Arbeitskleidung mit Firmenlogo besticken lassen – worauf achten? (PSA-Zertifizierung)

Diskutiere Arbeitskleidung mit Firmenlogo besticken lassen – worauf achten? (PSA-Zertifizierung) im Sonstiges Forum im Bereich Sonstiges; Hallo zusammen, kurze Frage aus der Praxis: Bei uns melden sich regelmäßig Bauunternehmen und Handwerksbetriebe, die ihre Arbeitskleidung mit...

  1. GilbertScharff

    GilbertScharff

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    Hallo zusammen,

    kurze Frage aus der Praxis: Bei uns melden sich regelmäßig Bauunternehmen und Handwerksbetriebe, die ihre Arbeitskleidung mit Firmenlogo besticken lassen wollen. Dabei taucht immer wieder dieselbe Unsicherheit auf: Wenn ein PSA-zertifiziertes Kleidungsstück (z. B. Warnschutzjacke nach EN ISO 20471 oder Wetterschutz nach EN 343) bestickt wird – erlischt dann die Zertifizierung?

    Mein Wissensstand: Rein rechtlich verändert jede nachträgliche Bearbeitung das Produkt. In der Praxis kommt es auf zwei Dinge an: (1) Der Hersteller muss die Veredelung ausdrücklich freigeben – viele PSA-Hersteller geben dafür genaue Vorgaben (max. Stichzahl, maximale Fläche, erlaubte Platzierung). (2) Die Stickerei darf keine funktionale Schicht verletzen – bei Membran-Kleidung etwa ist Durchstich = potenzielle Undichtigkeit, deshalb wird dort oft auf Rücken-Patches oder aufgedruckte Logos ausgewichen.

    Was mich von eurer Seite interessiert:
    - Kauft ihr Arbeitskleidung direkt veredelt vom Händler, oder lasst ihr bestehende Bestände nachträglich besticken?
    - Habt ihr schon erlebt, dass eine Bauleitung oder ein Sicherheitsbeauftragter bestickte PSA beanstandet hat?
    - Bei Warnschutz: Wird bei euch auf die freie Reflexstreifen-Fläche geachtet (Logo nicht über die Streifen)?

    Wir sticken in Berlin für Betriebe in ganz Deutschland und haben die Erfahrung gemacht, dass kleine Logos auf der Brust (max. ca. 10 cm breit) fast immer unkritisch sind, während große Rückenstickereien auf PSA die Herstellerfreigabe brauchen. Aber ich lerne gerne dazu – wie handhabt ihr das in euren Betrieben?

    Viele Grüße
    Gilbert
     
  2. 11ant

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    Wenn der Bauhandwerker fachlich korrekt arbeitet, störe ich mich nicht für fünf Pfennig daran, wenn auf seinem weißen Kastenwagen "hermes" steht weil er im Nebenjob Pakete ausfährt. Wenn ich einen Notarzt brauche, ist mir ebenfalls egal ob der von den Maltesern oder Johannitern kommt. Firmenlogos sind nur für Marketingfuzzis der Nabel der Welt. Wenn man nach Logos auf Funktionskleidung "urteilte", müßte man annehmen, daß die Führungsebene II der meisten DAX-Unternehmen bei Jack Wolfskin arbeiten würde.
     
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  3. Kriminelle

    Kriminelle

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    Du sprichst hier aber den Falschen an. Der TE lebt von der Stickerei, da sind Großkunden (Firmen) gewünscht.

    Sticke Deine Teile drauf wie der Kunde es wünscht und lege dazu eine Art Information bei, dass es sein kann, dass die Dichtigkeit dadurch leiden könnte.
    Das ggf auch bei dem Angebot mit reinschreiben.
     
  4. 11ant

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    Ich vermute, der TE fürchtet Millimeterhermänner von der BG, die einen normwidrig schutzbekleideten Handwerker der Baustelle verweisen könnten.
     
  5. ToTi

    ToTi

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    Die BG ist das kleinere Übel. Gewerbeaufsichtsamt ist der wahre Endgegner! Wenn du den Verein an der Backe hast, ist Schluss mit lustig.die schauen schon Mal viel genauer hin und wenn es ganz blöd läuft, machen sie dir den Betrieb zu. Jetzt nicht wegen "mangelhafter" Beschriftung, aber wenn es um Gefährdungsbeurteilung, Gefährdung usw geht, verstehen die kein Pardon!
     
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