Ergebnis 1 bis 15 von 15
  1. #1
    Quentin--
    Gast

    Luftdichtigkeit in der Balkenlage

    In unserem Neubau (Bungalowbauweise) ist im Dach eine Zwischensparrendämmung inklusive Dampfbremse (isover vario km) installiert.
    Das Gleiche haben wir nochmal in der Zwischendecke (von unten: Rigips, Lattung, Dampfbremse, Dämmung, OSB).
    Der Putzer hat aber offenbar nicht hoch genug geputzt, so daß jetzt im Bereich der Balkenlage, aber immer noch über der Dampfbremse eine unverputzte Wand zum Vorschein kommt. Das das Ganze aus Poroton gebaut ist, und die Stoßfugen von aussen nicht verschlossen wurden, zieht es natürlich durch die Wand.
    Die Dampfbremse im Dach haben wir am Drempel mit einem Streifen Putz und entsprechendem Klebeband abgedichtet.

    Derzeit haben wir noch kein Problem, das Dach ist auch nicht beheizt, die Zugluft in der Zwischendecke macht sich auch im Wohnbereich nicht bemerkbar und die Dampfbremse scheint auch dicht zu sein.

    Unser Architekt meint man müsse nur eine Dampfbremse anbringen und zwar die im Dach. Jetzt ist das Ganze ohne grossen Aufwand auf jeden Fall nicht mehr zu ändern.

    Ich bin immer noch der Meinung, dass zwei Dampfbremsen erforderlich sind.

    Könnte es aber zu einem Feuchtigkeitsproblem in der Zwischendecke durch die kalte Zugluft kommen?
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  2. Luftdichtigkeit in der Balkenlage

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  3. #2
    Avatar von Herbert
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    Die Undichtigkeit in der Ebene der Balkenlage ...

    ... ist ein immer wiederkehrendes Problem. Wann lernen die Planer, dass eine durchgängige Luftdichteitebene vorzusehen und zu planen ist? Mit einem Blower-Door-Test könnte man prüfen, ob in dem von Ihnen genannten Bereich wesentlich Luftleckagen vorhanden sind. Ich würde einmal mit und einmal ohne Spitzboden messen und sehen, ob der Volumenstrom bzw. die Lufwechselrate erheblich zunimmt, wenn der Spitzboden dazukommt.
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  4. #3
    Quentin
    Gast
    Zitat Zitat von Herbert
    ... ist ein immer wiederkehrendes Problem. Wann lernen die Planer, dass eine durchgängige Luftdichteitebene vorzusehen und zu planen ist? Mit einem Blower-Door-Test könnte man prüfen, ob in dem von Ihnen genannten Bereich wesentlich Luftleckagen vorhanden sind. Ich würde einmal mit und einmal ohne Spitzboden messen und sehen, ob der Volumenstrom bzw. die Lufwechselrate erheblich zunimmt, wenn der Spitzboden dazukommt.
    unabhängig vom Blower Door Test, wie sollte es denn nun sein?
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  5. #4
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    innen luftdicht und aussen winddicht.
    so solls sein.
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  6. #5

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    wirklich ein Problem?

    Wenn ich das richtig verstehe, ist bei dem Bungalow die Decke zum Dachboden luftdicht und unter dem Dach ist noch eine dichte Dampfbremse. Durch die Außenwand zieht es von draußen in den Dachboden.

    Feuchtigkeitsprobleme würde ich dabei nicht befürchten. Einzig die Wärmedämmung ist vielleicht nicht optimal, oder?
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  7. #6
    Quentin
    Gast
    Zitat Zitat von Rolf
    Wenn ich das richtig verstehe, ist bei dem Bungalow die Decke zum Dachboden luftdicht und unter dem Dach ist noch eine dichte Dampfbremse. Durch die Außenwand zieht es von draußen in den Dachboden.

