Frage zu 2 Punkten im LWP Planungshandbuch

Diskutiere Frage zu 2 Punkten im LWP Planungshandbuch im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo allerseits, im Rahmen meiner demnächst anstehenden 2. Umbauaktion meiner verkorksten Hydraulik, hin zu einem Pufferlosen Betrieb meiner...

  1. sunday

    sunday

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    Hallo allerseits,

    im Rahmen meiner demnächst anstehenden 2. Umbauaktion meiner verkorksten Hydraulik, hin zu einem Pufferlosen Betrieb meiner LWP, habe ich im Planungshandbuch meiner M. Zubadan 2 Punkte gefunden wo ich gerne eine Bestätigung oder auch nen Tritt in den Hintern zu meinen Gedanken hätte.

    Vielleicht kann da einer was dazu sagen! :e_smiley_brille02:

    1. Energie zum abtauen: Es ist eine kleine Berechnung im Handbuch die besagt dass bei einer Abtauzeit von 7 min (inkl. Sicherheit von 4 min.), bei einem dT von 30K bei 35°C Auslegungstemperatur 47L Wasser benötigt wird um das abtauen zu gewährleisten.
    Bei einem dT von z.b. nur 15K bräuchte ich dann 93L / 7min


    Meine Ladepumpe pumpt das vom Hersteller vorgegebene Minimum von 1,4m3 / h durch die Heizkreise, also ca. 23L/min = 161L / 7Min.
    Ich verstehe das so, dass ich genügend Energie zum abtauen zur Verfügung stellen kann ohne das mir der WT platzt?! Ist das so richtig von mir gedacht? (Ich habe lt. Logger tatsächlich immer nur ca. 3 min. Abtauzeit!)


    2. Bei Anlagen ohne Heizwasser-Pufferspeicher oder Hydraulische Weiche darf man keinen Mischer einbauen, keine Drehlzahlgeregelte HKP verwenden und bei dem am weitesten entfernten HKV MUSS ein Überströmventil installiert werden.

    Meine Anlage ist aktuell wie folgt eingestellt: Mischer deaktiviert, ERR bis auf ein Zimmer deinstalliert, HKP ist eine Alpha2 im CP1-Modus mit sogar 1,7m3 Durchfluss, Hydraulischer Abgleich ist gemacht. Es soll nur noch der Heizkreispuffer entfernt werden.

    Wenn ich das nun richtig einschätze ist bei meinem Setup kein Überströmventil nötig?! Allerdings frage ich mich, wieso in den Planungsunterlagen ein MUSS zum ÜSTV steht? Kann das sein, dass dies nur für ein suboptimales Setup, wie aktive ERR o.ä., nötig ist und vom Hersteller aus Haftungsgründen o.ä. reingeschrieben wird?!

    Ich würde mich freuen wenn jemand was zu meinen Gedankengängen beitragen kann.:konfusius

    Viele Grüße
    Frank
     
  2. sunday

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    Ich habe hier einen Screenshot von einem typischen Abtauzyklus:

    [​IMG]

    Viele Grüße
    Frank
     
  3. R.B.

    R.B.

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    Korrekt

    Dort steht ein "Muss" weil man davon ausgehen muss, dass Heizflächen mit Thermostaten verbaut werden (EnEV). Es wäre somit nicht jederzeit sichergestellt, dass der Mindestvolumenstrom erreicht wird. Wird dieser unterschritten, dann führt das im besten Fall zu einem Abschalten der WP, bei höheren Temperaturen zu einer Fehlerabschaltung.
    Diesem eventuellen Ärger möchte man aus dem Weg gehen, deswegen geht der Hersteller auf Nummer sicher.

    Man darf halt nicht vergessen, dass der Hersteller immer damit rechnen muss, dass die Installation vor Ort die Grenzen ausreizt, oder nicht optimal läuft. Wenn dann ständig das Servicetelefon klingelt macht das auch keinen Spaß. Er wird sich somit auf die sichere Seite legen.

    Das ist ähnlich wie der zulässige Temperaturbereich einer elektronischen Schaltung. Da gibt der Hersteller auch beispielsweise 0°C bis 40°C vor, obwohl die Schaltung sehr wahrscheinlich auch noch bei -10°C funktioniert oder bei +50°C. "Sehr wahrscheinlich" ist aber zu wenig um das dem Kunden zuzusichern.
     
  4. sunday

    sunday

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    Na das hört sich gut an. Dann habe ich zumindest schon mal die beiden wichtgen Fragen aus dem Planungshandbuch der LWP beantwortet.

    Fehlen nur noch ein paar hydraulische Details die aber kein wirkliches Hexenwerk sein sollten:shades

    Schon mal Danke für die Infos

    Gruß
    Frank
     
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