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  1. #1

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    Glaswolle brennbar

    Heute in meinem lokalen Anzeiger. Dachstuhl steht in Flammen. Dämmwolle entzündet sich in der Silvesternacht. ... Auch das Dach war mit Glaswolle gedämmt, sodass die Flammen reichlich Nahrung fanden und schnell auf den Dachstuhl des Lager und Bürogebäude übergriffen...

    Ist das Bildzeitungniveau? Mir wäre neu das Dämmwolle so extrem brennbar ist. Oder habe ich einen Denkfehler?

    :thumbup:
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  2. Glaswolle brennbar

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  3. #2

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    Warum sollten die alten Papierkaschierten Dämmstoffe nicht gut entzündlich sein? Da reicht schon ein Heißluftföhn zum entzünden...
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  4. #3

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    ich glaube zwischenzeitlich, dass es auch eine Art Lobbyarbeit ist, Journalisten zu kaufen, damit diese Negativschlagzeilen über Konkurrenzbauweisen berichten...
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  5. #4

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    alles eine Frage der Temperatur.....
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  6. #5

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    Zitat Zitat von Gipser Beitrag anzeigen
    alles eine Frage der Temperatur...


    Nicht umsonst sind in der DIN 4108-17 Testverfahren für die Überprüfung des "Schmelzpunkt von Mineralfaserdämmstoffen" definiert und von diversen Normen und Zulassungen wird der Einsatz von "Mineralfaserdämmstoff mit einem Schmelzpunkt > 1.000 °C nach DIN 4108-17" gefordert, bspw. bei der Verstopfung von Fugen.

    Glaserfaserdämmstoffe haben typisch eine Schmelzpunkt um 500 °C, die zu ihrer Verklebung verwendeten organischen Bindemittel aber meist nur von 300 °C. Teilweise lassen sich deren Bindenmittel auch kurzzeitig entflammen. Im eigentlichen Sinne "brennen" wird aber auch eher die Papp-Alu-Kaschierung und nicht die Faser selbst. Trotzdem ist das Dämmpaket erheblich schneller von Feuer durchdrungen als das von "Mineralfaserdämmstoff mit einem Schmelzpunkt > 1.000 °C nach DIN 4108-17", so dass durchaus schnell der Eindruck einer "brennenden" Glasfaserdämmung entstehen kann.

    Dass die Klasszifierung nach DIN 4102-1 das Ergebnis einer im Kräfteverhältnis von Lobbyverbänden fein austarierten Prüfstandsanordnung ist und nichts über die Beobachtungen der Feuerwehrleute im Brandfall sagt, wissen wir doch von Schaumkunststoffen nun inzwischen wirklich alle.
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  7. #6

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    Also im Prinzip ist die Frage so verkehrt nicht-wenn man so etwas in der Zeitung liest.

    Ich spreche jetzt als Laie.
    Glas oder Steinwolle ist ja eigentlich-einzeln als solche- nicht entflammbar.Kann aber bei direkter Feuereinwirkung andere Baustoffe durch Hitzeeinwirkung mit in Brand setzen.
    Ist das so richtig formuliert ?

    Gruß Helge 2
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  8. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  9. #7

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    Zitat Zitat von helge2 Beitrag anzeigen
    Glas oder Steinwolle ist ja eigentlich-einzeln als solche- nicht entflammbar.Kann aber bei direkter Feuereinwirkung andere Baustoffe durch Hitzeeinwirkung mit in Brand setzen. Ist das so richtig formuliert ?
    Ich würde formulieren, dass Glaswolle schon bei deutlich niedrigeren Temperaturen oder nach kürzerer Zeit ihre Formbeständigkeit und damit auch ihre Wärmedämmwirkung einbüsst. Sie wird also erheblich schneller durchlässig für Flammen und hat damit eine deutlich schlechtere Feuerbeständigkeit, obwohl sie der selben Klasse nach DIN 4102-1 ("A1") angehört.
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  10. #8

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    @ Skeptiker,ja gut formuliert.

    Ich hatte mal ein Stück Dämmwolle (Keine Ahnung welche Klasse) mit einem Propanbrenner draußen angeflammt.
    Das Stück glühte zwar,aber nachdem die Flamme weggenommen wurde-fiel es in sich zusammen-brannte nicht weiter.

    Gruß Helge 2
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