Wasserschaden incomming? Terrasse zu hoch und Gefälle zur HS-Tür

Diskutiere Wasserschaden incomming? Terrasse zu hoch und Gefälle zur HS-Tür im Praxisausführungen und Details Forum im Bereich Architektur; Hallo zusammen, ich stehe auf meiner Baustelle aktuell vor einem massiven Höhen- und Gefälleproblem beim Neubau einer Hochterrasse (Betonplatten...

  1. David19XX

    David19XX

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    Hallo zusammen,
    ich stehe auf meiner Baustelle aktuell vor einem massiven Höhen- und Gefälleproblem beim Neubau einer Hochterrasse (Betonplatten im Splittbett von L-Steinen eingefasst) und benötige eine fachliche Einschätzung zur schwere des Problems und der Mängelbeseitigung.

    Der Ist-Zustand (Die Geometrie):
    Abmessungen: Terrassentiefe vom Haus bis zu L-Steinen beträgt ca. 3,50 m; bis zur Blockstufentreppe 2,60 m.
    An einer 4,50 m breiten Hebeschiebetür (HS-Tür) schließt die Fläche an.

    Höhenfehler am Haus:
    Das fertige Pflasterniveau liegt aktuell ca. 2,5 cm HÖHER als die Aluschwelle der HS-Tür. Die Schwellenentwässerung ist blockiert.

    Gefällefehler:
    Die gesamte L-Stein-Stützmauer wurde mot dem ersten Stein bereits 1cm oberhalb der Türschwelle gesetzt und steigt Richtung Blockstufentreppe auch noch an und liegt am Ende 3-4cm oberhalb der Türschwelle.Auf den ersten 200 cm vor dem Fenster fällt das Pflaster aktiv zum Haus hin ab (Gefälle rückwärts zur Tür). Es wurde eine Art Gefällebruch / Wasserscheide eingebaut.

    Das mathematische/bauliche Problem:
    Am Ende der 2,60 m tiefen Terrasse schließt die Fläche an eine fix einbetonierte Blockstufentreppe und L-Steine an.
    Wenn ich das Gefälle nun fachgerecht umkehre (1 % Mindestgefälle vom Haus weg), verliere ich auf die 2,60 m Tiefe ca. 2,6 cm an Höhe.
    Da das Pflaster am Haus aber bereits 2,5 cm zu hoch startet, bedeutet das: Am Übergang zur Treppe würde das Pflaster so weit ab, dass die fixierte erste Blockstufe/der L-Stein plötzlich knapp 5,4 cm zu hoch aus der Fläche herausragen würde. Einfach Pflaster neu mit korrektem Gefälle legen geht also nicht so einfach.

    Bisheriger "Lösungsvorschlag" der ausführenden Firma:
    Es wurde eine Schlitzrinne direkt vor die HS-Tür vorgeschlagen die das Wasser seitlich in ein großes Drainage-/Kiesbett hinter den L-Steinen ableiten soll. Das Rückwärtsgefälle zum Haus soll so bleiben, das Pflaster auf den letzten 20 cm extrem steil (knapp 13%) zur Rinne hin abgekippt werden.

    Meine Fragen sind daher:
    Ist ein Pflasterniveau im "Plus" (+2,5 cm über Schwellen-/Austrittsoberkante) in Kombination mit einer Schlitzrinne und Rückwärtsgefälle überhaupt noch zulässig und technisch sicher (keine Lust auf Wasser im Wohnzimmer) oder ein glatter Mangel?

    Was kann ich realistisch von den Gala-Bauern als Lösung erwarten?

    Welche Lösungen seht ihr noch?
    Vielen Dank für eure fachlichen Ratschläge!
     

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  2. ichweisnix

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    Pflaster raus und nochmal neu. Ganz einfach.
     
