Gemeinsame Dachabdichtung Reihenhäuser

Diskutiere Gemeinsame Dachabdichtung Reihenhäuser im Dach Forum im Bereich Neubau; Hallo, wir sind das Eckhaus einer 6er Zeile Reihenhäuser, real geteilt. Bei 2 der Häuser sind Schäden an der Fassade aufgetreten, deren Ursache...

  1. Banditmerlin

    Banditmerlin

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    Hallo, wir sind das Eckhaus einer 6er Zeile Reihenhäuser, real geteilt. Bei 2 der Häuser sind Schäden an der Fassade aufgetreten, deren Ursache inzwischen in Form Undichtigkeiten am Dach gefunden wurde.

    Die Empfehlung sowohl zweier Dachdecker als auch eines Architekten, die sich die Geschichte angeschaut haben, lautet Komplettsanierung inkl Erneuerung der Dämmung und Wechsel von Foliendach (laut BBS EPDM, laut einem der beiden Dachdecker aber wohl PVC) auf bituminös.

    Heute hat einer der Mittelhauseigentümer mitgeteilt, er könne sich die Sanierung nicht leisten und steige aus.

    Daraus ergeben sich für mich 2 Fragen:

    - Ist es technisch möglich, ein Mittelhaus "auszusparen"? Bisher war angedacht, alle Häuser einzugerüsten und das Dach in einer gemeinsamen Aktion bis auf die Betondecke rück zu bauen und komplett neu zu machen.
    - Kann der Eigentümer gezwungen werden, Eigentum verpflichtet?

    Gruß Thomas
     
  2. Hark

    Hark

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    Läßt sich ohne weitere Infos (z.B. Entwässerung, Brandschutz, Anschluß der neuen Abdichtung an die nicht zu sanierende Fläche, Schutz der sanierten Flächen vor Wassereintritten bei der nicht zu sanierenden Fläche etc ) nicht beantworten, aber wenn mehrere Fachleute vor Ort bereits eine gemeinsame Sanierung empfohlen haben, wird das wohl schwierig bzw aufwändig und kostenintensiver als eine gemeinsame Lösung.

    Wenn eine Teilung vorliegt, meines Wissens nicht. Aber ich bin kein Jurist. Aber zu versuchen so einen Zwang zu erstreiten dürfte viele Jahre dauern.
     
  3. Banditmerlin

    Banditmerlin

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    Die Entwässerung erfolgt über eine gemeinsame Rinne auf der Tiefseite (3° Neigung), jedes Haus hat ein separates Fallrohr. Die Ausführung aktuell ist ein Betondach, flächig aufgebrachte Dämmung, flächig aufgebrachte Folie, flächig aufgebrachte Begrünung. Das Dach ist durch einen Vorsprung aus Holz (80 cm auf dem Dach, 50cm Überstand) von der Fassadendämmung getrennt. Dieser Vorsprung ist ohne Dampfsperre ausgeführt, daher ist das Holz umlaufend feucht bzw teilweise bereits verrottet. Ich glaube kaum, dass dieses Brett grenzschlüssig geteilt werden kann, damit im Zuge der Sanierung ein neues ausgeführt werden kann. Mir ist überdies nicht klar, wie die Grenze ausgeführt werden soll? Wenn die flächige Folie auf der Grenze geschnitten wird und die neuen Flächen schwarz abgedichtet werden, wie erfolgt die Abdichtung auf/an den beiden Grenzen?
     
  4. nordanney

    nordanney

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    Irgendwie bestimmt. Ihr dämmt doch auch bestimmt auch neu nach aktuellen Erfordernissen (ist zumindest ein Muss lt. Gesetz - also höhere/dickere Dämmschicht)? Das wird spannend.
    Natürlich kannst Du ihn nicht zwingen. Kannst ihn auch nicht zwingen, sein Haus grün anzustreichen oder die Fenster zu tauschen.

    Ist eine echt besch... Situation. Könnte vielleicht günstiger sein, Ihr bezahlt die Sanierung vom Nachbarn mit als dass sehr teure/aufwändige Sonderlocken gemacht werden müssen.
     
  5. Banditmerlin

    Banditmerlin

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    Klar dämmen wir dicker, soll auch KfW-fähig werden. Mich triffts nicht direkt, der "Abweichler" ist nicht mein direkter Nachbar. Bisher war die Marschroute, dass wir gemeinsam agieren, ich hab lediglich "den Hut auf", weil ich beruflich Kontakt zu Bauphysikern und Architekten habe. Allerdings nervt es mich gewaltig, nicht nur, weil die Kosten pro Nase höher werden. Die ganze Nummer wird aufwändiger, weil die Absaugung der Begrünung, das Gerüst etc viel einfacher sind, wenn es für die ausführenden Firmen nur für die Rechnungsstellung 6 Einzelgeschichten, technisch aber eine Geschichte wäre...
     
  6. Hark

    Hark

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    ja, das ist der spannende Teil :) - Irgend eine mehr oder weniger gute Lösung wird sich da sicher finden lassen. Bitumen läßt sich allerdings nicht direkt mit PVC verbinden. Also vermutlich wäre eine dauerhaft Trennung der Dachflächen die anzustrebende Lösung - aber das würde ich den Firmen/Architekten vor Ort überlassen.

    Da sich durch die geänderte Dämmstoffdicke vermutlich auch die Traufpunkte ändern werden, dürfte auch eine umlaufende Dachrinne (wie bisher) schwieriger zu realisieren sein.
     
  7. Banditmerlin

    Banditmerlin

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    Dann spreche ich mal mit den Firmen und dem Architekt....massiv ärgern tuts mich in jedem Fall, alleine schon weil es bis dato anders angedacht war. Teurer wird die ganze Nummer auch noch...
     
  8. Ettlingen

    Ettlingen

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    Halte das für einen guten Vorschlag. Alternativ übernehmen die übrigen Eigentümer einen Teil der Kosten.
    Um den Betrag kann man dem bockigen Eigentümer kostenneutral entgegenkommen.

    Würde mich mit den anderen beraten und nach einer pragmatischen Lösung suchen (auch wenn das im „Neidland“ Deutschland natürlich schwierig ist).
     
  9. simon84

    simon84
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    Ich sehe da sehr gute Chancen mit finanzieller Unterstützung zu punkten
     
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