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Welche Heizung bei Neubau KfW 55 / XXX

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  1. #1

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    Welche Heizung bei Neubau KfW 55 / XXX

    Hallo Zusammen,

    vorweg, ich hab keine Ahnung....auch nicht von den meisten Abkürzungen im Baubereich. Wir sind gerade dabei den Bau unseres Hauses zu planen und ich möchte gern ein paar unabhängige Meinungen zum Thema Heizung / Lüftung haben. Ich hoffe Sie / ihr könnt mir weiterhelfen.

    Wir lassen ein schlüsselfertiges KfW 55 Haus bauen. Die Bauzeit beträgt 3 Monate. Seitens der Baufirma wäre ein zentrales Lüftungssytem im Haus und es läuft über die Heizung von XXX. Kennt sich jemand mit XXX aus? Wenn ich es richtig verstanden habe, wird die abgesaugte Luft der Heizung zugeführt und dadrüber dann geheizt.

    Gibt es Alternativen von XXX? Sollten es lieber zwei getrennte Systeme sein?

    Das Haus wird ca 130m² haben und voll unterkellert. Wobei der Keller ebenfalls gedämmt wird.

    Vielen Dank schonmal im Voraus
    Geändert von planfix (20.04.2015 um 12:34 Uhr) Grund: produkte entfernt
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  2. Welche Heizung bei Neubau KfW 55 / XXX

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  3. #2

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    Hallo,

    erstmal brauchst du die Heizlast euer Hauses. Gibts hierzu eine Berechnung?

    Dann zu dem Angebot. Das Gerät ist ein Kompaktmodell für Lüftung und Heizung. Allerdings hat es nur 4,32 kw Leistung bei A2 (Außentemp. 2 Grad) Bei Minusgraden wird die Leistung noch weiter fallen. Regenstauf (bei Regensburg) hat eine Auslegungstemp. von -16 Grad. Hier muß man sich überlegen ob eine Luft-WP und dann noch so ein Komni-Gerät die richtige Wahl ist. So billig sind diese Geräte auch nicht.

    Ich würde schaun (auch vor dem Hintergrund der neuen Bafa-Förderung) ob nicht Erdwärme auf eurem Grundstück möglich ist.

    Gibt es eine weitere Wärmequelle wie einen Kaminofen usw.?

    Gruß Flo
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  4. #3

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    Das System kann funktionieren, sofern die Heizlast niedrig ist. Aus KfW55 kann man jedoch, gerade bei Anwendung einer Wp und KWL, noch nicht viel über die Heizlast aussagen.

    Also, Heizlast ermitteln, damit dann in die Leistungskurve der Anlage gehen, und schon weiß man mehr. Sollte man letztendlich bei einem Bivalenzpunkt um die -5°C oder darunter landen, dann könnte man sich die Sache überlegen. Man sollte sich natürlich darüber im Klaren sein, dass eine WP die Luft als Quelle nutzt, nicht so effizient sein kann wie eine Sole-WP, GW-WP, oder DV. Bei den aktuellen Stromkosten dürften die jährlichen Heizkosten sogar etwas teurer werden als mit einer Gastherme. Das müsste man einmal rechnen....obwohl, bei einer JAZ von 3 muss man nicht mehr viel rechnen.
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  5. #4
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    Eine Berechnung der Heizlast haben wir noch nicht. Ein Kamin soll durchaus mal eingebaut werden, aber nicht gleich. Da haben andere Dinge erst Vorrang.

    Was für ein Heizsystem bzw. Lüftungssystem können Sie mir empfehlen? Der Bauort ist Gerhardshofen in Mittelfranken. Wo bekomm ich denn raus, was die Auslegungstemperatur ist und wofür brauch ich die?

    Gruß
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  6. #5

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    Dürfte irgendwo bei Nürnberg liegen. Auslegung dann ebenfalls -16 Grad. Also eher kälterer Fleck in D wie bei uns.

