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Noppenbahn als Radonsperre

Diskutiere Noppenbahn als Radonsperre im Forum Abdichtungen im Kellerbereich auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Noppenbahn als Radonsperre

    Liebes Forum!

    Ich stelle dieses Thema mal hier ein, weil es eine Art Abdichtung ist, aber nicht im Kellerbereich, sondern unter einer Bodenplatte:

    Unser Bodenaufbau sieht so aus: Erdreich - 6 cm Perimeterdämmung - 200 µm PE-Folie - 18 cm Bodenplatte aus WU-Beton.
    Wir bauen nicht gerade in einem Gebiet, welches als radonbelastet gilt, allerdings weiß man das ja nie so genau. So dicht sind die Meßstellen bei der Erfassung ja nicht gesetzt gewesen. Und da Radonabdichtung im Neubau nicht so problematisch ist und wenig kostet, dachte ich mir, ich beschäftige mich mal damit.
    Nun habe ich etwas herumgegoogelt und gefunden, dass die PE-Folie wohl aus LDPE besteht, was nicht radondicht ist. HDPE gilt dahingegen als radondicht. Als gängige Schicht aus HDPE fällt mir die Noppenbahn ein, die üblicherweise zum Schutz der Bitumendickbeschichtung im Kellerbereich eingesetzt wird. Spricht etwas dagegen diese Noppenbahn anstelle der PE-Folie zu verlegen?

    Viele Grüße
    Mario
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  2. Noppenbahn als Radonsperre

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  3. #2

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    Sorry da bin ich überfragt, aber glaube habe letzens was drüber gelesen, wenn ich morgen/heute Zeit finde dann suche ich mal nach dem Buch.

    Ansonsten bin ich auch gespannt auf eure Antworten
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  4. #3
    Inkognito
    Gast
    Ja, dadurch erhöhen Sie die lokale Pressung, die Noppen müssen durch eine erhöhte Betondeckung berücksichtigt werden, eine Verzahnung mit dem Untergrund bei einer WU Konstruktion ist generell ungünstig für die Zwangsspannungen aus Hydratation und 18cm... hab's gerade nicht im Kopf ob die Mindestbauteildicke damit noch eingehalten ist, aber insbesondere bei WU sind größere Dicken immer besser. Und nur als Hinweis, WU Beton und WU Bauwerk ist ein Unterschied, das verhält sich wie Reifen zu Auto.
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  5. #4
    Themenstarter

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    Soweit mir bekannt, ist keine WU Konstruktion vorgesehen. Grundwasserspiegel liegt irgendwo bei 20 - 30 m unter GOK. Es ist lediglich in der Ausschreibung für die Bodenplatte WU-Beton genannt. Aus meiner laienhaften Sicht sicherlich gegen aufsteigende Bodenfeuchtigkeit. Wobei dafür ja auch nochmal eine Abdichtung auf die Bodenplatte aufgebracht wird.

    Am liebsten hätte ich also Noppenbahn ohne Noppen. Muss eben auch irgendwie lokal beschaffbar sein, also bauüblich, daher der Gedanke an die Noppenbahn.
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  6. #5

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    Bevor Sie sich mit einer Noppenbahn beschäftigen, sollten Sie über folgendes nachdenken!

    Viel wichtiger als die Noppenbahn, ist das fachgerechte gas- und wasserdichte Einbringen der Versorgungsleitungen (Gas, Wasser, Strom, Telekomunikation) und der Abwasserdurchführungen! Hier sollten auf jeden Fall geeignete Produkte eingesetzt werden.

    Für Abwasser: Durchführungen mit einer aufgebrachten Längswasserdichtung!

    Versorgungsleitungen: Auf keinen Fall PVC KG, da keine Zulassung. Sondern nur zertifizierte Produkte / z. B. Mehrsparten-Hauseinführungssysteme!

    Selbst wenn Sie die v. g. Produkte eingesetzt haben, was bringt Ihnen dann die Noppenbahn? Die Folie müssen Sie einschneiden/öffnen, um die v. g. Leitungen durchzuführen. Und jetzt verraten Sie mir, wie Sie die geöffnete Noppenbahn gas- und wasserdicht an die Durchführungen anbringen möchten?

    Hierfür gibt es Lösungen, die möchten Sie aber bestimmt nicht bezahlen ;-).
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  7. #6
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von juwasko2015 Beitrag anzeigen
    Bevor Sie sich mit einer Noppenbahn beschäftigen, sollten Sie über folgendes nachdenken!

