Fassaden- und Sockelentwässerung Fertighaus

Diskutiere Fassaden- und Sockelentwässerung Fertighaus im Außenwände / Fassaden Forum im Bereich Neubau; Hallo zusammen, ich habe zu meinem Thema leider keinen passenden Beitrag gefunden… köpft mich bitte nicht, wenn es hierzu doch schon etwas gibt....

  1. #1 DaveAPalooza, 27.04.2023
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    Hallo zusammen,

    ich habe zu meinem Thema leider keinen passenden Beitrag gefunden… köpft mich bitte nicht, wenn es hierzu doch schon etwas gibt.

    Worum es geht: Wir haben ein Fertighaus auf Holzständerbasis gebaut, soweit so gut. Bei den Außenanlagen (vor ein paar Wochen) haben wir Mist gebaut. Die Entwässerung an der Fassade ist nicht gem. DIN 68800 ausgeführt.

    Das ist zum Teil meine Schuld und m. E. auch zum Teil Schuld des Gartenbauers, der sich offenbar nicht mit DIN-Normen auskennt. Ich hatte ihm damals darüber informiert, dass man lt. DIN bzw. dem Merkblatt des Hausherstellers in den Bereichen, in denen Dichtungsbahn verläuft (ja, da habe ich bei der Bemusterung gepennt; hätte einfach überall Dichtungsbahn anbringen lassen sollen), die Terrassenplatten direkt an die Wand legen kann, wenn man mind. 5cm unter der Putz-/Fassadenkante bleibt. Die Bereiche ohne Dichtungsbahn benötigen dann ein 30cm breites Kiesbett, das 15cm unterhalb der Fassadenkante liegt. Er hatte mich dann dahingehend belabert, dass wir (weil optisch schöner) überall einen Kiesstreifen von 10cm auf Höhe der Fassadenkante machen und dahinter die Platten auf Höhe der Fassadenkanten verlegen. Im Nachhinein ist mir dann bewusst geworden, dass dies überhaupt nicht DIN-konform ist und wir deshalb was machen müssen.

    Die bereits fertige Terrasse dahingehend abzuändern, dass sie Platten, dort wo Dichtungsbahn ist, mind. 5cm unterhalb der Fassadenkante heran zu legen ist keine Option, da wir dann de Facto die gesamte Terrasse (knapp 90qm) neu verlegen müssten (da die Platten derzeit ja auf Höhe der Fassadenkante sind).

    Ich bin dann bei meiner Recherche auf eine Lösung gestoßen: K60 Frontside (darf noch keine Links einfügen; ggf. kurz googlen). Das ist eine Fassadenlüftungsrinne mit Längsstabrost ideal für den Einsatz bei Fertighäusern. Diese gibt es in zwei Varianten, einmal 30cm hoch und einmal 17cm hoch. Die 17cm Version würde ich dann in den Bereichen mit Dichtungsbahn verbauen und die 30er in den Bereichen ohne Dichtungsbahn. Mein Haushersteller will sich aber nicht dazu äußern, ob das DIN konform ist und verweist auf die entsprechende DIN bzw. das o. g. Merkblatt.

    Ich bin der Meinung, dass mein Vorhaben konform zur DIN 68800 ist; will mir aber dennoch mal eure Meinungen einholen.

    In dem Merkblatt führt mein Haushersteller die im Bild 1 zu sehende Ausführung mit Drainageschacht bei vorliegender Dichtungsbahn auf. In Bild 2 sieht man meine avisierte Lösung mit der 17cm hohen Rinne. Ich bin der Auffassung, dass meine Lösung konform ist, da die Rinne sogar unterhalb der Fassadenkante verbaut wird, 17cm statt der verlangten 15cm tief ist und direkt daran ein Terrassenbelag mit mind. 2% Gefälle grenzt. Die Tiefe der Rinne (also Abstand Hauswand <-> Terrassenbelag) ist zwar „nur“ 14,3cm, aber hierzu werden in der Grafik der Hausfirma ja auch keine Vorgaben gemacht; also, was den Abstand des in der Grafik verwendeten Bordsteins/Rostauflage zur Außenwand angeht.

