Dämmung 60er Jahre Flachdach-Bungalow

Diskutiere Dämmung 60er Jahre Flachdach-Bungalow im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Liebe Community, wir haben einen teilunterkellerten (Hanglage), einstöckigen Flachdachbungalow in unserer Lieblingsstadt gekauft und wollen ihn...

  1. #1 Labmann, 16.08.2020
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    Liebe Community,

    wir haben einen teilunterkellerten (Hanglage), einstöckigen Flachdachbungalow in unserer Lieblingsstadt gekauft und wollen ihn nun sanieren. Es handelt sich nicht um ein Fertighaus sondern wurde damals individuell für die Bauherren von einem Architekten geplant. Wir benötigen nun Entscheidungshilfe bzw. Kriterien zur Entscheidungsfindung zum Thema Dämmung der Fassade (Dach wurde 1999 neu gedämmt und foliert).
    Beim Suchen o.g. Kriterien liest man öfters davon, aufgrund von Schimmelgefahr auf eine WVDS-Dämmung der kompletten Fassade zu verzichten und sich stattdessen auf die Dämmung von Kellerdecke bzw. Raumdecke zu beschränken. Ein befreundeter Bauunternehmer riet, man solle komplett alles, was geht dämmen, wenn man auch Fenster und Rollläden erneuern möchte. Was halten/haltet sie/ihr von diesen beiden Sichtweisen? Eventuell kann ja jemand von eigenen Erfahrungen oder Projekten berichten. Wir würden uns sehr über Hilfe freuen!

    Vielen Dank, Tobi
     
  2. #2 Fabian Weber, 16.08.2020
    Fabian Weber

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    Schimmel kommt nicht durch Dämmung sondern durch ein falsches Lüftungskonzept.

    An Deiner Stelle würde ich die jeweiligen Bauteile hinsichtlich des U-Wertes erstmal bewerten, um so einen Gesamtüberblick zu bekommen. Das kann man sehr gut mit UBAKUS selbst machen. Dann weißt Du auch schon eher wo Du Deine Prioritäten legen willst. Bei der Dämmung alter Häuser sind es oft die Anschlussdetails (Vordach, Kellertreppe usw.) die Kopfschmerzen bereiten und gut gelöst sein wollen. Manchmal empfiehlt sich auch wegen einer erhaltenswerten Fassade eine Innendämmung.

    Vielleicht stellst Du hier mal ein paar Fotos vom Haus ein und dann kann man schon eine erste Abschätzung treffen.

    Alte Baupläne sind auch Gold wert.

    Soll die Heizung denn auch gemacht werden?
     
  3. #3 Labmann, 16.08.2020
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    Vielen Dank für die erste rasche Antwort! Die Heizung soll bzw muss auch gemacht werden, ja. diverse Fenster und Türen auch. dieses Ubakus-tool ist interessant, danke, kann das aber gar nicht mit all den geforderten infos und Daten füttern.
    sobald ich wieder am haus bin, mache ich Bilder von diversen Details. in den plänen steht "innen- und Außenwände HLZ 150", von Dämmung kann man da leider nichts erkennen. die Fassade ist nicht erhaltenswert, aus diesem Grund wäre eine aussendämmung möglich. aber aus finanzieller Sicht wäre es natürlich angenehm, wenn Energieeinsparungen auch auf anderen wegen zu erreichen wären.
     
  4. #4 Labmann, 16.08.2020
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    innen und Außenwände des Hauses sind aus 30cm HLZ 150 und das Dach ist wie im Anhang zu sehen konstruiert
     

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  5. BaUT

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    Verzicht auf WDVS zwecks Schimmelpilzvermeidung? Da waren Sie wohl beim beim falschen Guru auf dessen Webseite (K. Fischer & Co.???). Eine gut gedämmte Fasade hebt die Innenoberflächentemperaturen und reduziert dadurch das Schimmelpilzrisiko auf raumseitigen Wandoberflächen - das ist insbesondere bei Hbl-Mauerwerk durchaus zu empfehlen, denn aufgrund des lausigen Dämmwertes neigen Außenwandecken im Winter zu Innenoberflächentemperaturen von deutlich unter 12 °C.
    Fabian hat schon drauf hingewiesen, dass als zweites ebenso wichtiges Kriterium zur Schimmelpilzvermeidung (grade bei der Erneuerung von Fenstern) die Erstellung eines Lüftungskonzeptes sehr wichtig ist. Suchen sie sich für Ihre unsanierte Hütte einen Energieberater - der erklärt Ihnen die Details.
     
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