    Viel wichtiger als die Noppenbahn, ist das fachgerechte gas- und wasserdichte Einbringen der Versorgungsleitungen (Gas, Wasser, Strom, Telekomunikation) und der Abwasserdurchführungen! Hier sollten auf jeden Fall geeignete Produkte eingesetzt werden.
    Auch ein interessantes Thema. Aber eigentlich ist das Sache von Architekt und Betonbauer, da die Durchführungen explizit im LV gefordert wurden.
    Nebenbeibemerkt hat einer unserer Versorger Mehrspartendurchführung ausdrücklich abgelehnt, da es zu häufig zu Einbaufehlern kommt und KG gefordert!

    Was ist denn von EPDM-Folien zu halten? Diese sollten einfacher an Durchführungen anarbeitbar sein und hat keine Unebenheiten, die die Statik beeinflussen.

    Viele Grüße
    Mario
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  8. #7

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    Da immer wieder das Radon-Thema hier und da mal angesprochen wird .

    Gasdichte Abdichtungen in Richtung Erdreich und ausreichend lüften und nicht stundenlang vor der Glotze oder dem PC hocken und der Drops ist gelutscht und eine Gefahr früher abzudanken als man vermutet ist gebannt ..
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  9. #8
    Themenstarter

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    So pauschal diese Antwort ist, so falsch ist sie leider auch. Das Risiko ist ziemlich genau bekannt, die Bewertung dessen, muss jeder selbst vornehmen.

    Bekannt sein dürfte, dass Radon in der Raumluft der größte Risikofaktor für Lungenkrebs bei Nichtrauchern und der zweit größte bei Rauchern ist. Auch bekannt sein dürfte, dass es sich um einen stochastischen Prozess handelt, d.h. je höher der Radongehalt in der Raumluft, desto höher die Schadenswahrscheinlichkeit.

    Man muss also den Radongehalt auf Außenluftkonzentration (etwa 9 Bq/m³) bringen, um kein zusätzliches Risiko zu haben.

    Zitat Zitat von jodler2014 Beitrag anzeigen
    Gasdichte Abdichtungen in Richtung Erdreich und ausreichend lüften und nicht stundenlang vor der Glotze oder dem PC hocken und der Drops ist gelutscht und eine Gefahr früher abzudanken als man vermutet ist gebannt ..
    Das angesprochene "ausreichend lüften" dürfte also schwierig werden, um wie angesprochen keine Gefahr zu haben "früher abzudanken". Auch werden für die Dosisabschätzungen der Radonexposition Annahmen zum Aufenthalt in Räumen zugrunde gelegt. Ausgegangen wird dabei von 5h/d Aufenthalt im Freien, was für viele Menschen, die nicht beruflich bedingt im Freien arbeiten schwierig zu erreichen sein wird, selbst bei völligem Verzicht auf TV oder PC in der Freizeit.
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  10. #9

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    Zitat Zitat von MarioL Beitrag anzeigen

    Was ist denn von EPDM-Folien zu halten? Diese sollten einfacher an Durchführungen anarbeitbar sein und hat keine Unebenheiten, die die Statik beeinflussen.Mario
    Sorry, aber wie wollen Sie denn PE-Folien an glatten PVC-Rohren anschließen und zwar so, dass diese gasdicht sind? Das geht nicht! Hierfür benötigen Sie die in der Norm 18195 Teil 9 spezifizierten Fest- und Losflansch Gebäudeeinführungen. Alles recht teuer aber absolut dicht, nur hier lassen sich Folien etc. fachgerecht anschließen.

    Ansonsten muss ich jodler2014 recht geben. Zugelassene gas- und wasserdichte Gebäudeeinführungen verwenden und alles ist gut.

    Zu der Aussage Ihres Versorgers: PVC-KG Rohre, welche nicht gasdicht sind und keine Zulassung besitzen, kann man nicht verkehrt einbauen?
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  11. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  12. #10
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    Hier hatte ich mir, analog zu Durchdringungen bei Dampfsperren, eine Manschette verklebt mit Butylband vorgestellt.

    Der Versorger will mit mir sicher nicht diskutieren. Ich fand die Aussage mehr als komisch, aber was will man da machen?
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  13. #11

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    Zitat Zitat von MarioL Beitrag anzeigen

    Der Versorger will mit mir sicher nicht diskutieren. Ich fand die Aussage mehr als komisch, aber was will man da machen?
    Warum sollte er auch diskutieren ?

    Ich kann mir sehr gut vorstellen ,daß der Versorger sich dazu verpflichtet nach DIN und den a.R. d. T. seine Hausanschlüsse herzustellen.

    Und zwar aus gutem Grund : Haftung
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