Wechsel von Gasheizung (9 Jahre) auf Luftwärmepumpe

Diskutiere Wechsel von Gasheizung (9 Jahre) auf Luftwärmepumpe im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; 6 Jahre und ökologisch? Ja. Der Energieaufwand für den Bau einer Gastherme spielt im Vergleich zum laufenden Betrieb praktisch keine Rolle. Das...

  1. Cybso

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    Ja. Der Energieaufwand für den Bau einer Gastherme spielt im Vergleich zum laufenden Betrieb praktisch keine Rolle. Das ist im Wesentlichen nur in Form gebrachtes Metal, das auch sehr gut recycled werden kann

    Ist beim Auto übrigens ähnlich. Am ökologischsten ist ein Verbrenner, wenn er nicht mehr gefahren wird, egal wie alt das Fahrzeug ist
     
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  2. nordanney

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    Das ist pauschal genauso richtig wie falsch. Tatsächlich muss man bei einer so jungen Therme rechnen, um der WP einen Vorteil zuzuschreiben. Du musst tatsächlich berechnen, ob der Betrieb der WP durch die CO2-Einsparung tatsächlich die Amortisation bringt. Denn nach so kurzer Zeit steckt verdammt viel graue Energie noch in der Gastherme. Produktion, Material, Transport usw.
    Aber tatsächlich ist sehr häufig auch in diesem Alter die WP auf Dauer die ökologischere Variante, auch wenn es ökonomischer Unsinn sein mag.
    Ähnlich, aber nicht wirklich vergleichbar. Ein altes Auto weiterzufahren kann sich bei sehr moderater Fahrleistung tatsächlich als deutlich ökologischer herausstellen, als ein neues Auto zu produzieren und dann mit weniger Schadstoffausstoss unterwegs zu sein. Und damit ist das alte Auto sehr häufig ökologischer, wenn man es weiterhin fährt, als ein neues bauen zu lassen und dieses dann zu kaufen/zu fahren.
     
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  3. Cybso

    Cybso

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    Ich habe leider nie exakte Zahlen dazu gefunden. Für die Produktion einer Tonne Stahl werden aber ca. 500 kWh Energiebedarf angeben, zum Beispiel hier:

    Energie - Lech Stahlwerke

    Dazu kommt noch Gewinnung und Transport. Für Kupfer hab ich eine Angabe von 10kWh/kg insgesamt gefunden, also 10000kwh pro Tonne. Gehen wir mal von 1/3 Kupfer, 2/3 Stahl aus und runden großzügig auf, dann kommt man irgendwo bei 5000kWh pro Tonne raus. Macht bei einem Gewicht von 50kg etwa 250kWh. Selbst wenn diese Zahl um den Faktor 10 daneben liegt entspräche dies nicht einmal dem Verbrauch eines kleinen Hauses in einer Saison. Oder hab ich hier irgendwo einen Denkfehler?
     
  4. nordanney

    nordanney

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    Dafür konkret rechnest Du gut. Aber tatsächlich fehlen noch Lieferwege, Elektronik aus der ganzen Welt usw.
    Aber ja, deshalb sagte ich ja, dass häufig die Ökobilanz der WP gewinnt, aber sie ökonomisch verlieren mag (weil Du auch eher schon die zweite WP hast, bevor die erste Therme stirbt).

    Ich habe nen Öler aus den 90er getauscht. Da stellt sich die Frage gar nicht mehr.
     
  5. chris84

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    Da bin ich bei dir. In einer Gastherme steckt wahrlich nicht viel graue Energie, das ist Blech-Leichtbau (nicht vergleichbar mit einem alten Gusskessel) und nur sehr wenig Elektronik. Aus ökologischen Gründen kann die meines Erachtens schon kurz nach der Inbetriebnahme rausfliegen. Insbesondere dann, wenn eine Alternative gerade in der für Gasthermen ineffizienten Übergangszeit vorwiegend Sonnenstrom nutzen kann. Da wird in einem Jahr schonmal schnell mehr Gas-Energie ungenutzt zum Kamin raus befördert, als für die Herstellung gebraucht worden ist.