    In den Bereichen ohne Dichtungsbahn würde ich die 30cm Variante wählen. In dem Merkblatt bzw. der DIN-Norm hierzu (siehe Bild 3) wird ebenfalls kein Hinweis auf einen evtl. einzuhaltenden Abstand zur Hauswand eingegangen. Es werden lediglich die 30cm Höhe gefordert; eine diesbezügliche Regelung gibt es nur bei der unteren Variante mit den 15cm Abstand. Von daher müsste m. E. meine Lösung (Bild 4) ebenfalls konform sein… ich halte die Höhe von 30cm mit dem Schacht/der Rinne ein und nach 14,3cm folgt eine im Gefälle liegende Terrassenplatte. Gleiches gilt m. E. bei Bild 5: Wir haben vor dem Haus zur Straße hin einen Mülltonnenplatz (ebenfalls mit Gefälle zur Straße hin), der von L-Steinen gestützt wird. Diese sind gute 20cm von der Hauswand entfernt. Auch das müsste m. E. DIN-konform sein, da in der DIN „nur“ die 30cm Höhe zwischen Belag und Fassadenkante gefordert werden.

    Wie seht ihr das?

    Schon einmal vielen Dank und liebe Grüße

    Dave
     

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  2. #2 Gast 85175, 27.04.2023
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    Gast 85175 Gast

    Ich verstehe nicht so ganz was du da mit dem Haushersteller anfangen willst. Wieso muss der diese Rinne für "DIN-konform" erklären?

    In der ersten Situation geh ich noch mit, das was danach kommt ist nur deine Priavtmeinung, da hast einen schmalen tiefen Schacht gebaut und das sit sehr wohl deutlich anders als in der DIN. Ich glaube technisch würde es funktionieren, aber dass "gleich" ist stimmt halt nicht...
     
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  3. #3 DaveAPalooza, 27.04.2023
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    Hi,

    ich wollte nicht, dass mein Hausbauer, diese Version als DIN-konform erklärt... ich wollte eigentlich nur ein Feedback.

    Bezüglich der L-Steine, sehe ich es ähnlich wie du... Daher dachte ich mir, dass ich mir hier noch zusätzlich ein Alu-Profil mit Gefälle bauen lasse, das Regen etc. von der Hauswand weg auf den Mülltonnenplatz leitet. Das würde ich dann über der Rinne an der Fassade anbringen (siehe Skizze). Dann müsste man ja eigentlich dicke save sein, oder was meinst du?
     

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  4. #4 Gast 85175, 28.04.2023
    Gast 85175

    Gast 85175 Gast

    Ich sag mal so, ich halte in den Neubaugebieten immer die Augen offen, stehlen mit den Augen ist halt eines meiner liebsten Hobbys. Also wenn das an 5% der Holzhäuser genau so gemacht wird wie in der DIN, dann ist das schon viel...

    Der Fußpunkt am Holzhaus ist schadenträchtig wenn man da vollkommen hirnlos irgendwas macht, das Risiko ist mE überschaubar wenn man sich dabei was überlegt. Ob man da hier 5cm weg und da 10cm dazu ist da mE nicht mehr ganz so entscheidend. Solche Normen sind immer dann wichtig wenn eine Firma das schuldet und dann gestritten wird ob das auch "richtig" ist so wie es gemacht wurde.

    Ich seh das rein technisch in dem Fall entspannt, so wie du das machen willst gehen bei mir jedenfalls nicht die Alarmglocken an. Und dann ist das am Ende auch immer eine Frage der Wartung, wenn man da alle Jahre mal reinkuckt, dann bemerkt man Schäden frühzeitig und sowas ist dann zwar ärgerlich, aber es geht dann oft doch noch, da ist dann noch nicht die ganze Schwelle durchgefault, die Glaswolle patschnass und der Schimmelpilz zentnerweise vorhanden... Zweimal im Jahr zwei Stunden ums Haus gehen und mal alles ganz genau ansehen, Fassade, Fenster, Dach, Garten, alles halt, einen besseren Stundenlohn verdienen die allermeisten Leute ihr leben lang nie...
     
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