Sockelabdichtung

Diskutiere Sockelabdichtung im Abdichtungen im Kellerbereich Forum im Bereich Neubau; Hallo, ich habe Fragen zur korrekten Ausführung der Sockelabdichtung und würde mich über eure Hilfe freuen. Es geht um einen Neubau in...

  1. #1 Bauexpertenfrage, 24.08.2024
    Bauexpertenfrage

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    Hallo,

    ich habe Fragen zur korrekten Ausführung der Sockelabdichtung und würde mich über eure Hilfe freuen.
    Es geht um einen Neubau in Holzständerbauweise auf Bodenplatte mit an das Haus anschließender Betonfertiggarage (Fuge zwischen Haus und Garage circa 5 cm). Gebaut wird alles vom gleichen GU. Wassereinwirkungsklasse ist W1.1-E.

    Die Bodenplatte wurde in einer Schalung aus XPS-Dämmplatten gegossen. Zwischen XPS und Bodenplatte wurde nur neben der Garage eine Abdichtungsbahn innen in die XPS-Schalung gelegt und anfangs lose nach außen gehängt. Die Horizontalabdichtung auf der Bodenplatte wurde an diese Abdichtungsbahn angeschlossen. Nachdem die Garage errichtet war wurde der nach außen hängende Teil der Abdichtungsbahn (circa 40 cm) nach oben geklappt und an die Garage geklebt. Die Abdichtungsbahn liegt also nicht hinterlaufsicher am Haus an. Die Fuge zwischen Haus und Garage wurde über der Garage durch ein Wandanschlussblech verschlossen. Im unwahrscheinlichen Fall dass Wasser in die Fuge zwischen Haus und Garage käme (Risse im Beton im Laufe der Zeit, Wasser fließt aufgrund von Starkregen seitlich über das Garagenflachdach Richtung Haus ab, starker Wind drückt Wasser unter dem Blech durch) würde das Wasser soweit ich das sehe über die Abdichtungsbahn direkt ins Haus abgeleitet werden.
    Ich vermute einen Mangel. Die beschriebene Konstruktion führt aus meiner Sicht mindestens dazu dass ein erhöhter Aufwand für Überprüfung und Instandhaltung entsteht damit das Blech immer komplett dicht bleibt und der Abfluss des Garagendachs nie verstopft. Entspricht die beschriebene Konstruktion den anerkannten Regeln der Technik?

    Auf die übrigen XPS-Platten wurde eine Armierung und Sockelputz aufgebracht. Möglicherweise wurde auch eine Dichtschlämme aufgebracht. Wie könnte ich herausfinden ob wirklich eine Dichtschlämme zwischen Armierung und Sockelputz vorhanden ist?
    Soweit ich den Kommentar zur DIN 18533 verstanden habe wäre das allerdings auch mit Dichtschlämme keine normgerechte Abdichtung da Dichtschlämme nur auf Betonuntergründen zulässig ist.
    Liege ich damit richtig?

    Einen Feuchteschutz für den Sockelputz gibt es ebenfalls nicht. Ein Mangel?

    Danke für eure Unterstützung.
     
  2. SIL

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    Gar nicht , ohne zerstören der Lagen.
    Nein.
    Das liegt am verwendeten Sockelputz , hier wäre das Fabrikat hilfreich.

    Du musst unterscheiden zwischen Bauwerksabdichtung und Feuchte/ Nässeschutz deines Putzes.
    Unverständlich, das ist jetzt erstmal keine nachvollziehbare Konstruktion.
    Könntest du das Material angeben.
    Glaskugel sagt Nein ohne weitere Angaben , Fotos , Schnitt und Material wären hilfreich und GU / GÜ / BT alles reiner Werkvertrag oder mit VOB?
     
  3. #3 Bauexpertenfrage, 26.08.2024
    Bauexpertenfrage

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    Danke für die Antwort.

    Im Kommentar zur DIN (Abdichtung von Bauwerken: Erdberührte Bauteile - Kommentar zur Normenreihe DIN 18533) in der Tabelle "Anwendungsbereiche der Abdichtungsbauarten" steht bei "rissüberbrückende MDS" als Fußnote "bei W1-E" nur auf Betonuntergründen".