    Bei einem Auto sieht die Sache anders aus. Das kann man aus ökologischen Gesichtspunkten aber auch einfach stehen lassen, denn es gibt i.d.R. Alternativen. Das wird beim Beheizen eines Wohngebäudes hingegen eher schwierig. Wenn man aber z.B. schon ne Klimaanlage hat, auf die man zurückgreifen kann, sieht die Sache wieder anders aus, dann überwiegt der Nachteil der Neuproduktion.
     
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  6. BaUT

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    Mein Öler aus den 90ern läuft auch noch und ich spar mir den Heizungstausch bis ein leise LWP für den Altbau erfunden wurde, die ich mir direkt auf das Flachdach meines Schlafzimmers stellen kann.
     
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  7. chris84

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    Welche Ressourcen werden denn bei einer WP "verschwendet"? Wenn ich mir das Gerät so anschaue, lassen sich - ganz im Gegenteil zu dem Gas, das von einer Gastherme unwiederbringlich verbrannt wird - so ziemlich alle Ressourchen in dem Kasten recyclen und wiederverwenden...

    Wenn man sich so die Edelmetalldichte und den globalen Warentransport anschaut, dürfte der Ressourcenverbrauch durch die üblichen Lebenszyklen der mehr oder weniger unnötigen Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik deutlich höher sein, als der einer WP, die eine 6 Jahre alte Gasheizung ersetzt, und danach 15 Jahre läuft...
     
  8. yakob

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    Sehe ich ähnlich. In fünf Jahren kann sich bei Wärmepumpen technisch und preislich noch einiges tun. Eine funktionierende Therme jetzt rauszureißen, nur um früher umzusteigen, wäre für mich schwer zu rechtfertigen. Interessant ist, ab welchem Alter ihr einen Austausch ernsthaft planen würdet?
     
  9. Cybso

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    Ich finde es lustig, dass immer noch so getan wird, als ob Wärmepumpen eine völlig neue Technologie seien, nur weil wir in Deutschland erst so spät eingestiegen sind^^ In den skandinavischen Ländern wurde die Wärmepumpe zur Gebäudeheizung bereits in den 90er Jahren gefördert und hat sich dort längst durchgesetzt. Die Technik selbst ist 200 Jahre alt, so viel wird sich da nicht mehr tun.

    In den fünf Jahren, die du warten würdest, hätte unsere Gastherme weitere 10 Tonnen CO2 in die Atmosphäre geblasen. Das Geld war da, also warum nicht? Wie gesagt, bei der Küche fragt auch niemand nach der Amortisationsdauer ;-)
     
  10. chris84

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    genau mein Motto, wenn es darum geht, ein Auto zu kaufen. Ergebnis: Ich hab bis heute noch keins, weil in 5 Jahren wirds vermutlich besser (und - das hat die Erfahrung gezeigt - ) definitiv NICHT günstiger :mauer
    Im Gegensatz zur Heizung kann ich aufs Auto aber sehr gut verzichten.
    Wenn ich eine Gastherme hätte, die jünger als 10 Jahre ist, dann würde ich mich heutzutage selbst mit allem bestrafen was mir zugänglich ist, für den fatalen Fehler, den ich damals gemacht hätte :boxing:closed:
     
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  11. Cybso

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    Unsere Buderus WLW ist im Betrieb praktisch nicht zu hören und steht direkt unter unserem Schlafzimmerfenster. Allerdings wiegt die Außeneinheit 150kg, ob das dein Flachdach mitmacht und warum die ausgerechnet da drauf soll, wirst du selbst am besten wissen. Bei einer Nicht-Monoblock-Anlage dürfte das Gewicht aber niedriger sein.