    Als erstes mal ne Heizlastberechnung machen lassen. Von einem Experten. Kannst du uns etwas zum Haus sagen. Dämmung Außenwände, Dach, Fenster, Boden, Keller?
    Wird der Keller beheizt? Also kommt noch was zu den 130qm dazu?
    Wie viele Bewohner wird das Haus haben? Warmwasserverbrauch eher durchschnittlich oder hoch?
    Wie groß ist euer Grundstück? Habt ihr ein Bodengutachten bzw. kannst du was zum Boden sagen?
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  7. #6

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    Zitat Zitat von Neubau91466 Beitrag anzeigen
    Wo bekomm ich denn raus, was die Auslegungstemperatur ist und wofür brauch ich die?

    Gruß
    Die Auslegungstemperatur ist wichtig für die Berechnung der Heizlast. Wenn Du beispielsweise eine Raumtemperatur von 21°C möchtest, und die Auslegungstemperatur beträgt -16°C, dann ergibt das eine Differenz von 37K. Hast Du nun ein Fenster mit einem U-Wert von sagen wir mal 1,3W/m2K, dann ergibt das 48,1W/m2 Fensterfläche. Du müsstest den Raum also mit 48,1W heizen nur um den Verlust durch 1 m2 Fenster auszugleichen.
    Nun besteht ein Haus ja nicht nur aus 1m2 Fenster, es kommen noch viele m2 hinzu.
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  8. #7

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    Vorsicht:
    Wenn Deine Beschreibung zutrifft, wäre das eine reine Abluft-WP.
    Dann würde ich sagen: Finger weg (beim gegebenen Standort)!

    Wenn sie hingegen mit zusätzlicher Außenluftnutzung wäre, könnte man sie u.U. in Erwägung ziehen (falls Erdkollektor nicht möglich).
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  9. #8
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    Wenn der Dämmstandard des Hauses für WP OK ist, reichts dann mal grade so fürs Häuschen mit WW.

    Sind die Eff 55 "gepimpt" reichts nicht. Ist der Keller dann auch noch beheizt, dann erst recht nicht.

    Frage ist natürlich auch: wie werden 130 qm definiert?
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  10. #9
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    Zitat Zitat von Julius Beitrag anzeigen
    Vorsicht:
    Wenn Deine Beschreibung zutrifft, wäre das eine reine Abluft-WP.
    Dann würde ich sagen: Finger weg (beim gegebenen Standort)!

    Wenn sie hingegen mit zusätzlicher Außenluftnutzung wäre, könnte man sie u.U. in Erwägung ziehen (falls Erdkollektor nicht möglich).
    Warum bei dem gegebenen Standort die Finger weg?
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  11. #10
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    Zitat Zitat von flo79 Beitrag anzeigen
    Dürfte irgendwo bei Nürnberg liegen. Auslegung dann ebenfalls -16 Grad. Also eher kälterer Fleck in D wie bei uns.

    Als erstes mal ne Heizlastberechnung machen lassen. Von einem Experten. Kannst du uns etwas zum Haus sagen. Dämmung Außenwände, Dach, Fenster, Boden, Keller?
    Wird der Keller beheizt? Also kommt noch was zu den 130qm dazu?
    Wie viele Bewohner wird das Haus haben? Warmwasserverbrauch eher durchschnittlich oder hoch?
    Wie groß ist euer Grundstück? Habt ihr ein Bodengutachten bzw. kannst du was zum Boden sagen?
    Ja, Nor-Westlich von Nürnberg. Also wir haben 40er Außenwände, gedämmt (Zitat aus Bauleistungsbeschreibung: "44,0 cm dicke KlimaPlus-Wand....Innenschale aus 15 cm Porenbeton-Mauerwerk...Mind 10 cm Wärmedämmung aus besonders hochwertiger Kerndämmung mit einem Wärmeleitfähigkeiswert von 0,035 W/m-K....Außenschale aus 15 cm Porenbeton....somit ergibt sich ein U-Wert von 0,15W/m²."). Beim Dach habe ich jetzt rausgelesen, dass die Decken, Dachschrägen und Drempel mit mind. 240mm Mineralwolle gedämmt werden.U-Wert 0,15 w/m²-K. Fenster 3-Scheiben-Isolierverglasung Gesamtwärmedämmwert von 0,77 W/m², Boden Filigrandecke. Keller wird auch gedämmt, aber nicht beheizt. Die Treppe zum Keller ist geschlossen, sprich wir haben eine Tür zum Keller. 4 Personen (2 E, 2 K) also eher durchschnittlicher Warmwasserverbrauch. Das Grundstück ist 730m². Ein Bodengutachten haben wir nicht.
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  12. #11

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    Interessanter Wandaufbau. Kommt nicht oft vor. Die Bauleistungsbeschreibung übertreibt aber etwas mit ihren Ausführungen. Bin ich kein Freund von.
    Aber auf jeden Fall gute Werte. Mit einer Lüftungsanlage dürfte so eine Heizlast unter 6kw rauskommen. Das ausgewählte Kombigerät finde ich trotzdem unpassend und zu schwach. Außerdem nicht billig.

