Erfahrung: Kellerwände mit Calcium Silikat Platten Wärmedämmen?

Diskutiere Erfahrung: Kellerwände mit Calcium Silikat Platten Wärmedämmen? im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Hallo zusammen, mein letztes Projekt im Haus ist seit einem halben Jahr abgeschlossen und nun habe ich wieder Motivation und Kraft für die...

  1. #1 Tobis E, 28.12.2025
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    Hallo zusammen,

    mein letztes Projekt im Haus ist seit einem halben Jahr abgeschlossen und nun habe ich wieder Motivation und Kraft für die nächste Renovierung. Nun ist der Keller an der Reihe. Und ich kann mich einfach nicht entscheiden…

    Der Energieberater hat empfohlen die beiden Außenwände des Hobbyraums im Keller von innen mit 8cm Calcium Silikat Platten zu dämmen.

    Das Ganze in Eigenleistung. Trotzdem. Viel staubige Arbeit, genervte Ehefrau plus 2.000 - 3.000€ Material plus im Worst Case Schimmel Probleme. Da brauche ich etliche Jahre bis sich die Heizkosten amortisieren. Also: Macht das wirklich Sinn?

    Zum Haus:
    • Reihenendhaus BY 1984
    • Keller mit Betonwanne. 30cm Wandstärke. Innenwänder verputzt.
    • Klassischer großer Hobbyraum, 27m², beheizbar
    • Zwei neue, 3-fach verglaste Kellerfenster im Raum
    • Bisher keine Schimmelprobleme
    • Heizung: Wärmepumpe + PV
    • Ungeheizt und kühlt der Raum im Winter auf 15° ab.
    Was ich nicht ganz greifen kann sind die Risiken zum Schimmel. Die Wände sind eben. Anbringen der Platten ohne Hohlräume somit problemlos.

    Was meint ihr? Würdet ihr das selber bei Euch gleich mit angreifen bevor ihr nen neuen Boden legt. Oder einfach die Wände so lassen wie sie sind, neu streichen etwas mehr heizen?
     
  2. #2 Deliverer, 28.12.2025
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    Stört das denn? Für was soll der Raum denn genutzt werden?
     
  3. #3 Tikonteroga, 28.12.2025
    Zuletzt bearbeitet: 28.12.2025
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    Ich würde beheizte Kellerräume die nur über eine Außenwand aus Beton verfügen auch eine Innendämmung anbringe, bevor der neue Bode (möglichst der Estrich) verlegt wird. Falls nur ein Verbundestrich vorhanden ist, würde auch erwägen diesen durch einen Estrich auf Dämmschicht zu ersetzen.

    So wie ich das verstehe, hat der Energieberater die Kalziumsilikatplatten in einer Stärke von 8 cm empfohlen, damit die Kelleraußenwand den Mindestwärmeschutz von R = 1,2 (m²K)/W nach DIN 4108-2 erreicht. Du könntest auch mal schauen, ob du nicht stattdessen Multipor Mineraldämmplatten verwendet könntest. Hier lässt sich dein Vorhaben mit in etwa der Hälfte der Dämmstoffdicke realisieren. Vielleicht hast du dann auch niedrigere Materialkosten.
     
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  4. #4 Tobis E, 29.12.2025
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    Danke Dir. Guter Punkt. 15°C bei runtergedrehter Heizung stört derzeit nicht. Generell habe ich in den Raum LAN gelegt so dass ich ggfs. später mal ein Teil als Arbeitsplatz nutzen kann. Aber für die nächsten 3-5 Jahre wird das wohl eher ein Abstellraum bleiben. Plus ggfs. Hometrainer.

    Die finale Nutzung ist insofern noch unsicher, da ich in Zukunft auch mein Dach ausbauen will. Wenn dem so ist, dann wird das Dach eher zum Wohnraum und der Hobbyraum bleibt ein schöner Stauraum.

