sehr schräge Lage der Schlussstein aufgrund Attika ???

Diskutiere sehr schräge Lage der Schlussstein aufgrund Attika ??? im Dach Forum im Bereich Neubau; Hallo zusammen, bräuchte mal wieder eure Einschätzung zu einem glücklicherweise eher kleinerem Thema. Unser Satteldach ist mit einer Attika...

  1. acii

    acii

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    Hallo zusammen,

    bräuchte mal wieder eure Einschätzung zu einem glücklicherweise eher kleinerem Thema.

    Unser Satteldach ist mit einer Attika ausgeführt...und mit Braas Tegalit Ziegel belegt.
    Soweit so gut... nachdem im Nachgang die PV Anlage installiert wurde, ist mir aufgefallen, dass nur auf einer Seite des Daches (Westseite) einige Braas Ziegel an den Ecken abgebrochen sind.

    Die abgebrochenen Ecken sind jedoch nur an den Schlusssteinen. Vermutlich bei der Installation der PV wurde auf diesen Steinen viel gelaufen.
    Da diese Steine leider auf der Westseite sehr schräg installiert wurde (aufgrund dem darunter liegenden Rinnenblech) , erhöht sich vermutlich stark der Druck an den Ecken und somit ein hohes Risiko zum Bruch.

    Ich habe ein paar Bilder gemacht, anhand der Libelle ist es gut zu erkennen, wie schräg der Ziegel aufsitzt.
    Interessanterweise ist das auf der Ostseite , deutlich besser. Auf der Ostseite ist auch kein einziger Ziegel gebrochen! Obwohl hier genau so viele Monteure unterwegs waren , weil die PV Anlage exakt mittig auf dem Dach sitzt.
    Die Ziegel direkt neben den Schlusssteinen , liegen alle voll im Wasser.

    Das Feedback von der Zimmerei war wie zu erwarten , diese schräge Lage sei vollkommen in Ordnung.
    Warum der deutliche Unterschied zwischen Ost und West Seite konnte bis dato nicht erläutert werden.

    Daher bitte um eure Einschätzung , ist das technisch sauber und mit solchen Toleranzen wird es funktionieren ?
    Welche Anforderungen gibt es grundsätzlich an Dächer ?? wieweit muss ein Dach begehbar sein ?
    Offensichtlich ist diese schräge Lage und mit den bruchanfälligen Ziegel Braas Tegalit das nicht gegeben .

    Wie immer vielen Dank für euer FEedback !!!
    Gruss
    Achim
     

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  2. Hark

    Hark

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    Die Zinkkehle an der Attika liegt auf den Dachlatten und die Rückkantung dieser Kehle führt zu den bemängelten "Unebenheiten".

    Wenn die Attika als vertiefte Kehle ausgeführt worden wäre, dann würden die Dachsteine auch plan liegen. Tegalit (und andere ebene Dachziegel/Dachsteine) sind sehr empfindlich bezüglich solchen Unebenheiten in der Dachfläche.

    Um das überhaupt so hinzubekommen ist die Rückkantung vermutlich beim Eindecken (zumindest in Teilbereichen) schon ziemlich "plattgedrückt" worden und kann Ihre Funktion kaum mehr erfüllen. Die Kehle hätte als vertiefte Kehle ausgeführt werden müssen, insbesondere bei dieser Länge.

    Der freie Wasserlauf bei der Attika ist auch ziemlich schmal (<1cm?) und der Verband der Dacheindeckung wurde verlassen. Beides nicht gut und wird zu wassereintritt unter die Dacheindeckung führen. Die Kehle wird ziemlich schnell mit Laub und Moos verstopfen und über die Problematik von "nicht im Verband verlegten Tegalit Dachsteinen" (bzw anderen planen Dachziegeln/Dachsteinen) gibt es hier im Forum eine längere Diskussion.
     
  3. acii

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    Hallo Hark,
    vielen Dank für dein ausführliches Feedback..auch wenn es ziemlich weh tut :-(
    Mal wieder ein weiteres Thema, was es zu klären gibt in unserer Kernsanierung.
    Dein Feedback ist mehr als nachvollziehbar, daher werde ich mal meine Finger davon weg lassen, die aktuell kaputten Ziegel selbst aus zu tauschen.
    Gibt es evtl. irgendwelche Richtlinien dazu ? wo man als Basis in der Abstimmung mit der Zimmerei heranziehen kann ?
    Die erste Reaktion der Zimmerei habe ich ja bereits erwähnt, wobei die Firma grundsätzlich sehr vertrauensvoll ist... als auch traditionell.
    Nach meiner Einschätzung nach, jedoch wenig Erfahrung mit solchen Attikas , als auch innenliegenden Dachrinnen.

    Vielleicht noch wichtig zu wissen in diesem Kontext, aufgrund der flachen Dachneigung nur 16Grad , ist der Aufbau darunter entsprechend mit einer Dichtbahn ausgeführt. Die Bahn endet dann in der innenliegenden Dachrinne.
    Somit haben wir dann noch eine Sicherheitsebene...möchte das aber nicht schon in wenigen Jahren aufgrund Verstopfungen in Anspruch nehmen müssen!

    Danke nochmals
    Gruss
    Achim
     
  4. Hark

    Hark

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    Dann ist es eigentlich auch fast egal, die Dacheindeckung ist bei 16° und insbesondere bei dem gewählten Dachstein nur "schmückendes Beiwerk" und quasi ohne Funktion.

    Die hochstehende Reihe kann man nochmal aufnehmen und dort wo die Pfannen auf die Rückkantung treffen mit einer Flex ausklinken bzw "abschmirgeln", dann liegt das auch besser.
     
  5. acii

    acii

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    danke nochmals...dann bin ich auch etwas erleichtert.
    Ich liege aktuell mit einer Erkältung flach...werde noch bessere Bilder nachliefern bzw. prüfe ob evtl. doch eine tiefliegende Kehle vorhanden ist ... auf dem Bild sieht man das Blech welches in die Dachrinne endet.
    Auch der Abstand von dem Schlussstein zum Blech sollte bei 3-4cm liegen.
    Das werde ich natürlich nochmals nachmessen.

    Danke für den Tipp mit dem Ausklinken ..macht Sinn !
     

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