Estrich erneuern - Estrichtyp und Wärmedämmplatten

Diskutiere Estrich erneuern - Estrichtyp und Wärmedämmplatten im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Hallo zusammen, da ich gerade dabei bin, mir Angebote für die Erneuerung unseres Estrichs im EG und OG einzuholen, habe ich einige Fragen, die...

  1. BUGEE

    BUGEE

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    Hallo zusammen,

    da ich gerade dabei bin, mir Angebote für die Erneuerung unseres Estrichs im EG und OG einzuholen, habe ich einige Fragen, die aufkamen, nachdem bereits einige Angebote zugeschickt wurden.

    Es soll in beide Stockwerke eine Fußbodenheizung verlegt werden.

    1. Wärmedämmplatten:
    Soll ich in jeder Etage Wärmedämmplatten (10-30mm?) verlegen lassen oder nur im EG?
    Ein Fachbetrieb, welcher vor Ort war, meinte, dass ich im OG keine benötige, da das EG beheizt ist. Er würde nur im EG eine Dämmplatte verlegen, im OG nur Trittschalldämmung.

    2. Estrich:
    Macht es wirklich einen Unterschied, welcher Estrich genommen wird?
    Ich habe unter anderem von verschiedenen Fachbetrieben unterschiedliches angeboten bekommen.

    z.B:

    Fachbetrieb 1: RapidoWitt Hochleistungszementestrich - CT-C30-F5 - H 40 mm dick, schwimmend
    Im EG:
    PE-RANDSTREIFEN 8/120 mm
    Schlüter-Bekotec-EN 23F
    PUR-Alu - (WLG 023)
    Bitumen-Kaltschweißbahn Bauder TEC KSA 3 mm
    Bitumenvoranstrich, Bauder BIT BM-VP Voranstrich-Emulsion Plus,

    Im OG:
    PE-RANDSTREIFEN 8/120 mm
    Schlüter-Bekotec-EN 23F
    Ethafoam SD 5 mm; extrudierter (PE) Polyethylen-Schaum, als Trittschalldämmung

    Fachbetrieb 2: Zementestrich CT-C20-F4, S 60 mm H 45mm, abgezogen und geglättet
    Polypropylenfaserbewehrung zur Reduzierung von Frühschwund- und Spannungsrissen als Zulage einbauen
    Estrichbeschleuniger

    Fachbetrieb 3: Estrich / Zementestrich

    Auch in Kombination mit den geplanten Fußbodenheizung bin ich mir nicht sicher, welches sich eher eignet.
    Beim RapidoWitt reagiert die FBH wohl schneller, da es dünner ist.
    Beim Zementestrich träger, da es dicker ist.
    Ist aber eigentlich mehr Masse nicht besser bei der Fußbodenheizung - auch wenn diese dadruch träger wird?
    Ich lasse die FBH doch sowieso durchlaufen und stelle nichts an den Thermostaten um.

    Gruß
    BUGEE
     
  2. nordanney

    nordanney

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    1. Ist ein dünn aufbauendes System nötig (Betrieb 1)? Du hast dort auch nur festgelegte Verlegeabstände für 14mm Röhrchen und kannst keine 5cm Abstände fahren.
    2. Ist Dir preislich egal, was verbaut ist (Betrieb 1 dürfte mit weitem Abstand die teuerste Variante sein)?
    3. Wer plant eigentlich die FBH? Finde ich viel spannender als die Aufbaufrage. Wenn Du im Bad z.B. nur Deine Temperaturen erreichst mit 5cm Verlegeabstand, ist Anbieter 1 schon mal raus.

    P.S. Schnell reagieren ist relativ.
     
  3. BUGEE

    BUGEE

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    Habe ich etwas übersehen oder wieso sind nur 14mm möglich? wegen dem Verlegeabstand habe ich anhand nicht auf dem Schirm.
    Ich dachte, ich kann da problemlos z.B. 16mm nehmen und je nachdem den Verlegeabstand niedrig halten.

