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Tips für den Spitzbodenausbau

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  1. #1

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    Tips für den Spitzbodenausbau

    Hallo,

    ich möchte den Spitzboden unseres neu erworbenen Haus gerne komplett renovieren. Bisher war er komplett ( Schrägen und Wände) mit Eichenpanele verkleidet und der Boden mit Teppichfliesen ausgelegt. Gedämmt war er mit 10cm Glaswolle mit Alukaschierung. Dieses habe ich bereits alles entfernt.
    Die alten Dielenbretter vom Boden möchte ich ebenfalls gerne entfernen ( diese sind auf die darunter liegenden Balken genagelt) und durch OSB oder SPANNPLATTEN ersetzen. Als Oberbelag soll dann noch Laminat verlegt werden.
    Da ich dann ja nun auch die einmalige Möglichkeit habe, den Boden bzw. die Decke ( Heraklit, 20mm ) der darunter befindlichen Etage gleich mit zu Dämmen, hätte ich gerne ein paar Vorschläge von Euch wie ich es am besten machen kann/ sollte.

    Mein bisheriger Plan sieht so aus: ( Aufbau vom Geschoß darunter)

    1 - Verputze Heraklitplatte
    2 - 14 cm Dämmwolle oder Schüttdämmung
    3 - OSB oder Spannplatte
    4 - Trittschalldämmung
    5 - Laminat

    Was meint ihr bzw was habt ihr für Vorschläge? Muss noch eine Dampfsperre dazwischen? Wenn ja wo? Kann ich eventuell die alte Glaswolle mit der Alukaschierung dafür nutzen?

    Die Dachschrägen bekommen eine Zwischen und Aufsparren Dämmung mit Dampfsperre und Rigipsplatten. Eine Unterspannbahn ist allerdings nur in Form einer Plastikfolie vorhanden.

    Danke für Eure Hilfe
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  2. Tips für den Spitzbodenausbau

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  3. #2

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    Was darf man sich unter Plastikfolie vorstellen? Gitter zu sehen? Sind die Holzwolleleichtbauplatten, beziehungsweise deren Putz rissig an den Ecken zu den Wänden? Wie liegen die Deckenbalken auf der Tragschale? Direkt Kontakt zur Außenluft? Befinden sich einbindende Innenwände die innen hohl sind und über Steckdosen/Lichtschalter verfügen im Geschoss darunter?
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  4. #3
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    Zitat Zitat von Kalle88 Beitrag anzeigen
    Was darf man sich unter Plastikfolie vorstellen? Gitter zu sehen?
    ja, es sind gitter zu sehen


    [QUOTE]Sind die Holzwolleleichtbauplatten, beziehungsweise deren Putz rissig an den Ecken zu den Wänden? [QUOTE]

    Nein, an den Anschlüssen zur Wand / Dachschräge sind keine Risse zu sehen.

    Wie liegen die Deckenbalken auf der Tragschale? Direkt Kontakt zur Außenluft?
    Sorry, aber verstehe die Frage jetzt gerade nicht so ganz

    Befinden sich einbindende Innenwände die innen hohl sind und über Steckdosen/Lichtschalter verfügen im Geschoss darunter?
    Nein es befinden sich keine einbindenden Hohlwände darin, lediglich zwei Vollstein Wände sieht man vom Dachboden aus.
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  5. #4

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    Der Beschreibung entnehme ich, dass der Raum auf der Kehl-/ Zangenlage deines Dachstuhles ruht? Hast du die Verkehrslasten geprüft? Genehmigung zu Wohnraumzwecken liegt vor? Insbesondere Rettungswege?
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  6. #5
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    Der Spitzboden ist bereits 1980 ausgebaut worden und auch genehmigt. Also sollte also alles i.O sein.
    Ich will ihn lediglich renovieren und bei dieser Gelegenheit auch gleich die Dämmung optimieren.

    Richtig, der Raum ruht auf der Zangenlage.
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  7. #6

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    Da ich davon ausgehe, dass sich unter dem Spitzboden beheizte Räume befinden und das Dach gedämmt wird, was soll die Dämmung im Boden bringen?
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  8. #7
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    Zitat Zitat von Muppet Beitrag anzeigen
    Da ich davon ausgehe, dass sich unter dem Spitzboden beheizte Räume befinden und das Dach gedämmt wird, was soll die Dämmung im Boden bringen?
    Richtig, das Dach wird neu gedämmt und unter dem Spitzboden befinden sich ein Kinderzimmer, ein Schlafzimmer und ein Badezimmer sowie der Flur.