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    Hinweis: Wenn eine nicht überdachte Terrasse vor einer Hebeschiebetür mit Nullschelle/Flacher Schwelle richtig ausgeführt ist, braucht es Gewöhnlich "Sowieso" eine Entwässerungsrinne nach "Norm..." ...eine einfache Schlitzrinne wird bei einem entsprechenden Starkregen Ereignis nicht mal da reichen.
    Hinweis: "Sowieso" = "Sowieso kosten" = Kosten die der Bauherr/Auftraggeber/... gewöhnlich immer bezahlen muss auch wenn z.B. Planer/Auftragnehmer/Bauunternehmer/... da was nachweislich vergessen oder falsch geplant oder gebaut haben.
     
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  4. Berndt

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    alles sofort raus, der erste Sommerregensturm lässt euch absaufen .
    Voll die Fehlplanung (PLANUNG ???)
     
  5. David19XX

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    Das ist mir klar. In Abstimmung mit den Ausführunden hatten wir darauf verzichtet, da Gefälle 1-2% geplant und Plattenniveau natürlich unterhalb der Türschwelle geplant war und das dazu Ostseite ist.
    In der Form wie es jetzt ausgeführt wurde ist das natürlich unmöglich und die Rinne ist zwingend erforderlich wegen der falschen Geländemodelierung und Höhe der L-Steine und Treppe. Sind das dann immer noch sowieso-Kosten oder die Ursache die falsche Ausführung und somit zu Lasten der Gala-Bauer?
    Reicht die Rinne denn überhaupt bei der jetzt vorliegenden Situation oder ist das mit Rinne eigentlich nicht zu retten?
     
  6. David19XX

    David19XX

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    Das Problem ist, dass wenn man Platten korrekt setzt, man dann ca. 5-6cm unterhalb der Blockstufentreppe und L-Steine landet, weil die mit falscher Höhe gesetzt wurden.
    Man hat also ne wunderbare Stolperfalle und Optisch ist das auch ne Katastrophe.

    Oder meinst Du Treppe und L-Steine auch neu setzen.
    Befürchte bei dem Vorschlag zeigen die mir nen Vogel...
     
  7. Fred Astair

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    Wer kommt hier auf 1%?
    Ich empfehle eine leistungsfähige Bodenentwässerung im Wohnzimmer.
     
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  8. Fred Astair

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    Soweit Du nicht selbst der Urheber dieser Verplanung bist, solltest Du überhaupt keine Vorschläge machen. Die fallen Dir auf die Füße: "War vom Bauherren so gewollt."
     
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  9. nordanney

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    Wer ist "man"? Du meinst den Gala-Bauer, der die Höhe falsch umgesetzt hat? Und das soll jetzt Dein Problem werden? Bei normalem Wetter wird das funktionieren, vielleicht sogar mal über Jahre mit Glück. Aber irgendwann kommt der Moment, wo Du viel Spaß mit viel Wasser im WoZi haben wirst.
    Ja, das ist dann der Moment, wo Du sagst "Hätte ich mich damals ruhig mit dem Gala-Bauer gestritten. Jetzt ist die Kacke am dampfen...".

    Vielleicht kann man die L-Steine so lassen wie sie sind und pragmatisch dort ein 20cm breites Beet setzen, so dass der Höhenunterschied nicht mehr auffällt. Also lieber an der anderen Seite frickeln - aber nicht am Übergang zum WoZi.
     
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  10. David19XX

    David19XX

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    Der Vorschlag der Gala-Bauer war jetzt:
    Wir setzen da ne Schlitzrinne, die sieht man kaum und das Gefälle zum Haus ist so gering und betrifft ja nur die Terrassenfläche direkt vor der Tür, da müsse ich mir keine Sorgen machen mit dem Wasser. Das meiste würde ja auch über die Fugen in das Splitbett versichern.

    Das ist bisher der einzige Vorschlag der gemacht wurde.

    Ich selbst habe noch nichts zugestimmt oder zugeschlagen, deshalb hoffe ich hier auf Vorschläge und Rat ❤️.
     
  11. profil

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    Das wird oft so gewünscht/beauftragt/Ausgeführt/... aber das Risko bleibt...

    Rechtsfragen beantworte ich grundsätzlich nicht.
     
