eines Fertighauses in Ständerbauweise?
    Ja. Dahingehend, dass es ohne Architekt NICHT gegangen wäre. Du weisst, dass eins der drei heiligen Holzschutzmittel fettlöslich, eins wasserlöslich und alle drei Erbgutverändernt und weitgehend nicht abbaubar sind? Du weisst, dass da gesonderte Maßnahmen gestroffen werden müssen, dass der Kram in JEDEM FALL bleibt, wo er ist, oder geordnet - nach Schadstoffverordnug - entsorgt werden muss?
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  13. #12
    Themenstarter

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    Also vielleicht noch einmal einfacher formuliert: eine entsprechende Firma soll beauftragt werden, eine entsprechende Dämmung zu installieren. Diese wird sich ja dann auch um die fachgerechte Entsorgung eventuell anfallenden "Baumülls" kümmern.

    Mir geht es konkret nur darum, ob ich ein WDVS direkt auf die äußere Spanplatte auftragen lassen kann oder ob es sinnvoller ist, die hinterlüftete Fassade zu erhalten.

    Wer darüber hinaus noch wertvolle Erfahrungen gemacht hat, wie es anders/besser geht, darf mich gerne beraten. Ich möchte an dieser Stelle nicht noch einmal die in vielen anderen Threads zur Genüge diskutierten Schafstoffthemem aufgreifen, sondern mögliche, realistische Umsetzungsmöglichkeiten prüfen. Klar: jedes Haus ist anders, klar: ein Architekt weiß es besser. Dennoch: welche Form der Dämmung hat sich in eurer Praxis als sinnvoll erwiesen? Es liegt dann an mir zu prüfen, ob die Bedingungen auf mein Haus übertragbar sind.
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  14. #13

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    Wenn Hinterlüftung, dann außerhalb der letzten Dämmebene. Alles was ausserhalb einer Hinterlüftung kommt, trägt NNUULLLL zur Dämmung bei.

    Wichtig für Dich ist, dass Du innen eine wirklich DICHTE Luftdichtigkeitsebene hast. Du brauchst mit Fertigstellung der Luftdichtigkeitsebene (nicht mit Fertigstellung der Sanierung) einen Blower-Door-Test mit LECKAGENSUCHE. Jede noch so kleine Leckage ist abzustellen. Du brauchst eine dampfbremsende Ebene, die in jedem Fall Kondensat in irgendeinem Bauteil verhindert. Die dampfbremsende Ebene MUSS chemikalienfest (hinsichtlich der drei Heiligen) sein. Luftdichtigkeitsebene UND Dampfbremsebene müssen DAUERHAFT vor jederlei Beschädigung geschützt sein. Die außen aufzubringende Dämmung muss so Dampfdiffusionsdurchlässig sein, wie irgend möglich. Das WDVS muss einen guten Schlagregenschutz bieten, dass keine Feuchte durch die Außenschale in die Konstruktion eindringt. Folgerichtig muss Du dich um den Luftwechsel kümmern, was auf eine mech. Lüftung hinausläuft.

    Eine hinterlüftete Vorhangfassade, mit MoWo ausgedämmt wäre hier u.U. eine gangbare Lösung.

    Viel Spass damit, wenn deine Handwerksfirmen DAS ALLES unter einen Hut kriegen sollen.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Es ist bei dem anstehenden Aufwand durchaus überlegenswert, das Altholz weegzuräumen und ab OK Keller einmal neu. Dieses Szenario sollte aus jeden Fall mal einer fachgerechten Sanierung gegenüber gestellt werden.
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  17. #15
    Themenstarter

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    Wenn ich dich richtig verstehe, gehen deine Bedenken in Richtung Holzschutzmittel. Was mir nur noch nicht klar ist: wenn die Raumluftanalyse ergibt, dass die Werte für die "drei Heiligen" weit unter der Bedenklichkeitsgrenze liegen, warum dann gleich die Radikallösung?
    An anderer Stelle meine ich gelesen zu haben, dass sich die Werte nur verbessern, je mehr man von dem alten Aufbau entfernt. Will heißen, angenommen ich lasse alles von außen bis zum Holzrahmen entfernen und durch neue Materialien ersetzen (neue Dämmplatten, Gipsfaserplatten statt Holzfaserplatte, und dann eine geeignete Dämmschicht), müsste das doch ebenso praktikabel sein - auch, wenn der Rahmenbau selbst mit den bekannten Mitteln imprägniert ist?
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