Dicke einer zusammendrückbaren Dämmplatte im eingebauten Zustand

Diskutiere Dicke einer zusammendrückbaren Dämmplatte im eingebauten Zustand im Energiesparen, Energieausweis Forum im Bereich Altbau; ANMERKUNG Die Dicke d kann sich von der Nenndicke unterscheiden (z. B. wenn ein zusammendrückbares Produkt im komprimierten Zustand eingebaut ist,...

  1. #1 Tikonteroga, 13.11.2023
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    Wie könnte man denn die Dickentoleranzen vernünftig berücksichtigen?

    Wenn ich z. B. folgenden Fußbodenaufbau habe ...
    1. Fliesen { Rohdichte = 2300 kg/m³, Dicke = 0,008 m => Flächengewicht = 18,4 kg/m² }
    2. Dünnbettmauermörtel { Rohdichte = 1800 kg/m³, Dicke = 0,002 m => Flächengewicht = 3,6 kg/m² }
    3. Calciumsulfat-Fließestrich { Rohdichte = 2100 kg/m³; Dicke = 0,035 m => Flächengewicht = 73,5 kg/m² }
    4. Gesamtaufbau { Flächengewicht = 95,5 kg/m² => Eigenlast = 95,5 kg/m² * 9,81 m/s² = 0,937 kN/m² }
    ... auf einer...
    • Trittschall-Dämmplatte { Nenndicke = 0,015 m; Zusammendrückbarkeit = 0,005 m; Nutzlast = 3,5 kPa = 3,5 kN/m² }
    Könnte ich dann annehmen dass die Trittschall-Dämmplatte im eingebauten Zustand nur durch die Eigenlast des Fußbodenaufbaus oberhalb der Trittschall-Dämmplatte in etwa wie folgt zusammengedrückt wird:

    Dicke = 0,015 m - 0,937 kN/m² / 3,5 kN/m² * 0,005 m = 0,0137' m

    So dass ich bei der Berechnung des Wärmedurchlasswiderstandes 0,0137 m und nicht die Nenndicke = 0,015 m als Dicke ansetzen würde.
     
  2. #2 VollNormal, 13.11.2023
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    Hast du auch berücksichtigt, wie sich das λ durch die Komprimierung ändert?
     
  3. #3 Tikonteroga, 13.11.2023
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    Nein, ich wüsste auch gerade nicht wie, außer das λ aufgrund der dann höheren Rohdichte größer werden müsste
     
  4. #4 VollNormal, 13.11.2023
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    Das könnte aber bezogen auf die Gesamtkonstruktion den U-Wert nochmal um ein Zehntausendstel W/m2K verschlechtern ...
     
  5. #5 Tikonteroga, 13.11.2023
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    Da ich den U-Wert auf zwei Stellen runden darf, kann man das evtl. vernachlässigen. Das größere Problem sehe ich darin, dass ich allein durch die Reduzierung der Dicke durch die Zusammendrückbarkeit, den Mindestwärmeschutz (0,9 m²K/W) nicht mehr erfülle.
     
  6. #6 VollNormal, 13.11.2023
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    Dann kleb noch 'nen Zentimeter EPS von unten an die Decke, damit hast du den Verlust deutlich überkompensiert.
     
  7. #7 Tikonteroga, 13.11.2023
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    Dann müsste ich aber U = 0,24 W/m²K lauf GEG erfüllen...

    Es gäbe zu dem Aufbau mit Trittschall-Dämmplatte folgende Alternative, die ich zuerst nicht verwenden wollte.
    1. Fliesen { Dicke = 0,008 m }
    2. Dünnbettmauermörtel { Dicke = 0,002 m }
    3. Dünschichtestrich { Dicke = 0,03 m }
    4. XPS { Dicke = 0,02 m; Nutzlast = 200 kPa} / PIR { Dicke = 0,02 m; Nutzlast = 100 kPa }
    Das wäre wohl auch deshalb besser, weil auf den Boden auch eine Küche gestellt werden muss. Dann wird die Trittschall-Dämmplatte wohl noch mehr zusammengedrückt.
     
  8. #8 VollNormal, 13.11.2023
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    Ist darunter Außenluft? Dann würde ich mich mit dem Mindestwärmeschutz nicht zufrieden geben. Falls ansonsten die Aufbauhöhe begrenzt ist und der Aufwand gering bleiben soll: rechne stumpf mit der Nenndicke und verrate niemandem, dass die Trittschallplatten streng genommen kompressibel sind.

    (Übrigens heißt das GEG und nicht GEZ - oder wann war das letzte Mal jemand zur Kontrolle bei dir zu Hause?)
     
  9. #9 Tikonteroga, 13.11.2023
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    Es ist beheizter Raum nach unten gegen unbeheizten Raum (Kellerdecke).
     
  10. #10 VollNormal, 13.11.2023
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    Dann verlangt das GEG bei Dämmung von unten "nur" 0,30 W/m2K (Anlage 7 Zeile 6b). Bei deiner geplanten Aktion mit komplett neuem Fußbodenaufbau musst du aber gemäß Zeile 6c auch schon 0,50 W/m2K einhalten. Am Besten verrätst du niemandem, dass du da überhaupt irgendwas machst ...
     
  11. #11 Tikonteroga, 13.11.2023
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    Ich habe halt insgesammt nur 6 cm für den Fußbodenaufbau einschließlich Fußbodenbelag zur Verfügung, wenn aus Zeile 6c für mich keine Pflicht entsteht, sämtliche Türstürze höherzusetzen und die Terassentüre zu tauschen.

    Ich hatte jetzt angenommen, das Fußnote (1) der Anlage 7 hier gültig ist und ich die höchstmögliche Dämmschichtdicke verbauen muss, bei der eine Wärmeleitfähigkeit von 0,035 W/m² nicht überschritten werden darf und ich beim Wärmedurchlasswiderstand nach unten durch den Mindestwärmeschutz begrenzt bin

     
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