  12. David19XX

    David19XX

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    Das kann ich verstehen. Dann rein fachlich:
    Ist Ausführung und Lösungsvorschlag technisch akzeptabel?
    - unabhängig von irgendwelchen Sowieso-Kosten, wo anscheinend unklar ist, ob die hier zutreffend sind oder nicht?
     
  13. #13 profil, 24.05.2026 um 18:00 Uhr
    Zuletzt bearbeitet: 24.05.2026 um 18:46 Uhr
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    Nein.
     
  14. nordanney

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    Unabhängig davon, dass es nicht zulässig ist, frag mal deinen gesunden Menschenverstand. Heftiger Starkregen - Sagen wir mal 30mm in einer Stunde. Das sind dann etwa 5.000l auf der Terrasse mit Gefälle zur Tür. Das schaffen die Schlitzrinne und die Fugen?
     
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  15. Baggerbedrieb

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    Habe herausgefunden wie man den Wohnort ändert.
    Genau das. Den Fehler haben die verbockt und dann einfach weiter gebaut. Hätte man richtig geplant gar nicht erst gemacht, oder frühzeitig bemerken und korrigieren können.
     
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  16. David19XX

    David19XX

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    Da gehe ich in der Theorie mit.
    Aber der Aufwand 540kg schwere und hinterfüllte L-Steine (130x100cm) neu zu setzen kommt einem Abriss und Neubau gleich. Das ist vermutlich mehr Arbeit, als sie initial mit dem setzen der Steine hatten und da machen die einfach nix stattdessen. Bis hier ne Klage oder was auch immer durch ist sind 3 Jahre vergangen...

    Ich glaube "realistisch" scheint der Vorschlag von @nordanney und "nur" die Blockstufentreppe wird neu gesetzt.
    Der Versatz zu den L-Steinen dann mit Pflanzkübeln oder Beleuchtung kaschiert und Stolperfallen blockiert.

    Gibt es irgendeine technische realistische Möglichkeit die vom Haus entfernte L-Stein-Mauer horizontal sauber um 7cm zu kürzen und dann evtl, mit nem Betonschleifer sauber abzuschleifen oder ist das Wunschdenken?

    Oder L-Steine kürzen und Platten über/auf die Schnittkannte? - Wobei das auch nach Mist aussieht, da die Eckelemete zweiteilig sind und ich daher die Platten gar nicht sauber dazwischen setzen könnte.

    Es ist zum :mauer
     
  17. hampshire

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    Genau das wäre die Lösung, die ich ansprechen würde. Das geht ziemlich ins Material, denn Betonsteine sind sehr widerstandsfähig. Man muss auch damit rechnen, auf eine Armierung zu stoßen. In dem Fall müsste ein Witterungsschutz durch Überdeckung mit Beton erstellt werden. In wie weit sich dieser Aufwand gegenüber einem Neusetzen lohnt ist eine Frage der zu kürzenden Länge.

    Es ist ein lösbares Problem. Nur nicht innerlich verhärten, das macht niemanden glücklich und ärgert im ungünstigen Fall über mehrere Jahre.
    Ich kenne viele Menschen, denen es sehr wichtig ist, eine Schuldfrage zu klären (am besten nicht man selbst) und strickt eine 100% Korrektur zu fordern, notfalls mit Anwalt. Manche haben tolle „Siege“ errungen und sind stolz auf ihre Durchsetzungskraft. Keiner von denen hat ein Talent dazu, ein zufriedenes Leben zu führen.
    Du baust ein Haus, in dem Du lebst. Nur so ein Gedanke: Helfe nicht dabei, Dir das madig zu machen, weil eine Terrasse nicht wird, wie sie soll.
     
  18. Fabian Weber

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    Man könnte auch eine Schlitzrinne mitten in der Fläche über die gesamte Terrassenbreite anlegen und dann von beiden Seiten das Gefälle dorthin ziehen.

    Das wäre die einfachste Lösung.

    Die Rinne allerdings anschließen und ableiten.
     
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