Ölheizung vs. LWP im Altbau

Diskutiere Ölheizung vs. LWP im Altbau im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; So oder so lassen sich 15-20k Investition aber nicht schönrechnen, Man muss ja auch die andere Heizung, die man sonst gekauft hätte, noch...

  1. Deliverer

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    Man muss ja auch die andere Heizung, die man sonst gekauft hätte, noch abziehen. Und zwar am Besten mit Angebot vom gleichen Sani.
     
  2. Fred Astair

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    Ja, so wie JAZ zu niedrig und Arbeitspreis Strom zu hoch angesetzt wurde, dürften es auch die Investkosten sein. Das Ganze kommt mir vor wie eine Zielrechnung, bei der das gewünschte Ergebnis vorher feststeht.
    Andererseits würde ich heute auch ohne technische Not und mit einem Zweijahresvorrat an Öl, keinen Gedanken an eine Umstellung verschwenden.
    Ich würde meine Heizflächen austesten, um zu wissen, wo ich gegensteuern muss, um die VL-Temperatur so weit wie möglich abzusenken und das Haus unter die Lupe nehmen, wo mit geringsten Aufwand ein möglichst hohes Ergebnis zu erreichen ist.
    In zwei Jahren, bevor ich wieder tanken muss, würde ich mir das Ganze erneut durch den Kopf gehen lassen.
    Bis dahin entwickelt sich die WP-Technik weiter nach oben und die Preise purzeln.
    Also kein Grund zur Hektik.
     
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  3. Deliverer

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    Ne, Hektik und Angst sind nie gut. Das sind die Mittel derer, die uns erzählen wollen, dass Wärmepumpen schlecht sind.
     
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  4. nordanney

    nordanney

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    Nee. Es geht ja darum, eine weiterhin gut funktionierende Heizung zu tauschen. Also darum, ausschließlich WP neu zu kaufen und keine Ersatzinvestition zu tätigen.
     
  5. Oehmi

    Oehmi

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    Parallel dazu die aktuelle Heizlast ermitteln (falls kurzfristig Ersatz nötig, mein NT-Kessel von 1990 läuft auch solide, aber wenn die Steuerung oder Regelarmaturen verrecken ist Ersatz schwierig und man muss einen Betrieb finden, der bereit ist so einen alten Kessel zu reparieren) sowie die angestrebte Heizlast nach Sanierung der Fassade und Flachdach.
    Mit der Zielheizlast kann man zumindest eine Vorauswahl treffen, welche WP überhaupt in Frage kommen und welche VL-Temperaturen nötig sind, um eine JAZ abzuschätzen.

    Es wäre auch denkbar eine LWWP für die Zielheizlast nach Sanierung auszuwählen und diese Bivalent alternierend zum Öler zu betreiben.
    In der Übergangszeit Heizen und WW mit WP, im Sommer WW mit WP, im tiefsten Winter WP aus.
     
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  6. Deliverer

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    Naja, das macht ja aber kaum einer. Selbst wenn die Heizung "noch gut funktioniert" (was sie immer tun, bis sie kaputt sind), ist sie ja schon einige Jahre alt. Zumindest das muss mMn. also abgezogen werden.
    Dass die armen Menschen, die sich von der Springerpresse noch eine Gasheizung haben aufschwatzen lassen, nicht mehr den Luxus einer abgeschriebenen Heizung haben, ist eine andere Geschichte. Aber alle Anderen wissen doch seit mindestens 10, 15 Jahren, dass man nichts Fossiles mehr einbaut. Paris ist 11 Jahre her, die erste Weltklimakonferenz fast 50.
     
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  7. Deliverer

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    Tipp dazu: Erst umschalten, wenn es in der Bude tatsächlich zu kalt wird. Viele werden überrascht sein, mit wie wenig Heizleistung man ein Haus betreiben kann, wenn die Heizflächen schön durchballern lässt.
     
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  8. Fred Astair

    Fred Astair

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    Dieser Aberglaube, dass WP bei tiefen Außentemperaturen nichts mehr bringen, sitzt viel zu tief, als dass er sich in wenigen Jahren austreiben ließe.
     
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  9. nordanney

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    Noch einmal. Es geht nicht um einen Neueinbau, sondern die Fragen, ob ich JETZT einen funktionierenden Öler rauswerfe und auf WP umstelle. Die WP kann auch nach 7 Jahren kaputt gehen - zumindest ist sie in der Lebensdauer deutlich dem Öler unterlegen.

    Also nein. JETZT werfe ich den Öler nicht raus. Geht er kaputt und müsste erneuert werden, dann ist der Zeitpunkt, auf WP umzustellen. Und genau das ist der Zeitraum, den Du berechnen musst. Und damit brauchst Du auch keinen Ersatz berücksichtigen, sondern rechnest ab Umstellungstermin. Kann nächstes Jahr sein oder auch erst in 15 Jahren.

    , dass das eigene Portemonnaie aufgrund der hohen Preise für eine WP (im Vergleich zu Öl und Gas) deutlich näher ist als das Ökogewissen. Gerade im Bereich Bestand. Zu wissen und auch tatsächlich zu können, sind zwei Welten.
     