    Im Altbau-Szenario würde ich überlegen, statt auf LWWP vielleicht eher auf Klimaanlagen zu gehen:

    Heizen mit Klimaanlagen | Die wunderbare Welt von Isotopp
     
  12. Tikonteroga

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    Du als Privatperson musst dich ja auch nicht wirtschaftlich verhalten. Du kannst auch andere Kriterien wie den CO2-Ausstoß nach persönlicher Präferenz höher gewichten. Der Staat muss jedoch bei Verpflichtungen gegenüber den Bürger das Wirtschaftlichkeitsgebot beachten, wobei Wirtschaftlichkeit halt auch eine Frage der Definition und der Deutungshoheit ist...
     
  13. Cybso

    Cybso

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    Ich hab keinen Schimmer wie du jetzt auf den Staat kommst. Der spielte in der gesamten Diskussion in diesem Thread keine Rolle, und auch Habeck hatte niemals vor, in deinen Keller zu kommen und deine Heizung raus zu reißen, auch wenn das einige Parteien und Medien so dargestellt haben.
     
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  14. driver55

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    Ein Vergleich der mächtig hinkt.
     
  15. Cybso

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    Warum? Das eine macht das Essen warm, das andere die Bude. Aber Geld bringt keines davon ein. Trotzdem kaufen sich viele nach X Jahren eine neue Küche, obwohl es die alte noch tut. Wir sind es nur in manchen Bereichen gewohnt, dass sich eine Investition finanziell "lohnen" soll, während es uns in anderen Bereichen völlig egal ist.
     
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  16. Tikonteroga

    Tikonteroga

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    Es ging mir darum, dass du frei entscheiden kannst, ob du dir eine Wärmepumpe kaufst oder nicht, ganz egal wie alt deine alte Gasheizung war. Das wurde ja teils kritisiert. Im übrigen gab es damals einen Entwurf des Gebäudeenergiegesetz, der Fristen in einer Staffelung festgelegt hatte, zu denen Brennwert- und Niedrigtemperaturheizkessel mit einem bestimmten Alter nicht mehr betrieben hätten werden dürfen. Deshalb gab es ja dann vermutlich diese öffentliche Kritik. Soweit ich mich erinnere, "hätte" ich dann meinen Niedrigtemperaturkessel bis 31.12.2026 "rausreißen" müssen.
     
  17. chris84

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    Da haben wir wieder eine der typischen Fakenews. Das war nie Bestandteil der Entwürfe, erst 2045 wäre Ende der fossilen Verbrennung, ohne näher zu beschreiben, wie das Ende genau aussieht. Das Ende wäre schlichtweg durch die Verhinderung des Neueinbaus von fossilen Heizungen herbeigeführt worden.

    Die Austauschpflicht betraf nur Konstanttemperaturkessel unter verschiedenen Bedingungen. Eine wirklich "harte" Anforderung traf eigentlich nur auf selbige beim Wechsel des Gebäudeeigentümers zu, aber das war auch nix neues der Rot-grünen Regierung.

    Der Sturm kam nur auf, weil sich ähnlich wie beim "Verbrennerverbot" jemand erdreistet hat, eine zukunftsfähige Vision jenseits der rein monetären Interessen aufzustellen.
     
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  18. Cybso

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    Und genau darum geht es seit dem Start dieses Threads.

    Nope. Dein Niedrigtemperaturkessel war nicht einmal von der Austauschpflicht nach 30 Jahren betroffen. Du hättest nur keinen neuen einbauen dürfen, wenn der kaputt geht und nicht mehr zu reparieren gewesen wäre.
     
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  19. Tikonteroga

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    Doch, ich hatte den Entwurf damals gelesen und für mich war das ja auch von Bedeutung weil ich vor dem Kauf einer Immobilie mit einem entsprechendem Heizkessel stand. Das hätte ich dann ja bei der Finanzierung und Preisverhandlung berücksichtigen müssen, wenn nach 3 Jahren ein Heizungstausch fällig gewesen wäre.
     
  20. chris84

    chris84

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    Ich bin mir ziemlich sicher, dass da etwas missverstanden wurde. Oder hast du die Quelle noch irgendwo griffbereit?
     
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