Wärmebrücke Sandsteinmauer zu Fußboden

Diskutiere Wärmebrücke Sandsteinmauer zu Fußboden im EnEV 2002 / 2004 / 2007 / 2009 Forum im Bereich Bauphysik; Hallo zusammen, ich habe an meinem Haus Bj. 1955 einen oberirdischen Keller, gemauert aus ca. 45-50cm Sand-Bruchstein. Die letzte Reihe dieser...

  1. #1 CHAU48, 19.12.2023
    Zuletzt bearbeitet: 19.12.2023
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    Hallo zusammen,

    ich habe an meinem Haus Bj. 1955 einen oberirdischen Keller, gemauert aus ca. 45-50cm Sand-Bruchstein.
    Die letzte Reihe dieser Sandsteinmauer entspricht ca. der Dicke der draufstehenden Porenbeton-Mauer (25cm).
    In Höhe dieser letzten Reihe liegt innen auf dem breiten Mauerteil unsere Kellerdecke auf - meines Erachtens ist es eine Beton-Kappendecke. Diese ist oberhalb mit Holzbalken 'aufgedoppelt' und mit Sand verfüllt. Darauf ist ein alter Dielenboden, welcher bereits ausgeglichen wurde und mit Laminat belegt wurde.

    Die Fassade ist bis zur Unterkante der Porenbetonmauer (Oberkante Sandseiten) nachträglich gedämmt worden.
    Nun habe ich speziell in den Hausecken vorwiegend am Boden sehr kalte Stellen.

    Wie kann man hier Abhilfe schaffen? Die Fassadendämmung wurde aus optischen und technischen Gründen bewusst nicht über den Standstein gezogen. Eine Dämmung der Kellerdecke ist zwar angedacht wird in den problematischen Ecken allerdings wohl kaum eine Besserung herbeiführen da m.E. die Kälte über den Sandstein von außen eindringt und auf Grund der dickeren Mauer im unteren Teil ohnehin keine Dämmung der Decke bis in die Ecke erfolgen kann.

    Ich freue mich über Ideen und Ratschläge.

    Besten Dank vorab und viele Grüße
     
  2. #2 Fred Astair, 19.12.2023
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    Das ist natürlich und nennt sich geometrische Wärmebrücke (Kältebrücken gibt es nicht).
    Die gibt es nur sehr eingeschränkt in Form einer innenliegenden Fußleistenbeheizung . Die Wärmeverluste bleiben bzw. werden sogar steigen, aber die Kondensation und der Schimmel werden bekämpft.
     
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    vielen Dank schon einmal. An eine Sockelheizung habe ich zumindest an Teilen der Außenwände auch bereits gedacht - die Umsetzuung hinsichtlich der Verlegung der Heizungsrohre in den Keller ist auf Grund der breiteren Sandsteinmauer allerdings schwierig. Elektrisch ist eigentlich keine Option.

    Von einer Außendämmung der Sandsteinmauer würden Sie auch absehen? Eine Dämmung der Kellerdecke ist in jeden Fall sinnvoll, für dieses Thema aber vermutlich nicht hilfreich?!
     
  4. #4 VollNormal, 19.12.2023
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    Genau da kann Abhilfe geschaffen werden. Die Dämmung der Fassade nach unten ergänzen, Faustregel: bis mindestens 0,5 m unterhalb der Kellerdecke. Da nachträglich noch was dran zu frickeln ist zwar regelmäßig blöd, wärmetechnisch aber die sauberste Lösung.
     
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  5. CHAU48

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    Ja das ist grundsätzlich klar, ich habe allerdings bedenken wegen dem Sandstein. Habe an diversen Stellen gelesen, dass man diesen idealerweise nicht einpacken sollte.
     
  6. #6 Fred Astair, 19.12.2023
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    Doch, den Sockel würde ich in jedem Falle überdämmen. Nur hattest Du das strikt ausgeschlossen und nach Alternativen gefragt.
    Die Kellerdecke natürlich auch dämmen.
    Steht da auch warum nicht?
     
  7. CHAU48

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    Danke noch einmal. Mir wurde davon auf Grund der hohen Wasseraufnahmen und späteren Abgaben des Sandsteins davon abgeraten
     
  8. #8 Fred Astair, 19.12.2023
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    Die Horizontalsperre sollte schon in Ordnung sein, oder gebracht werden, aber das betrifft jeden saugfähigen Wandbildner.
     
  9. CHAU48

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    Die Horizontalsperre ist in Ordnung. Dann kein Problem?
     
  10. #10 Fred Astair, 19.12.2023
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    Woher sollte der Sandstein dann so nass werden?
    Ein normales WDVS, egal ob EPS oder Miwo, ist übrigens nicht diffusionsdicht.
     
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