  10. Deliverer

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    Das möchte zwar keiner hören, aber wer sich nicht jederzeit eine neue Heizung leisten kann, wird die Immobilie eh nicht mehr lange halten können. Und wenn man sich eine neue Heizung leisten kann, kann es auch eine WP sein. Die Förderung gleicht den Unterschied beinahe vollständig aus. Die ersten paar Folgejahre erledigen den Rest.
     
  11. Deliverer

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    Eigentlich ging es doch um den Öler von @BaUT . Wobei ich gerade nicht weiß, wie alt der ist.

    Und was bedeutet bei dir "funktionierend"? Ganz generell sollte man eine WP einbauen, solange die alte Heizung noch "funktioniert". Sonst hat man recht lange kalt in der Bude oder muss teure, mobile Heizgeräte einsetzen.
     
  12. Oehmi

    Oehmi

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    Den Öl-Kessel parallel zur WP zu behalten ist auch nur ein Szenario, wenn man vor der Sanierung von Fassade und Dach umsteigt.
    Jetzt sind 11kW überdimensioniert, nach der Sanierung wäre eine WP auf die aktuelle Heizlast ausgelegt auch wieder zu groß. Daher auf die Ziel-Heizlast auslegen und das, was fehlt über den Öler kompensieren statt den Heizstab zu benutzen. WENN man JETZT umsteigen will.
    Ob sich das rechnet... man verliert auch wieder die Förderung.

    Solange der Kessel läuft, würde ich auch so vorgehen. Ich finde aber es schadet nicht, mal alle Optionen durchzuspielen.
     
  13. nordanney

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    Richtig. Und er hatte gefragt...
    Und insofern: Ja, bitte bis zum Ende nutzen (aus wirtschaftlicher Sicht). Die Diskussion ist dann ganz schön abgeschweift.

    Und das war die mittelfristige Planung - warum dann jetzt tauschen?
     
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  14. BaUT

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    Nee - Hektik bei einem schnellen Umstieg auf PV und WP, weil morgen schon die Förderung endet - das sind vor allem die Werbeargumente von dingspal und den Wärmepumpenanbietern.
    Genau meine Denke. Ich optimiere die Heizkurve und den hydraulischen Abgleich. Ich schau mal, wann ich die Fassade und das Flachdach saniere und komplett mit PV bestücke (Ziel: 2028) und danach gibt es dann den passenden schön leisen WP-Monoblock im Vorgarten.
     
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  15. Ettlingen

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    Die Frage die ich mir stellen würde:
    - Niedertemperaturkessel?
    - Brennwertkessel?
    Lebenserwartung NT Kessel ca. 30 - 35 Jahre
    Lebenserwartung BW Kessel Therme (wandhängend) ca. 15 - 20 Jahre, bodenstehender BW Kessel ca. 20 - 25 Jahre.

    Ist der Kessel von den genannten Zeiträumen noch einige Jahre entfernt, dann würde ich nicht wechseln. Insbesondere deshalb nicht, da sich die WP Expertise bei den Heizungsbauern erst im Aufbau befindet.
     
  16. Deliverer

    Deliverer

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    Das sehe ich eben anders. Wenn man das macht, ohne sich ordentlich vorzubereiten, steigt die alte Heizung aus und wird 1 zu 1 ersetzt, weil alles andere zu aufwendig und langwierig wäre. Außer vielleicht, man hat zufällig das Glück, dass sie im Frühling stirbt. Also mMn. ab nem gewissen Alter (15-20) sollte man das hier tun:

    Und zusätzlich Angebote einholen und dann gut geplant einen Sommer zum Umstieg auswählen.
     
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  17. chris84

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    Es ist grundsätzlich nicht schlecht, einen Plan in der Tasche zu haben, und auch schon gewisse Vorbereitungen getroffen zu haben.
    Das Fundament für die WP kann man beispielsweise schon in Eigenleistung vorbereiten. Über den Durchbruch für die Rohrleitungen kann man sich Gedanken machen, und ggf. sogar schon ne Fernwärmeleitung verlegen, oder zumindest Leerrohre. Da erwarte ich in den nächsten 1-3 Jahren keine wesentliche Technologieänderung, die hier abweichende Vorbereitungen erforderlich machen würde.
     
  18. Holzhaus61

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    Vielleicht habe ich es ja überlesen, aber selbst beim querlesen hab ich nix gefunden.

    Was sagt denn die kommunale Wärmeplanung für das gebiet aus? Es müsste doch zumindest was bekannt sein, wenn es bis 30.06. fertig sein muß...
     
  19. Fasanenhof

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    Das wird nun sehr politisch, aber:
    Ich würde bei der Sprunghaften und schlecht durchdachten Planung, die man aktuell bei Infrastrukturprojekten erlebt weniger auf die Kommunale Wärmeplanung setzen.
    Teilweise sind die Tarife schlecht, teilweise sind die Termine nicht nachvollziehbar, öfters gibt es einfach keine. Im aktuellen "Vorwärts! Nein, Rückwärts!" Management würde ich darauf nicht bauen wollen.
     
  20. ichweisnix

    ichweisnix

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    D. h. jede Woche sollte ich mir eine neue Heizung leisten können???
     
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