    Bei 730qm und passendem Boden würde ich an eine 6kw Sole- (Erd) WP denken mit einem Grabenkollektor als Quelle und eine zentrale Lüftungsanlage als Extra-Gerät.

    Aktuelle Geräte haben COP-Werte um die 4,7 und wären auch förderfähig nach Bafa. Würde 4.000 Euro extra bringen. kfw 55 wäre so auch kein Problem.

    Bei einem fairen Anbieter (Hausbaufirma) sollte eine solche Kombination abzgl. der Förderung auch nicht teurer sein als die bisher angebotene Lösung.
    Diese würde ich mir nicht verbauen lassen.

    Gruß Flo
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  13. #12

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    Zitat Zitat von Neubau91466 Beitrag anzeigen
    Hallo Zusammen,

    vorweg, ich hab keine Ahnung..
    Und was jetzt?

    Wie geht es weiter ?

    In 3 Monaten ist das Haus fertig ?

    Wie wird WW erzeugt?
    Schafft das die eingebaute HZG ?

    Alles Fragen , die man an den Hausbauer stellt.
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  14. #13

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    Zitat Zitat von Neubau91466 Beitrag anzeigen
    Warum bei dem gegebenen Standort die Finger weg?
    Weil die WP sonst schon bei mäßig kühlen Temperaturen schnell zur Braunkohleheizung mutiert (also schlichtweg mit Direktstrom geheizt wird, über das Heizschwert).
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  16. #14

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    Ja, Nor-Westlich von Nürnberg. Also wir haben 40er Außenwände, gedämmt (Zitat aus Bauleistungsbeschreibung: "44,0 cm dicke KlimaPlus-Wand....Innenschale aus 15 cm Porenbeton-Mauerwerk...Mind 10 cm Wärmedämmung aus besonders hochwertiger Kerndämmung mit einem Wärmeleitfähigkeiswert von 0,035 W/m-K....Außenschale aus 15 cm Porenbeton....somit ergibt sich ein U-Wert von 0,15W/m²."). Beim Dach habe ich jetzt rausgelesen, dass die Decken, Dachschrägen und Drempel mit mind. 240mm Mineralwolle gedämmt werden.U-Wert 0,15 w/m²-K. Fenster 3-Scheiben-Isolierverglasung Gesamtwärmedämmwert von 0,77 W/m², Boden Filigrandecke. Keller wird auch gedämmt, aber nicht beheizt. Die Treppe zum Keller ist geschlossen, sprich wir haben eine Tür zum Keller. 4 Personen (2 E, 2 K) also eher durchschnittlicher Warmwasserverbrauch. Das Grundstück ist 730m². Ein Bodengutachten haben wir nicht.
    Die Beschreibung liest sich zwar gut, aber Rückschlüsse auf die Heizlast sind damit nur bedingt möglich.

    Bei einer Grundstücksgröße von 730m2 würde ich mir die o.g. Variante mit einer Sole-WP mal genauer anschauen. Vorteil, ganzjährig akzeptable Quellentemperaturen für die WP, höherer COP und somit auch höhere JAZ. Am Ende geringere Heizkosten.
    Wie gesagt, bei einer LWP kostet Dich die kWh mehr als mit Gas oder Pellets, und selbst Öl könnte aktuell noch mithalten. Dafür hast Du aber nicht unerhebliche Investitionskosten. Bei einer Sole-WP ist eine JAZ von 4,5 realistisch machbar und damit liegen Deine Heizkosten unter den o.g. Varianten.

    Deswegen: Heizlastermittlung, dann Anlagenplanung, alle Varianten nebeneinander auflisten, und dann schauen was unter´m Strich die für Dich attraktivere Variante ist.
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  17. #15