Lüftung in Wohnung im Mehrfamilienhaus

Diskutiere Lüftung in Wohnung im Mehrfamilienhaus im Lüftung Forum im Bereich Haustechnik; Guten Tag, mein Name ist Karsten und ich vermiete mehrere einzelne Wohnungen in verschiedenen Mehrfamilienhäusern. Ich hatte in der Vergangenheit...

  1. #1 KarstenS, 19.06.2025
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    Guten Tag, mein Name ist Karsten und ich vermiete mehrere einzelne Wohnungen in verschiedenen Mehrfamilienhäusern.

    Ich hatte in der Vergangenheit häufiger das Problem, dass Mieter "Schimmel" gemeldet haben. Öfters waren es "nur" Stockflecken hinter bspw. dem Wohnzimmerschrank. Einmal war aber auch schwarzer Schimmel unter der Tapete. Aber es ist wirklich nervig und die Konflikte kosten Zeit und Nerven.

    Die Häuser haben aus meiner Perspektive kein augenscheinliches Feuchtigkeitsproblem durch undichtes Dach oder hochziehendes Wasser. Scheinbar liegt es hauptsächlich an unzureichender Belüftung der Räume durch die Mieter.

    Ich überlege nun, nach und nach Einzelwohnungen mit Lüftungsanlagen auszustatten. Welche Möglichkeiten/Konzepte gibt es hier und unterscheiden die sich sehr vom Einfamilienhaus? Gibt es dabei irgendwas zu beachten?
     
  2. #2 Fred Astair, 19.06.2025
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    Hast Du Lüftungsschächte oder ähnliches in den Bädern?
    Dann dort Abluftventilatoren einbauen uns in die Wohnungsfenster Falzlüfter für Zuluft.
     
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  3. #3 Deliverer, 19.06.2025
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    Generell geht ja alles. Abluft, wie Fred meinte, zentrale oder dezentrale KWL. Nur eine Frage des Budgets, des Ziels und des Aufwands. Am besten ist immer zentrale KWL, dann dezentral, dann Abluft.
    Bei Löchern in der Hauswand muss du tendenziell die Eigentümergemeinschaft fragen.
     
  4. #4 007Chris, 20.06.2025
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    Ich finde die Variante a) Fensterfalzlüfter + Ventilator in Luftschacht (falls vorhanden) bzw. b) eine Lösung aus dezentralen Geräten am sinnvollsten in einer bestehenden Wohnung innerhalb eines MFH.

    Variante a) klingt recht einfach umzusetzten - ist aus meiner Sicht aber nicht optimal. Erstmal sind erstmal nicht alle Fenster dafür geeignet und die Schallisolation der Fenster wird dadurch geschwächt - sprich: Es wird lauter in der Wohnung, wenn draußen Straße,... ist.

    Variante b) ist die professionellere Lösung. Diese ist bei Renovierung/Sanierung auch relativ einfach umzusetzen.

    Beides ist aber ein Eingriff in das Gemeinschaftseigentum und braucht somit die Zustimmung der WEG. Diese Zustimmung kann aber seit 2020 ohne wichtigen Grund nicht mehr verwehrt werden, wenn der betreffende Eigentümer die Kosten selbst trägt. Sollte also nur eine Formalie sein, je nachdem was das für Häuser sind (wie ist die Fassade, Denkmalschutz,...). Trotzdem muss ein Beschluss darüber her, was die Sache natürlich verzögern könnte.
     
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  5. #5 KarstenS, 23.06.2025
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    Oh ja, der Eingriff in die Aussenwand/Fassade ist wirklich bzgl. Gemeinschaftseigentum zu beachten. Das hatte ich auch schon auf dem Schirm. Danke aber auf jeden Fall für den Fakt, dass die Zustimmung nicht so einfach verwehrt werden kann. Vielleicht bekomme ich ja die Mehrheit der Eigentümer dazu, das Thema Lüftungen anzugehen, dann wäre ja das ganze Haus betroffen. Wiederum die Frage wäre, ob es für das ganze Haus mit mehreren Wohnungen noch andere Konzepte gibt, die in bestehenden Häusern, ohne dass ganz schlimm generalsaniert wird, Sinn machen. Also abgesehen von Dezentrales System in jeder Wohnung oder große zentrale Anlage, die ein riesen Rohrsystem braucht. Gibt es da noch was?

