Feuchte Außenkanten, Wärmebrücken?

Diskutiere Feuchte Außenkanten, Wärmebrücken? im Außenwände / Fassaden Forum im Bereich Neubau; Hallo zusammen, wir wohnen seit kurzem zur Miete im ersten Stock eines Hauses. Wir hatten auch schon direkt ein kleines Schimmelproblem bei allen...

  1. #1 Schlange, 09.12.2025
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    Hallo zusammen,

    wir wohnen seit kurzem zur Miete im ersten Stock eines Hauses.
    Wir hatten auch schon direkt ein kleines Schimmelproblem bei allen Außenecken. Laut Wärmebildkamera sind die (innen) bei ca. 10°C, während die restlichen Außenwände (innen) nahezu Raumtemperatur haben. Durch noch häufigeres Lüften und Anti-Schimmel-Grundierung haben wir zumindest den Schimmel weg bekommen. Die Außenecken als Kältebrücken lassen sich damit natürlich nicht beheben.

    Heute sind mir von außen aber auch noch die Kanten aufgefallen. Die sehen feucht aus. Interessanterweise aber auch nur die Außenkanten des 1. Stocks und dann noch eine leichte Linie an Boden und Decke des 1. Stocks von außen. Eine der Kanten ist außen sogar schon grünlich verfärbt (auf dem Foto ganz rechts).

    20251209_094924.jpg 20251209_094709_noexif.jpg

    Soll das so sein? Liegt hier ein Mangel vor? Können die feuchten Kanten etwas mit der hohen Feuchtigkeit der Wände und den Kältebrücken innen zu tun haben? Hab ich hier was als Mieter falsch gemacht oder muss der Vermieter hier nachbessern?

    Vielen Dank schon mal für eure Meinungen
     

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  2. #2 Fabian Weber, 10.12.2025
    Fabian Weber

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    Feuchte Dämmung verliert seine Dämmwirkung. Ob die Dämmung tatsächlich feucht ist, müsste man prüfen.

    Da das Haus nicht so alt aussieht müsste der Feuchteschutz gemäß DIN 4108 ausreichend sein, so dass es bei herkömmlichen Gebrauch der Wohnung nicht zu Schimmeln anfängt.

    In wiefern hier Euer Wohnverhalten ganz gewöhnlich ist, müsstet Ihr zunächst mal klären. Ansonsten wäre es schon auch Eure Pflicht, den Vermieter über den Schimmel zu informieren.
     
  3. BaUT

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    10° Innenoberflächentemperatur bei 20°C Raumtemperatur und 50% rF
    Das läge dann deutlich unter der schimmelpilzkritischen Grenztemperatur von 12,6 °C
    und nur knapp über der Taupunkttemperatur von 9,3 °C

    Da würde ich aus der Ferne schon mal eher auf das Vorhandensein einer schimmelpilzkritischen Wärmebrücke als Ursache für Tauwasser und Schimmel schließen und fehlerhaftes Heiz- und Lüftungsverhalten erstmal hinten anstellen.
     
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  4. #4 ClausR7, 11.12.2025
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    Ich stimme BaUT da zu, die Bilder sehen aus wie vergleichbare Schäden, die ich auf meinen Baustellen gesehen hatte. In diesen Fällen waren es entweder falsch gedämmte Stahlbetonpfeiler an den Ecken, das ergibt 1a Wärmebrücken, oder fehlerhafte bzw. mangelhafte Abdichtung bzw. Wasserführung der Flachdächer. Auf den Bildern ist ja zu sehen, dass die Feuchtigkeit an den Ecken nur in den Bereichen ohne Dachüberstand auftritt. In jedem Fall bitte umgehend den Vermieter informieren, das eigene Lüftungsverhalten wenn möglich protokollieren und bei erneutem Schimmelbefall im Zweifel einen Sachverständigen hinzuziehen.
     
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