    Außerdem steht in dem Kommentar: "Neuere Untersuchungen zeigen, dass mineralische Dichtungsschlämme (MDS) aufgrund der nur geringen Rissüberbrückungseigenschaften für die Verwendung auf nicht massiven Untergründen, wie z. B. auf Wärmedämmstoffen, nicht geeignet sind."

    Wäre eine MDS auf XPS aus deiner Sicht trotzdem zulässig?

    Leider nicht bekannt. Hier geht es mir um den Feuchte/ Nässeschutz. Ist der nicht unabhängig vom Sockelputz-Fabrikat Pflicht?

    Ich habe eine Skizze gezeichnet und ein Foto angehängt. Mir geht um die rot markierte Dichtbahn (Katja Sprint).

    Ist ein Werkvertrag nach BGB.

    1.JPG 2.JPG
     
  4. SIL

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    Nicht wenn der Sockelputz dies erfüllt wie exemplarisch ein Knauf SM PRO. ( Sockel SM PRO ) Insofern er im Aufbau entsprechend mit Gewebe verarbeitet ist.
    Diese ist m.W. nicht zugelassen als vertikale Bauwerksabdichtung im Außenbereich, diese hätte hier abgeschnitten werden sollen und mit einem zugelassenen Produkt angebunden werden sollen.

    Im Sinne klassischer Schlämme ( mineralisch ) definitiv nicht zulässig, hier wäre der Hersteller zu eruieren, um ein Ergebnis zu bekommen.
     
  5. #5 Bauexpertenfrage, 26.08.2024
    Bauexpertenfrage

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    Danke!

    Wäre denn diese Konstruktion mit einem zur vertikalen Abdichtung zugelassenen Produkt zulässig? Eine Abdichtung muss doch meines Wissens so konstruiert sein, dass sie nicht hinterlaufen werden kann. Hier leitet sie im schlimmsten Fall ja sogar sämtliches Wasser das von oben kommt ins Haus.
     
  6. #6 SIL, 26.08.2024
    Zuletzt bearbeitet: 26.08.2024
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    Abgesehen von der Führung die hier natürlich nicht korrekt ist , selbstverständlich muss deine Bauwerksabdichtung hinter deiner Putzebene liegen und nicht sinnfrei ragend irgendwo zusätzlich kommt ein nicht zugelassenes Produkt hinzu , was aber hier aufgrund des Einbaus obsolet ist , faktisch ist hier keine Bauwerksabdichtung gegeben , auch ist die notwendige Höhe über GOK hinfällig, weil ergo nicht vorhanden.
    Sry auf dieses offensichtliche bin ich vorab nicht eingegangen wie sieht überhaupt am Gebäude die Lösung aus mit Höhen und allseitig plus HT etc und Garage
    Was stellt eigentlich Dämmung mit Dichtbahn dar ( gelb )? auch Sprint?
     
  7. #7 Bauexpertenfrage, 26.08.2024
    Zuletzt bearbeitet: 26.08.2024
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    Noch mal vielen Dank für die Mühe!

    Wofür steht HT?
    OKRFB Haus und OK Garagenboden sind ziemlich genau auf gleicher Höhe. Um das Haus wird bis auf Höhe OKFFB aufgeschüttet mit Kiesstreifen/Gitter am Haus. Um die Garage wird bis auf OK Garagenboden aufgeschüttet. Entsprechend fällt die Aufschüttung um das Haus in Richtung Garage leicht ab. Vom Haus aus betrachtet fällt das geplante Gelände in alle Richtungen leicht ab.

    Das ist irgendeine andere schwarze Folie/Dichtbahn. Die wurde vor dem Gießen der Bodenplatte innen in die XPS-Schalung gelegt und dann außenrum verklebt. Sie bedeckt auf der Außenseite den sichtbaren Teil der Dämmung, ca. 15 - 20 cm. Unter der Bodenplatte liegt noch eine Perimeterdämmung. Diese ist aus Richtung Garage aber mit Schotter angeschüttet und nicht sichtbar. Unter dem Schotter ist nichts abgedichtet.
     