    Einen Luftschacht habe ich nur in einer Wohnung - der ist da im Bad (Bad ohne Fenster). Da ist ein kleiner Lüfter drin, der schafft aber nicht die ganze Wohnung, denke ich.
     
  6. #6 007Chris, 24.06.2025
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    Für die Variante mit dem Luftschacht bietet es sich vielleicht an, einfach einen "stärkeren" Lüfter einzubauen, der zusammen mit etwaigen Fensterfalzlüftern arbeiten könnte.

    Es gibt für Wohnungen auch kompaktere zentrale Systeme, die nur eine Zu- und Abluftbohrung benötigen. Ein Rohrsystem braucht man trotzdem, sonst kommt die Luft nicht in jedes Zimmer. Die dezentrale Variante finde ich persönlich am praktikabelsten für eine normale Wohnung. Ich hoffe, du bekommst schnell die Zustimmung der WEG.
     
  7. #7 Deliverer, 24.06.2025
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    Je nach Schnitt der Wohnung kann das mit Abhängen der Decke oder einem etwas dickeren Kanal im Flur relativ schlank ablaufen. Wäre auch meine Favorisierte Variante. Die Geräte hängen z.B. an der Decke oder verstecken sich in einem (bspw. Küchen-)Schrank.
     
  8. BaUT

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    Irrtum!
    Gerade bei alten, energetisch unsanierten Kisten sind es selten die Mieter, sondern meistens die zu dichten Fenster, die das Schimmelpilzrisiko in die Höhe treiben, denn bei dichten Fenstern und schwachem Wärmeschutz reichen die mietrechtlich zumutbaren 2-3 Lüftungsvorgänge meist nicht aus um hinreichend trockenes Raumklima sicher zu stellen.

    Ja - Lüftungskonzept nach DIN 1946-6 mit permanent laufender Abluft (40m³/h) gemäß DIN 18017-3 und Zuluft mittels Fensterfalzlüfter. Bitte nicht die Überströmöffnungen unter den Innentüren vergessen!
     
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  9. #9 Fasanenhof, 25.06.2025
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    Finde ich wirklich schön, das Dauerthema "Schimmel in Mietwohnung" mal aus der anderen Perspektive zu lesen und das direkt unter der Perspektive "Was kann ich als Vermieter verbessern?!
     
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  10. #10 KarstenS, 25.06.2025
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    Die kompakte zentrale Variante klingt auch spannend.

    Wäre es dann möglich, die ganzen Lüftungsrohrleitungen unter einer Heizrohrverkleidung am Boden oder entlang der Decke zu verstecken? Wenn es sich vermeiden lässt, würde ich ungern die ganze oder Teile der Decke abhängen.
     
  11. BaUT

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    Guck dir mal RenoPipe von Helios an.
     
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  12. #12 KarstenS, 30.06.2025
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    Ah ja, das ist natürlich auch möglich. Kommt natürlich teurer, als mit der Heimwerker-Variante ;-)
     