    Feuchtigkeitsprobleme würde ich dabei nicht befürchten. Einzig die Wärmedämmung ist vielleicht nicht optimal, oder?
    Richtig erkannt. :-) Wenn ich aber nun die Wand dicht bekomme, wie siehts dann mit der der Feuchtigkeit aus?
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  8. #7

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    Es stellt sich die Frage, ob hier ein Blower Door Test notwendig ist.
    Wenn die Dampfsperre vom EG und Dachboden nicht dicht ist und dort Feuchte hineinkommt, was passiert dort mit dieser?
    Die Dampfsperre an der "Schrägen" verhindert das Entweichen nach draußen. Also schlägt sie sich an den rel. kältesten Stellen nieder.
    Wenn ein DG nicht ausgebaut ist, muß die Dampfsperre wirklich dicht sein, wenn Sie in der waagerechten Dämmebene liegt. Ist sie undicht fällt im DG Feuchte an und die muß über ausreichende naturüliche oder mechanische lüftung raus.
    Ist das DG ebenfalls gedämmt, hat eine Dampfsperre in der waagerechten Ebene (Decke) nichts verloren.
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  9. #8
    Avatar von susannede
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    @ Frank Farmer

    ...genauso isses. Vielleicht sollten wir uns endlich mal dazu durchringen, statt dem unseeligen Wort "luftdicht" (was Assoziationen ans Ersticken auslöst) das Wort "wasserdampfdicht" zu benutzen, damit jeder kapiert, worum es eigentlich geht.

    Grüße!

    Susanne

    Nachtrag: Für die Energiesparer hat mls ja schon den richtigen Wortgebrauch benutzt: "winddicht aussen".
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  10. #9

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    nicht ganz

    "wasserdampfdicht" oder "dampfdiffusionsdicht" ist nicht identisch mit "luftdicht".
    Diffusion und Konvektion sind sehr verschiedene Dinge, insbesondere sind die Mengen sehr unterschiedlich. Diese Diskussion ist vor langer Zeit schon hier geführt worden, vielleicht weiss mls die forumsnummer.
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  11. #10
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    ...genauso isses. Vielleicht sollten wir uns endlich mal dazu durchringen, statt dem unseeligen Wort "luftdicht" (was Assoziationen ans Ersticken auslöst) das Wort "wasserdampfdicht" zu benutzen, damit jeder kapiert, worum es eigentlich geht.
    Ich versteh nicht, wie Du als Archi auf so eine Idee kommen kannst. Es ist völliger Quatsch, feststehende Begriffe einfach " umzutaufen ", nur weil Dir dies plausibler erscheint.

    Das liegt dann auf der gleichen Ebene, wie die dämliche " Isolierung " oder " Geld leihen " und was weiß ich noch alles. Schreibste dann zu Deinen Beiträgen einen Vor- oder Nachspann mit Begriffsdefinitionen, damit jeder - auch neue Nutzer - verstehen, wovon Du redest ?
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  12. #11
    Avatar von susannede
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    @ Eric,

    jaja, das mit dem Vor- und Nachspann hätte ja was. Oder ein im Forum festinstallierter "Kursus für Bauherrn-Frischlinge" zum Thema "Wasser und seine Wege - was es Dir alles Böses tun kann".

    "...wegen konsequentem Energiesparen erhalten Sie jetzt ein superdichte Wohnanstalt, die keine Wärmeverluste über undichte Fugen zuläßt. Und als Konsequenz daraus, müssen Sie Ihren eigenen Wasserdampfmief entweder nicht mehr produzieren, anders fortschaffen oder innenseits eine Plastiktüte bauen, damit Ihnen die teure Wärmedämmung nicht absäuft."

    Ich komm da gar nicht als "Archi" drauf, denn ich habe über die Jahre so als ganz normaler Mensch den Eindruck, die Nicht-Archis, selbst die akademischen, verstehen gar nicht, wovon die "Archis" eigentlich so fachchinesisch sprechen.

    Und dabei isses ja nun nicht so dramatisch kompliziert.

    Tiefe Verneigung vor den ehrenwerten Häuptlingen.

    Susanne
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  13. #12
    Quentin
    Gast
    Zitat Zitat von mls
    innen luftdicht und aussen winddicht.
    so solls sein.
    Manchmal denke ich hier sind nur Theoretiker am Werk: innen luftdicht, aussen windicht, was fürn Quatsch. Ein Haus ist kein Gefrierbeutel. Wenn von aussen keine Luft mehr reinkommt, dann würde man ja ersticken.

