Teilweise ausgebautes DG - Dampfsperre tw. von innen, tw. von außen

Diskutiere Teilweise ausgebautes DG - Dampfsperre tw. von innen, tw. von außen im Spezialthema: Wind- und Luftdicht Forum im Bereich Bauphysik; Hallo liebe Bauexperten, ich möchte das DG unseres Hauses, BJ 1954, ausbauen. Zurzeit sind zwei der drei Zimmer "ausgebaut", wobei das...

  1. TeeJay

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    Hallo liebe Bauexperten,

    ich möchte das DG unseres Hauses, BJ 1954, ausbauen. Zurzeit sind zwei der drei Zimmer "ausgebaut", wobei das "ausgebaut" lediglich bedeutet, dass die Dachschrägen verputzt sind.

    Ich will das Dach dämmen, indem ich die Sparren von außen aufdoppeln lasse (d.h. Dach wird komplett umgedeckt) und den Zwischensparrenraum voll ausdämme.

    Ursprünglich wollte ich die vorhandene, verputzte Schicht innen komplett abtragen, die Dampfsperre an die Sparrenuntersicht anbringen, dann eine Lattung inkl. GKB-Platten anschrauben.

    Die vorhandene Dachverkleidung besteht aus HWL-Platten + Gipsputz, und das ist so ordentlich verputzt, dass ich am überlegen bin, ob ich diese Räume nicht so belassen und die Dampfsperre von außen aufbringen soll. Da, wo zurzeit keine Verkleidung angebracht ist, würde ich die Dampfbremse ganz normal von innen anbringen.

    Im Bereich der Übergänge "innen und außen" müßte man die Folien fachgerecht verkleben.

    Frage: Funktioniert das so einfach? Ich gehe davon aus, dass es sich bei diesen Folien um verschiedene Materialien handelt, oder? Lassen die sich so einfach kombinieren? Oder besser in den sauren Apfel beißen, die vorhandene Dachverkleidung runterreißen und alles von innen abdichten?
     
  2. #2 sachsenJR, 27.06.2008
    sachsenJR

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    Besser in den sauren Apfel beisen

    denn wenn es hier irgenwo einen kleinen Fehler gibt dann ist der Ärger vorprogrammiert.
    Denn
    Eine Dampfsperre ist eine Schicht, die auf der warmen Seite eines Bauteils (meistens die Innenseite) angebracht wird und die Wasserdampfdiffusion behindert. Sie soll eine unzulässig hohe Durchfeuchtung der Dämmschicht durch eindiffundierenden Wasserdampf verhindern. Sie kann gleichzeitig die Aufgaben der Luftdichtschicht übernehmen.
    Die Dampfsperre wird an der "warmen" Innenseite der Dämmung aufgebracht und muss luftdicht ausgeführt sein. Eine nicht sachgemäß eingebaute Dampfsperre verursacht Tauwasserausfall in der Dämmebene. Schon wenige undichte Stellen (z. B. Kabeldurchlässe, Steckdosen, ...) machen eine Dampfsperre wirkungslos. Warme Innenraumluft gelangt in die Dämmung, kühlt dort ab, und die in der Luft enthaltene Feuchtigkeit schlägt sich in Form von Tauwasser nieder (Kondensation, Taupunkt).
     
  3. R.J.

    R.J.

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    Es gibt durchaus System, die bei solchen Vorgaben und gewissen Randbedingungen geeignet sind.
    Such einmal nach Berg und Tal-Verlegung und du wirst vermutlich fündig werden.
     
  4. #4 Jürgen Jung, 27.06.2008
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    Die Systeme gibt es, und die sind dann auch kompatibel, aber es ist fast unmöglich, die von oben eingelegte Folie an allen Stellen fachgerecht zu verkleben, insbesondere an den angrenzenden Bauteilen wie z.B.:

    staubiges, nicht ebenes Mauerwerk
    im Bereich der Schwelle/Mauerwerk

    usw. usw.

    ich würde die unbequeme Lösung wählen

    @ sachseJR: der Link zu Wiki hätte gereicht :biggthumpup:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Dampfsperre
     
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