  13. #13 bauhausundgarten, 31.08.2025 um 18:28 Uhr
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    Hallo Karsten,
    wenn ein raumluftabhängig betriebener Kamin zu wenig Verbrennungsluft bekommt, kann er in den Schwelbrand übergehen; da kann jede Menge hochgiftiges unsichtbares Kohlenmonoxid entstehen. Das ist schwerer als Luft und kann am Boden einen "Giftgas-See" bilden. Wenn das Baby am Boden schläft, ist es hoch gefährdet; der Hund auch.
    Da ein offener Kamin oder Kaminofen i.d.R. keinen meachnischen Abluftventilator hat (z.B. im Gegensatz zu einem Pelletofen), ist er auf ausreichendes Nachströmen von Frischluft von draußen angewiesen. Die Kraft, die hierbei die Luft in den Raum zieht, resultiert aus dem thermnischen Auftrieb der Rauchgase im Kamin-Innenrohr. An bestimmten Tagen (z.b. mit Inversions-Wetterlage) ist der thermische Auftrieb schon mal deutlich schlechter. Wenn jetzt die Nachstörmung durch undichte alte Funktionsfugen der Bestandsfenster dadurch verhindert wird, dass neue sehr dichte Fentser eingebaut werden, dann kann das schon mal kritisch werden.
    Wen ich jetzt zusätzlich einen Abluftventilator im innenliegenden = fensterlosen Bad/WC habe, der 40 m³ pro Stunde absaugt, dann gerät das Verbennungsluft-Verhalten des Kamins in den Grenzbereich. Wenn auch noch parallel zur WC-Abluft im Küchenherd 3 Stunden lang eine Gans brutzelt mit laufender Dunstabzugshaube, dann müsste auch "dem Laien" klar sein, dass das brandgefährlich werden kann.
    Fensterfalzlüfter schaffen hier m.E. keine wirkliche Abhilfe. Um z.B. 40 m³ Luft in das Gebäude durchzuschleusen, müssten schon eine ganze Menge an FFL eingebaut werden. Ich bin mir auch sicher, dass 40 m³ aus den Fensterfugen ein hübsches Pfeifkonzert verursachen können; aber das ist ja nicht lebensgefährlich.
    Dafür sorgt eine andere Funktion der FFL: Um zu verhindern, dass bei stärkerem Wind zuviel Luft in die Räume gedrückt wird, haben die FFL Klappen, die bei einer bestimmten Windstärke einfach schließen = dicht machen. Wenn also bei brennendem Kamin draußen starker Wind geht, was passiert dann - wo kommt dann die Verbrennungsluft her?
     
  14. #14 bauhausundgarten, 31.08.2025 um 18:42 Uhr
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    Als erste - und preisgünstige - Vorsichtsmaßnahme würde ich in dem Raum wo der Kamin aufgestellt ist, einen Gaswächter für Kohlenmonoxid installieren. So ein TEil kostet ca. 100 € und kann Leben retten. Ein Hersteller wirbt damit:

    Der CO-Warnmelder von XXX warnt frühzeitig: Steigt die Konzentration an Kohlenmonoxid in einem Raum deutlich über das normale Maß an, warnt er mit einem lautstarken Alarm. So rettet der Kohlenmonoxid-Warnmelder von XXX Leben, denn eine hohe CO-Konzentration kann innerhalb weniger Minuten zum Tod führen!
    Unsere Detektoren für Kohlenmonoxid, können an der Wand befestigt, im Regal oder auf Kommoden frei stehend aufgestellt werden. Sein modernes, schlichtes Design fügt sich dabei unauffällig in jeden Raum ein.

    Ich würde den auch in allen Räume installieren, die mit dem Aufstellraum in Luftverbund stehen.
     
  15. Fred Astair

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    Dich zum Duschen schicken, wegen völlig verblödeter und unpassender Schleichwerbung.
     
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  16. #16 bauhausundgarten, 31.08.2025 um 21:29 Uhr
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    Das muss ich nicht unbedingt verstehen?
     
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    Der Verdacht mit der "Schleichwerbung" ist vorsichtig ausgedrückt naheliegend, weil in keinem Beitrag vor deinen Beiträgen von einem Kamin gesprochen wird.
    Eine kurze nachfrage ob Kamine/Feuerstellen/Öfen in Wohnungen vorhanden sind oder ein (berechtigter!) Hinweis das falls ein Kamin/Feuerstelle vorhanden ist eine Gefahr besteht/bestehen könnte hätte genügt.

    Bei der Wohnung mit dem bereits vorhandenen Elektrischen- Badlüfter würde ich davon ausgehen das keine Feuerstelle vorhanden ist.
     
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