Schallschutz bei rückseitig angeordneten Unterputz-Steckdosen

Diskutiere Schallschutz bei rückseitig angeordneten Unterputz-Steckdosen im Elektro 1 Forum im Bereich Haustechnik; bei einer Begehung habe ich in einem Zimmer folgende Situation wie im Bild vorgefunden: In zwei unmittelbar nebeneinanderliegenden Räumen sind...

  1. alexrents

    alexrents

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    bei einer Begehung habe ich in einem Zimmer folgende Situation wie im Bild vorgefunden:

    In zwei unmittelbar nebeneinanderliegenden Räumen sind Unterputz-Steckdosen in derselben Trennwand (15cm stärke) jeweils spiegelbildlich angeordnet. Beim Bohren der Gerätedosen von beiden Seiten haben sich die Bohrungen getroffen, sodass ein vollständiger Durchbruch durch die Wand entstanden ist. Aus bauakustischer Sicht halte ich diese Ausführung im Hinblick auf die Luftschallübertragung für kritisch, da die Trennwand an dieser Stelle erheblich geschwächt wird und eine direkte Schallbrücke entsteht.

    Ich habe daher vorgeschlagen, flachere Unterputz-Gerätedosen einzusetzen, zwischen den Dosen auf beiden Wandseiten einen verbleibenden Wandsteg von ca. 10–15 mm zu schaffen und diesen mit Gips bzw. Spachtelmasse luftdicht zu verschließen. zusätzlich sollen geprüfte Schallschutzdosen (z. B. nach DIN 4109 geeignet) verwendet werden.

    Meine Frage ist, ob diese Maßnahmen aus Ihrer Sicht ausreichend sind, um eine unzulässige Schallübertragung zu vermeiden, oder ob weitere Maßnahmen (z. B. versetzte Anordnung der Dosen oder eine nachträgliche akustische Entkopplung) erforderlich sind.
     

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  2. Tikonteroga

    Tikonteroga

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    Was ich nicht verstehe:
    1. Eine "tiefe" Kaiser Schalterdose hat eine Tiefe von 66 mm.
    2. Man sollte ca. 8 mm tiefer bohren, damit Platz für Gips bzw. Mörtel bleibt.
    3. Wenn die Putzstärke z. B. mit 15 mm geplant ist, dann "kann" man die Schalterdose so versenken, dass sie 15 mm aus der Rohwand hinausragt und somit bündig mit dem späteren Putz wäre.
    4. Nach 1. bis 3. müsste man für eine tiefe Schalterdose 66 + 8 - 15 mm = 59 mm => ~ 60 mm tief bohren.
    5. Wenn man jetzt beidseitig ~60 mm tief gebohrt hätte, wäre noch ein Wandsteg von ~30 mm vorhanden.
    Ich würde auch versuchen mit Mörtel, der mindestens die gleich hohe Rohdichte wie das Mauerwert hat und möglichst artverwand ist, einen Wandsteg herstellen. Und dann, wenn es die Einbausituation erlaubt, weniger tiefe Schalterdosen (z. B. Kaiser Schalterdose T 46 mm) und die Schalterdosen entsprechend der vorgesehenen Putzstärke aus der Wand herausragen zu lassen, damit die Wand so wenig wie möglich geschädigt wird.
     
  3. Peetisch

    Peetisch

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    Entschuldigung ! Ich frage mich gerade wer hier harten Stuhlgang hat !
    Wie teuer darf denn eine Rohinstallation werden , damit hier zu solchen Themen , alle zufrieden gestellt werden können ?
     
  4. chris84

    chris84

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    Ich glaube, da wird ein Problem konstruiert wo keines ist.
    Spätestens die 2. Der Dosen sollte auch rückseitig einen ordentlichen Batzen Mörtel bekommen, bei 10mm überstand der Dosen ergibt sich 38mm Mörtel zwischen den Dosen bei 2x66er Dosen.
    Solange der Eli die Dosen nicht mit Bauschaum setzt, sondern ordentlich (!) einmörtelt sollte das passen!
     
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  5. simon84

    simon84
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    Ein guter ELI plant sowas bei dünnen Wänden versetzt ! Dann hat man das Problem erst gar nicht
     
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  6. BaUT

    BaUT

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    Welche Schallschutzanforderungen muss die Wand denn erfüllen?
     
  7. #7 Dipol, 07.01.2026 um 01:04 Uhr
    Zuletzt bearbeitet: 07.01.2026 um 09:53 Uhr
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    Vermutlich hat auch der Wirt in Crans-Montana als Brandschutz-Laie "geglaubt", dass die angeblich von ihm angebrachte Deckenverkleidung kein Problem wäre. Bei @alexrents geht es primär "nur" um Schallschutz aber auch bei dem sollte man auf Experten hören, welche die DIN 1053 und die harmonisierten Normnachfolger kennen.

    Im BEF tummeln sich doch auch Statiker, die den Schallschutz beurteilen können.
    Ob bei der schlanken Wand (Stärke?) und Dünnputz das bisschen Mörtel ausreicht um ungewollte "Telefonie" zu verhindern, wird sich nach dem Einzug herausstellen. Falls die Wand nur gespachtelt wird, kann man schon gute Unterhaltung wünschen. ;)

    Zitat aus dem letzten Kabelnetzhandbuch. Das wurde aber schon in den ersten Dibkom-Zertifizierungen einschließlich zulässiger Schlitztiefen gepredigt.
    EDIT: Nachtrag von fehlendem Satzteil.
     
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