    Ja, richtig. Betrieb 1 ist bei weitem mit Abstand das preislich höchste.
    Es ist mir preislich natürlich nicht egal, jedoch möchte ich es im Nachhinein nicht bereuen, wenn ich mich jetzt für was falsches entscheide.

    Da kommen die Tage einige Fachbetriebe vorbei und möchten sich das anschauen.
    Ansonsten werde ich, wie du bereits vorgeschlagen hast, einen Verlegeplan beim Ing Büro erstellen lassen.
     
  4. nordanney

    nordanney

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    Ist eine Systemplatte für 14mm Rohre und 75mm + ich glaube jeweils 50mm. Geschlossenes System.
     
  5. nordanney

    nordanney

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    Wenn du genug Höhe zur Verfügung ist, ist Anbieter 1 der falsche.
     
  6. Tikonteroga

    Tikonteroga

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    Ich würde das grundsätzlich auch so machen. Bei beheizten Wohnräumen über einem unbeheizten Keller würde ich Wärmedämmplatten (DEO) unter dem Estrich verlegen und bei beheizten Wohnräumen über beheizten Wohnräumen eine Trittschalldämmung (DES).

    In der Regel besteht die Ausgangssituation, dass
    1. ein bestimmter Außendurchmesser für die Rohre erforderlich ist,
    2. eine bestimmte Nutz- und Einzellast vom Estrich ausgehalten werden muss und
    3. Dämmschicht, Rohr-Außendurchmesser und Nenndicke des Estrich insgesamt eine bestimmte höhe nicht überschreiten dürfen.
    Zu dieser Ausgangssituation muss man dann eine geeignet Kombination aus Estrichart (Zementestrich, Calciumsulfatestrich, Calciumsulfat-Fließestrich) und Festigkeitsklasse (F4 oder F5) gefunden werden.

    Mir ist hier folgendes aufgefallen: Es wird eine Schlüter Bekotec EN 23 F Estrichnoppenplatte verwendet. Im Datenblatt für diese Estrichnoppenplatte wird abhängig vom Oberbelag eine Systemüberdeckung von 8-25 mm bzw. 15-25 mm zzgl. zu den 23 mm der Estrichnoppenplatte angeben. Man hat dir aber 40 mm angeboten. Das sind 15 mm höher als im Datenblatt angegeben. Die 40 mm sind in Verbindung mit der Estrichnoppenplatte anscheindend nicht erforderlich. Möglicherweise kannst du hier mind. 15 mm sparen und stattdessen die Dicke der Dämmschicht erhöhen. Aus dem Datenblatt war aber nicht ersichtlich mit welcher Systemüberdeckung der Aufbau welche Einzellast aushält. Könnte sein, dass der Mindestwert von 8 bzw. 15 mm für den Wohnbereich bereits ausreichend ist. Das würde dann im Vergleich zu den 40 mm das Heizverhalten beeinflussen...

    Man müsste auch nicht unbedingt die 5 mm Trittschallunterlage verwenden, man kann auch eine dickere Trittschallunterlage von einem anderen Hersteller wie z.B. Knauf oder ISOVER verwerwenden. Sie darf eine Zusammendrückbarkeit von höchsten 3 mm haben.
     
  7. Fabian Weber

    Fabian Weber

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    Alle angebotenen Estriche sind Zementestriche.

    Dir wurden aber unterschiedliche Estriche hinsichtlich der Druckfestigkeit und Biegezugfestigkeit angeboten.

    Auf was beziehen sich die Aufbauhöhen? Die Estrich-DIN fordert 45mm über FBH-Rohr. Mir scheint, dass alle angebotenen Aufbauten gegen die DIN-Norm verstoßen, was nicht unbedingt falsch sein muss, aber den Hinweis wollte ich schon geben.
     
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