  8. #8 SIL, 26.08.2024
    Zuletzt bearbeitet: 26.08.2024
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    Haustür , das Abdichtungsthema betrifft alle bodentiefen / bodengleiche Öffnungen und natürlich auch die ggf vorhandenen Austritte insofern diese in der entsprechenden Höhe zu GOK befinden.

    So wie jetzt auf deinem Foto sichtbar, trägt die Aufschüttung ja bis in den verputzten Bereich , das funktioniert so nicht.
    Ich sehe keinen Sockel oder Ausbildung dessen.
    Auf dem Foto rechts Garage und links das Haus ?
    Du solltest hier bei deinem Unternehmer nochmals nachfragen wie er sich die notwendige Abdichtung vorstellt , bei der Garage ist das Fundament ( BPL ) ja umlaufend frei , bei Trennung zum Gebäude und Fertigteilgarage könnte dies noch halbwegs funktionieren, am Gebäude mit dem Überstand definitiv nicht, nun hast du Holzständerbauweise inwiefern ist denn die innere Kehle und der Überstand ausgebildet? Nur die Sprint so geführt ?
    Wurde vor Ort verputzt oder fertig geliefert? Ich empfehle dir dringend Rücksprache mit dem Planer und Hinzuziehen eines SV / Gutachter so in diesem deutlich ungeklärten Zustand würde eine Aufschüttung nicht dienlich sein und schon gar kein Kiesbett gegen die jetzige verputzten Oberflächen.
    Beispiele zur Ausführung eine wäre VHF
     

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  9. #9 Bauexpertenfrage, 26.08.2024
    Zuletzt bearbeitet: 26.08.2024
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    Bei der Tür wurde auch eine Bahn in die Schalung gelegt (wie die gelbe in der Skizze).

    Da täuscht vielleicht der Winkel des Fotos. Der Schotter endet an der Stelle ca. 20 cm unter der Hauswand. An anderen Stellen ist der Schotter noch nicht ganz so hoch angefüllt und der Sockel liegt rund 30 cm frei. Das war oben vielleicht etwas ungenau beschrieben. Für den Zutritt zum Haus soll der Übergang mit einem Gitter auf Höhe OKFFB realisiert werden. Sonstiges Gelände wird auch ungefähr bis OKFFB aufgeschüttet aber der Kiesstreifen direkt am Haus nur bis maximal 15 cm unter Unterkante Hauswand (also nur gegen das XPS).

    Ja

    Die Hauswand bildet einen Vorsprung von ca. 5 cm über die XPS-Dämmung der Bodenplatte. Meinst du das?

    Vor Ort.

    Werde ich tun. Danke!
     
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    Ja.
    Dann war dies ein Interpretationsfehler , gleichwohl sehe ich hier kein Abdichtungskonzept , zumal einige Fragen auch hinsichtlich des verwendeten Materials nicht geklärt sind, insofern m.M. zu deinem geschilderten BV.
     
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  11. #11 Bauexpertenfrage, 27.08.2024
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    Noch eine letzte Frage. Passt zwar nicht ganz zur Sockelabdichtung aber zur Katja Bahn: In der Produktbeschreibung der Katja Bahn stehen die Wände auf einer Mauersperrbahn. Bei uns wurde die Katja Bahn bis zum Rand der Bodenplatte geführt und in einem bestimmten Abstand am Rand der Bodenplatte "Holzplättchen" verlegt. Zwischen den Holzplättchen wurde am Rand der Bodenplatte eine Spachtelmasse aufgetragen. Auf diese Konstruktion wurden dann die fertigen Wände gestellt. Darf die Katja Bahn als Mauersperrbahn verwendet werden?
     
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    Ja 'massiv'
    Bei dir wäre aber Holzkonstruktion mit Schwellholz/ Fussholz , ergo mit Mörtel zulässig und entsprechenden Anschlüssen und Weiterführung.
     

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