Bau-Turbo-Pakt

Diskutiere Bau-Turbo-Pakt im Sonstiges Forum im Bereich Haustechnik; Und wenn das GEG wirklich so durchkommt...wenn Vermieter auf Kosten sitzen bleiben...werden die Wohnungen im selben Haus leer stehen bleiben Nein...

  1. #161 BaUT, 26.05.2026 um 06:34 Uhr
    Zuletzt bearbeitet: 26.05.2026 um 08:47 Uhr
    BaUT

    BaUT

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    Nein nein - das ist Schwarzmalerei.
    Niemand wird seine Mietshäuser verkaufen oder leer stehen lassen, nur weil er jetzt gezwungen werden könnte seine energetisch abgefuckte Immobilie endlich auf Stand zu bringen.
    Ohne ordentlich Startkapital zur Deckung aller Erwerbsnebenkosten und Instandsetzungskosten (Modernisierung) wird das für Otto Normalverbraucher nix.
     
  2. Fasanenhof

    Fasanenhof

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    Wer ernsthaft mit "CO2-Abgabe" und "Klimazielen" argumentiert, dem kann das Thema Wohnungsbau nicht so wichtig sein. Bau ist die Energie und CO2-intensivste Industrie. Rund 1Tonne CO2 je Tonne Zement, der Energiebedarf für Ziegel- und Glasherstellung und natürlich das Dinosaurierextrakt, welches in alle Kunststoffelemente geht...

    Also eigentlich ist alles perfekt. Wir sparen unendlich CO2, in dem wir nicht bauen und nicht modernisieren.
     
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  3. BaUT

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    Erklärbär
    Ich verstehe deine Argumente nicht:
    Meinst du wir sollten uns zum Zwecke des Klimaschutzes in ein vorindustrielles Zeitalter zurückversetzen?
    Wir nutzen einfach nur noch was schon da ist, das wäre doch am sparsamsten!?
    Und Wohnen in den Großstädten wird dann ein Privileg derjenigen, die es sich leisten können?
    Sozialwohnungen für Menschen ohne "ausreichendes Einkommen" gibt es dann nur noch auf dem Land, in Regionen wo Wohnen noch billig ist?

    Bei einer Sache bin ich dabei: Marktwirtschaft ist weder auf Umweltschutz noch auf Ressourcenschonung ausgerichtet sondern auf ständiges Wachstum und Gewinnmaximierung. Das ist kein zukunftsfähiges Konzept. Jeder sollte vielleicht mal drüber nachdenken: "Brauche ich den ganzen Scheiß den mir die Werbung aufdrängt und den ich konsumiere wirklich?!"
     
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  4. C. Schwarze

    C. Schwarze

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    Die Aussage merke ich mir.
    Mal sehen was die Zeit da so mitbringt.
    Wenn man unterm selben Dach wohnt, ists ja nicht so schwer nen 2. Klingelschild anzubringen und ne Blume ins Fenster zu stellen.
    Wer nicht unbedingt drauf angewiesen ist, wird feststellen, das man Gesundheit und Ruhe nicht kaufen kann.
     
  5. Fasanenhof

    Fasanenhof

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    Ich meine nicht, das ich das will.
    Da dieses Paradoxon aber durch politische Entscheidungen so entstanden ist, scheint das demokratischer Konsens zu sein. Auch wenn "ich" das nicht will, ist das anscheinend politischer und gesellschaftlicher Konsens. Wir haben genau diese Situation herbeigewählt, da kann man auch zu stehen.

    Aber stattdessen wird von der Regierung, Politik und Industrie erwartet, aus dem bestellten grünen Dreieck ein blaues Quadrat zu zaubern... aber bitte nur mit drei Ecken und nur mit grüner Farbe.
     
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  6. Tikonteroga

    Tikonteroga

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    Heißt das dann nicht übersetzt:

    Eine Erscheinung, die dem allgemein Erwartetem, der herrschenden Meinung oder Ähnlichem auf unerwartete Weise zuwiderläuft oder beim üblichen Verständnis der betroffenen Gegenstände bzw. Begriffe zu einem Widerspruch führt, scheint demokratischer, politischer und gesellschaftlicher Konsens zu sein.
     
  7. hampshire

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    In unserer Gemeinde ringen wir um die Umsetzung des Bauturbos und eine Satzung, die die Möglichkeiten der Vereinfachung nutzt und den Risiken der Unkontrollierbarkeit insbesondere im Außenbereich begegnet. Man kann den Bauturbo hier und da als Planungsersatzinstrument einsetzen - z.B. Genehmigungen erteilen, ohne einen Bebauungsplan ändern zu müssen. In städtisch geprägtem Raum mag das hier und da Vorteile bringen, wenn es beispielsweise um Aufstockungen geht. Im ländlichen Bereich ist der Nutzen überschaubar. Die Erwartungshaltung von Wiesenbesitzern im Außenbereich ist mitunter hoch - mal für das Bauen für die Kinder, mal zum Vergolden als Bauland. Die Sorge von Menschen, die in Ortsrandlage wohnen zugebaut zu werden und Wertverlust zu erleiden grassiert ebenfalls. Dass es (richtigerweise) nicht möglich ist, Schutzgebiete mit dem Bauturbo zu öffnen bleibt oft unverstanden und sorgt für völlig unnötigen Kommunikationsaufwand und Verdruss. In unserer Gemeinde steigt der Aufwand enorm und die Projekte, die über den Bauturbo als Planungsersatzinstrument abkürzen werden kann, würden in unserer Gemeinde auch ohne Bauturbo genehmigt und realisiert werden können.

    Wenn es wirklich um das Schaffen von Wohnraum als politische Aufgabe im Sinne der Versorgung geht, ist der Bauturbo ein Schuss in den Ofen. Was sinnvoll wäre, wären Programme, die es möglich und attraktiv macht, dass Menschen, die mehr Wohnraum haben, als sie brauchen und wollen diesen zugunsten einer geeigneteren Wohnsituation zu verlassen. Vor Ort, in bleibendem sozialen Umfeld, altersgerecht und ohne unüberschaubare Kosten und Logistik... .
     
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