Brauchwasserwärmepumpe im Neubau + Verzicht auf Pufferspeicher

Diskutiere Brauchwasserwärmepumpe im Neubau + Verzicht auf Pufferspeicher im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo zusammen, ich baue aktuell neu und habe inzwischen die ersten Angebote von drei Installateuren erhalten. Alle drei planen grundsätzlich den...

  1. AstraRotlicht

    AstraRotlicht

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    Hallo zusammen,

    ich baue aktuell neu und habe inzwischen die ersten Angebote von drei Installateuren erhalten. Alle drei planen grundsätzlich den gleichen Aufbau: Wärmepumpe + Heizungs-Pufferspeicher parallel + Warmwasserspeicher. Lediglich die Hersteller der einzelnen Komponenten unterscheiden sich. Einer setzt auf Buderus, der andere auf Bosch (ist ja letztendlich das Gleiche) und der dritte auf Tecalor. Die angebotenen Pufferspeicher haben ein Volumen von 120–200 Litern, die Warmwasserspeicher liegen zwischen 230 und 300 Litern.

    Jetzt beschäftigen mich zwei Themen bzw. Ideen:

    1. Pufferspeicher weglassen bzw. nur einen kleinen Reihenpuffer verwenden

    Nachdem ich mich inzwischen etwas intensiver mit der Materie beschäftigt habe, finde ich die Idee interessant, ganz auf einen Heizungs-Pufferspeicher zu verzichten oder stattdessen nur einen kleinen Reihenpuffer einzusetzen. Wie steht ihr zu diesem Thema?

    Laut GEG-Nachweis habe ich ca. 230 m Fußbodenheizungsrohr. Mir ist bewusst, dass dafür die Einzelraumregelung (ERR) deaktiviert werden sollte. Das wäre für mich aber kein Problem, da ich ohnehin keine Raumthermostate installieren möchte und alles über KNX und Home Assistant steuern bzw. regeln will.

    2. Brauchwasserwärmepumpe statt Warmwasserspeicher

    Wie seht ihr den Einsatz einer Brauchwasserwärmepumpe anstelle eines klassischen Warmwasserspeichers?

    Bei mir befindet sich die gesamte Haustechnik – also ein kleiner Serverschrank, der Wechselrichter + Energiespeicher sowie die Inneneinheit der Wärmepumpe – im Hauswirtschaftsraum. Dort entsteht im Sommer natürlich eine gewisse Abwärme, außerdem steigt durch das Trocknen der Wäsche auch die Luftfeuchtigkeit. Deshalb frage ich mich, ob eine Brauchwasserwärmepumpe diesen Effekten zumindest teilweise entgegenwirken könnte. Zusätzlich verspreche ich mir davon eine höhere Effizienz bei der Warmwasserbereitung.

    Ich würde einfach gerne ein paar Meinungen zu beiden Themen hören. Welche Erfahrungen habt ihr gemacht und wo seht ihr die jeweiligen Vor- und Nachteile?

    Viele Grüße
     
  2. nordanney

    nordanney

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    Ich bin ein Freund, Puffer komplett wegzulassen - was ich auch schon 1x im Betrieb mit FBH und 1x im Betrieb mit HK bei mir selbst umgesetzt habe (jeweils Pana WPs). Wird von Herstellern aber gerne als Pflicht angesehen, um mögliche Planungsfehler zu kaschieren.
    Lass Dich doch direkt von den ERR befreien. Dann brauchst Du sie gar nicht erst installieren lassen.
    Kann man machen. Aber warum zwei WPs installieren (lassen), wenn auch eine reicht? Sehe es beim Neubau als unnötig an. Kannst es Dir ja mal finanzielle durchrechnen, ob das Invest überhaupt Sinn machen kann. Also komplette Installation einer BWWP dem Verzicht auf einen WW-Speicher gegenüberstellen.
    Ja, könnte sie. Nötig?
    Ja, wird sich aber voraussichtlich nicht wirklich spürbar im Portemonnaie niederschlagen. Wenn Die BWWP am Ende 2k Aufpreis ist und Du im Jahr 50€ sparst (das wird es gar nicht werden, lässt sich aber einfacher rechnen), brauchst Du schon 40 Jahre, damit die in den Win-Bereich kommst. Wie gesagt, ein Rechenspiel...

    Anmerkungen:
    Wow - was ist das für ein Haus? Bei meinen 120qm bin ich im km-Bereich (knapp KfW 40).
    Wer darf das WW nutzen? Familie mit 4 kleineren Kindern oder DINKs?
     
  3. chris84

    chris84

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    Der einzige Unterschied ist: Die BWWP zieht die Wärme aus dem Raum, einen Warmwasserspeicher hats in beiden Fällen!
    Den Mehrwert, den du durch Entfeuchtung / Kühlung im Sommer im HTR hast, verlierst du im Winter, wenn die Wärme in dem Raum nicht reicht fürs Brauchwasser. Dann transportiert die "große" WP die Wärme erst ins Haus, und dort transportiert die kleine WP sie ins WW.

    Wäsche trocknen im Gebäude kannst du im Neubau (d.h. ohne die typische stark verlustbehaftete fossile Heizung) eh quasi vergessen. Warum? Die Feuchte muss raus - d.h. entweder gleich draußen trocknen, oder einen WP-Trockner anschaffen. Der heizt den Raum, in dem er steht allerdings zusätzlich.

    Wenn der WP-Trockner auch im Winter 1-2x am Tag im HTR läuft, hast du allerdings schon ~2kWh Wärme, die die BWWT konsumieren kann ;-)

    Bei Trockner, PV-WR, PV-Speicher, WW-Speicher und Servertechnik im HTR brauchst du vermutlich im Sommer sowieso eine technische Entwärmung, da wird die BWWP vermutlich alleine nicht reichen, wenn du nicht gerade einen sehr großen WW-Durchsatz hast. An heißen Sommertagen wie letzte Woche war der WW-Bedarf unserer 4-köpfigen Familie auf <2kWh/Tag gesunken, da alle so kalt wie möglich geduscht haben...
     
  4. Holzhaus61

    Holzhaus61

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