    Was ich jetzt unbedingt machen will: Alten Teppichboden raus und neuen Parkettboden verlegen. Steckdosen erneuern und 2 neue Steckdosen unterputz verlegen. Wände Streichen.

    Und dann halt die Frage: Soll ich die Wände gleich mit Wärmedämmen auch wenn der Raum dies die nächsten 5 Jahre erstmal nicht benötigt.
     
  5. #5 Tobis E, 29.12.2025
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    Halo Tikonteroga,

    Danke für Eure Einschätzung. Den Estrich wollte ich eigentlich nicht anfassen. Der liegt auf einer 5cm Styropor Schicht. Ich wollte echt nur den Belag wechseln (inkl. 40 Jahre alten Teppichkleber entfernen :fleen)

    Und danke für den Tipp zu Multipor Mineraldämmplatten. Da lese ich mich jetzt gleich mal rein inwieweit es gleichwertig ist.

    VG

    Tobias
     
  6. #6 Deliverer, 29.12.2025
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    Also für mich klingen die 15 Grad und die angedachte Nutzung jetzt nicht so, als dass man unbedingt dämmen müsste. Den mal zu heizen sollte nicht allzu teuer werden. Entweder, wenn nur sporadisch, mit IR-Strahlern, oder ner Klima oder direkt mit der Heizung. Sollte alles günstiger und einfacher sein, als da jetzt ne Innendämmung reinzuquetschen. Das sauber zu machen, ist nämlich ganz schön Aufwand.
     
  7. #7 petra345, 29.12.2025
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    Alle Innendämmungen haben den Nachteil, daß die Betonwand weiter auskühlt. Damit kann man sich Probleme in benachbarten Bereichen einhandeln. Da es eine Reihenendhaus ist, sollte man auch an Aufbaggern und eine Außendämmung der Kellerwand denken.
    Dabei wird natürlich auch gleich die Abdichtung erneuert und bei der Dämmung geklotzt. Die Dämmstoffe sind bei eienr solchen Aktion die geringsten Kosten.
    Selbstverständlich wird man auch zumindest die Giebelwand bei einer solchen Aktion jetzt kräftig dämmen.
    Vor- und Rückseite bestehen bei einem Reihenhaus vorwiegend aus Fensterfläche. Da bringt Dämmung nicht so viel wie bei der offenen Giebelwand.
     
  8. #8 Tikonteroga, 29.12.2025
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    Ja gut, wenn du 50 mm Styropor unter dem Estrich hast, dann besteht ja kein Handlungsbedarf.

    Es gibt da zwei unterschiedliche Produkte für die Innendämmung. Das eine Produkt mit den Dicken 30 und 40 mm und das andere Produkt ab 50 mm. Das Produkt mit Dicken von 30 und 40 mm ist deutlich teurer, deshalb könnte 50 mm die sinnvollere Dämmstärke sein obwohl du wohl bereits mit 40 mm den Mindestwärmeschutz erfüllen würdest. Es gibt auch passende Innendämmungsschalterdosen von Multipor.
     
  9. #9 Tobis E, 31.12.2025
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    Danke Dir Petra, eine Außendämmung kommt derzeit aus finanziellen Gründen leider nicht in Frage. Da würde man ja nicht "nur" den Keller machen, sondern gleich die komplette Fasade. Inklusive umlaufenden Balkon entfernen usw...
     
  10. Tobis E

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    Hallo zusammen, ich wollte hier nochmals kurz Rückmeldung geben. Ich habe mich jetzt entschieden die Kellerinnenwände erstmal nicht zu dämmen. Neben den Schimmelrisiken war für mich aber ausschlaggebend, dass die zukünftige Nutzung des Raumes noch etwas unklar ist und ich die nächsten Jahre das eher als Stauraum, Sport Raum oder ähnliches Nutze und eigentlich nur heize, wenn die PV Überschuss erzeugt und ich den Strom in der Wärmepumpe nutze. Daher sehe ich erstmal keine großen Spareffekte.
     
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