    Diffusionsdicht oder nicht, es gibt zu meiner Fragestellung bisher keine Problemlösung. Es geht ganz einfach darum, dass überhalb der Balkenlage also über der Dampfbremse und auch zwischen den Balken, zum Dachboden die Aussenwand nicht verputzt ist und somit dort Luft reinzieht.
    Natürlich ist eine Dampfbremse montiert. Ein Blower Door wurde nicht gemacht.

    Gehen wir mal davon aus, dass die Sperre dicht ist. Die kalte Luft zieht also über der D-Bremse durch die Dämmung und den Dachboden.
    Ich kann mir nur vorstellen, dass die warme Luft von unten an der D-Bremse kondensiert und der fehlende Putz dafür sorgt, dass die Dämmung zwischen der Balkenlage fürn Arsch ist (sorry).

    Würde ich die Wände nachträglich verputzen, ist mir eins nicht klar: Zwischen Dampfsperre und Dachboden (OSB Platten, die auch sehr dicht sind) befindet sich nunmal auch Luft. Wie siehts mit der Kondensierung in der Balkenlage aus?

    Nun noch eine Anmerkung: Die heutigen Wände von Massivhäusern werden oft aus Poroton gebaut. Oft wird nicht darauf geachtet, dass die Stoßfugen nicht dicht sind. Somit zieht perse kalte Luft durch die Wand. Da bringts auch nix die Steckdosen dicht zu machen. Die Wand ist trotzdem von kalter Luft durchzogen, was dazu fürht, dass die Raumtemperatur schneller abnimmt.
    Das sagt einem keiner und diverse Archis bedenken das auch nicht. Auch Baufirmen machen sich nicht den Aufwand, entweder die Fugen zu verputzen oder Vlies zwischen den Steinlagen einzusetzen, was auf jeden Fall helfen würde. Arme Bauherren!
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  14. #13

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    Zitat Zitat von Quentin
    Wenn von aussen keine Luft mehr reinkommt, dann würde man ja ersticken.
    Dafür gibt es Fenster oder technische Lösungen.

    Zitat Zitat von Quentin
    Gehen wir mal davon aus, dass die Sperre dicht ist. Die kalte Luft zieht also über der D-Bremse durch die Dämmung und den Dachboden.
    Ich kann mir nur vorstellen, dass die warme Luft von unten an der D-Bremse kondensiert und der fehlende Putz dafür sorgt, dass die Dämmung zwischen der Balkenlage fürn Arsch ist (sorry).
    Wenn Aussenluft durch die Wand in Deinen Dachboden zieht, dann wird sie erwärmt. Kondenswasser fällt aus, wenn Luft abkühlt.
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  16. #14
    Bauexpertenforum Avatar von stefan ibold
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    @ susannede

    Moin,

    das, was weiter da oben steht, nämlich die selbsterstellten Definitionen, ist -mit Verlaub geschrieben - der größte Blödsinn aller Zeiten.

    Grüße
    stefan ibold
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  17. #15
    Avatar von BTopferin
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    OT: windicht/luftdicht/diffusionsdicht

    Hallo Häuptlinge und Indianer usw.

    als Laie mit verschiedene "Dicht-Probleme", verstehe ich mittlerweile die Unterschiede zwischen winddicht, luftdicht und diffusionsdicht relativ gut. Am Anfang, aber, das war schwierig zu verstehen.

    Aber, falls man mit Luftdichtigkeit-Probleme vor Gericht gehen muß, da kann man schnell verrück werden, weil, auch wenn man "luftdicht" schreibt, der Richter spricht (und schreibt) vielleicht nachher von "winddicht", obwohl "winddicht" nirgends steht und nicht vorher erwähnt wurde.... So ist es jedenfalls mir passiert.

    Aber, ich habe diese Verwechselung nicht nur vom Richter gehört/gelesen, sondern auch von manche "Häuptlinge" ...

    Grüßle
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