    Du meinst also ich kann mir die Dämmung sparen?
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  9. #8

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    Zitat Zitat von Muppet Beitrag anzeigen
    Da ich davon ausgehe, dass sich unter dem Spitzboden beheizte Räume befinden und das Dach gedämmt wird, was soll die Dämmung im Boden bringen?
    Schallschutz? Wenn dieser aus sehr sehr begrenzt ausfallen wird aufgrund der baulichen Lage der Decke und man hier ggf. mehr mit einem optimierten Fußbodenaufbau erzielen könnte ob das die Zangen tragen ist wohl n andere Geschichte.

    @ Navitoelpel: Wie sieht es denn mit den Dachschrägen im Geschoss darunter aus, wirst du diese auch Dämmen wollen? Andernfalls ist deine Investition da oben doch Geldverschwendung, da die "wirklichen" Wohnräume über eine schlechtere Dämmung verfügen als das tendenziell genutzte Spitzbodenvolumen.

    Dein Vorhaben ist in mehrerlei Hinsicht riskant:

    1. Du hast eine Gitterfolie (Dragofol oder ähnliches) die einen sehr hohen Sperrwert hat. Dem Grundsatz innen dichter wie außen ist damit schlecht Rechnung zu tragen.
    2. Ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass auf Süddachflächen sich die Folie schon in Wohlbefinden aufgelöst hat und ihre eigentlich Arbeit - Schutz der Dämmung vor partiell eintretender Feuchtigkeit aus der Eindeckung, nicht mehr leisten kann.
    3. Was dazu führt, dass je nach Dachneigung und Deckwerkstoff die Konstruktion schon von Wasser von außen beaufschlagt wird. Kommen jetzt nun noch Leckagen oder Undichtigkeiten der Luftdichtigkeit dazu bist du schnell über den Bereich hinweg der unter guten Bedingungen im Sommer zurück trocknen könnte. Wenn dafür überhaupt Potenzial besteht.

    Du kannst den Spitzboden zwar als "Hülle" ausbilden und damit eine Luftdichtigkeit da oben erreichen, der Teil darunter ist damit aber nicht eingeschlossen, da dir die Zangenlage, Mittelpfette oder was auch immer im Weg sein wird um die obere Schicht mit einer möglichen unteren Schicht zu verbinden. Momentan besteht die Luftdichtung über die Holzwolleleichtbauplatten und den einhergehenden Putz. Wird der beschädigt, bilden sich Risse oder was auch immer wirst du im Bad im Winter unweigerlich absaufen.

    Ebenso wahrscheinlich ist es, dass durch Deckenöffnungen - Lampenauslässe z. B. - Feuchtigkeit in die Zwischendecke eindringen kann und sich zu potenziell kalten Bereichen ausbreitet und dann entsprechend ausfällt und die Konstruktion mit Kondensat beaufschlagt. Das kann zu Bauschäden führen.

    Was du brauchst bevor überhaupt eine Schraube eingeschraubt wird ist eine Analyse eines Bauphysikers wie hoch oder nicht hoch das Schadenspotenzial mit deiner vorliegenden Bausubstanz ist. Machst du das nicht, gehst du ein hohes Risiko ein, dass dir über Jahre dein ganzes Tragwerk anfangen könnte zu faulen bis es nach Jahren/Jahrzehnten den Dienst verweigert und im schlimmsten Fall zusammenstürzt oder es sich erhebliche sehr teure Schäden einstellen werden.
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  11. #9

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    Zitat Zitat von Kalle88 Beitrag anzeigen
    Schallschutz? Wenn dieser aus sehr sehr begrenzt ausfallen wird aufgrund der baulichen Lage der Decke und man hier ggf. mehr mit einem optimierten Fußbodenaufbau erzielen könnte
    Schallschutz OK, aber da wird Glaswolle in der Decke wenig bringen. Übertragung über den Boden ist ja Körperschall, da braucht es wenn dann Masse in der Decke. Das wird aber bei dem Aufbau wohl nicht funktionieren. Und eben eine optimierten Fußbodenaufbau oben. Die Frage ist bei einem EFH eh, ob Schall da wirklich ein Problem ist. Bei Elternschlafzimmer überm Esszimmer z.B. werden da wohl keine Verrenkungen nötig sein.
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  12. #10

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    Und wer will da Glaswolle reinpacken? Wirklich nur Masse? Wenn es beim Körperschall doch um Schwingungen von Bauteilen geht der dann durch Luftschall darunter wahrgenommen wird? Warum geht kein entkoppelte Fußbodenbelag mit einer Hohlraumdämmung für niederfrequente Schallwellen? Außer dass es am Ende Geld kostet und die Verkehrslast einschränken könnte was entsprechende Verstärkungen nachsich ziehen könnte, nicht muss!

    Wenn der Fußbodenaufbau fertig ist und die damit entstandene Situation nicht passt was dann? Noch mal neu oder lieber gleich ein paar Überlegungen mehr? Klar, irgendwann dürfte der Laie mit der Palette an Möglichkeiten überfordert sein. Ob der Laie dann als planende Person brauchbar ist, ist die andere Frage.
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