Dampfsperre feuchte stellen an Balken und Wandanschluss

Diskutiere Dampfsperre feuchte stellen an Balken und Wandanschluss im Bauphysik allgemein Forum im Bereich Bauphysik; Hallo, wir haben letztes Jahr im Juli die Zwischensparrendämmung inklusive der Dampfremse angebracht. Die Dampfbremse hat wie im Bild zu sehen,...

  1. Michi7516

    Michi7516

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    Hallo,

    wir haben letztes Jahr im Juli die Zwischensparrendämmung inklusive der Dampfremse angebracht. Die Dampfbremse hat wie im Bild zu sehen, einen sd-Wert von ca. 2,5. Es handelt sich hier um die Würth Wütop DB2. Im Oktober folgten dann 60mm Untersparrendämmung. Diese Woche habe ich mit dem beplanken mit Gipskarton begonnen, nun sind mir gestern leider feuchte Stellen an den Sparren und an den Giebelwandanschlüssen aufgefallen. Habe nun die Untersparrendämmung an den betroffenen Stellen entfernt und Ölradiator und Bautrockner aufgestellt. Zusätzlich habe ich den Aufbau bei Ubakus.de eingegeben (siehe Bild). Bei den Materialien habe ich mich hier nach meinem Energieberater gerichtet. Muss auch gestehen, dass ich seit dem wir in dem Haus wohnen (Juli), nur sehr selten gelüftet habe und momentan eine Raumfeuchte von 60% habe. Meine Frage wäre nun, ob eurer Meinung nach hier Nachbesserungsbedarf besteht, oder ich bedenkenlos nach der Trocknungsphase den Gipskarton anbringen kann. Vielen Dank für euren Input!
     

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  2. Alex88

    Alex88
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    Relativ sichere und einfache Diagnose, die DB wurde fehlerhaft verlegt, den Fehler musst du suchen und beheben, dann mit GK meiternachen
    Bilder wären nicht schlecht, der Ubakus interessiert erst mal nicht
     
  3. Holzhaus61

    Holzhaus61

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    Zumal das, was da eingeben wurde ohnehin Murks ist. Ne durchgängige ruhende Luftschicht unter der Schalung hab ich noch nicht gesehen. Man könnte sich jetzt zurücklehnen und sagen, siehste doch, selbst bei Ubakus ist da Feuchtigkeit angezeigt...

    Die nächste Hauptfrage ist: ist die Unterdeckbahn wirklich ne Unterdeckbahn???
     
  4. Michi7516

    Michi7516

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    Ja, ich hab nochmal nachgesehen, es handelt sich hier um die Koramic Classic 2s, sD-Wert sind 0,02 nich 0,1.
    Die 1 cm ruhende Luftschicht ergeben sich darauß, dass ich 160mm Zwischensparrendämmung vorgeschrieben bekommen habe, 15cm hatte mein Sparren und ich nur mit einem knapp 2cm Brett aufdoppeln konnte
     
  5. Michi7516

    Michi7516

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    Hier die Bilde, habe auch mal eins von einer feuchten Stelle mitgeschickt, die habe ich aber alle bereits freigelegt(Untersparrendämmung entfernt) und einen Bautrockner aufgestellt. Alle Stöße und Tackernadeln sind sauber verklebt und an den Rändern wurde rundeherum mit dem Wütop Folienkleber gearbeitet. Zusätzlich habe ich das ganze noch einemal mit Siga Rissan an den Balken verklebt.
     

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  6. ToTi

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    Wenn ich das in Ubakus eingebe, hast du einen rechnerischen Tauwasseranfall unterhalb der Sparren. Das wäre die erste mögliche Ursache. Aber Alex88 hat recht, ich würde vor allem genau schauen, ob auch wirklich alle Stellen zu 100% dicht sind. Ich sehe auf den Bildern ein paar Falten, die sind gerne mal fehleranfällig. Das du auf dem Bild massiv Wasser hast, direkt an einer Abklebung, würde mir zu denken geben und dort suchen.
    Ich persönlich hätte diese Konstruktion so nicht gebaut. Dafür wäre mir der Tauwasseranfall viel zu hoch, wenn auch rechnerisch im grünen Bereich. Besser wäre es gewesen eine PU-Untersparrendämmung zu verwenden z.B. Linitherm PAL GK. Da wäre der Tauwasseranfall 0,00Kg/m2 gewesen und dazu gäbe es noch einen deutlich besseren U-Wert.
     
  7. ps0125

    ps0125

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    Wenn du Kondensat auf der Raumseite der Dampfbremse hast, ist es da entweder punktuell zu kalt (Wärmebrücke) und/oder deine Räume sind generell zu schlecht beheizt und die Luft zu feucht. Eine fehlerhafte Verklebung zeigt sich nicht durch Kondensat auf der Innenseite der Folie.
     
  8. chris84

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    Der Punkt kommt mir hier auch spanisch vor. Kondensat innen an der Folie deutet m.E. auf ein Dämmungsproblem hin. Bei undichter Folie entsteht das Kondensat irgendwo in der Dämmebene - tendenziell Richtung kalter Außenseite, und läuft dann von außen auf die Folie...
     
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  9. Michi7516

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    Ich habe mal Testweise eine betroffene Stelle aufgeschnitten und geschaut, tatsächlich fühlt es sich unter der Dampfbremse( sprich nach außen gerichtete Seite) eher trocken an. Zudem finde ich, dass die Wärmebrücken am plausibelsten wären, da ich ausschließlich an Sparren und Wandandanschluss Feuchtigkeit habe. Die Wände außen sind zwar mit Wdvs gedämmt, aber die Oberseite ja nicht. Hab auch nochmal nachgesehen, und bemerkt, dass innen ein WLG von 032, also für die Untersparrendämmung, vorgeschrieben wurde. Dies würde ja laut Ubakus den Taupunkt zwischen Untersparrendämmung und Dampfbremse verschieben. Leider ist mir immer noch nicht klar, ob Handlungsbedarf besteht. Eine mögliche Idee wäre, die alte Dampfbremse zu entfernen( Großflächiges herausschneiden der einzelnen Felder) und diese unterhalb der Untersparrendämmung mit einer weiteren Konterlattung für den Gipskarton zu befestigen. Was haltet ihr von der Lösung, hättet ihr etwas besseres parat? Vielen Dank im vorraus!
     
  10. Michi7516

    Michi7516

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    Habe ich kontrolliert, hatte aber auch an Stellen ohne Verklebung an den Balken Feichtigkeitsansammlung. Was ich bemerkt habe, dass sich aufgrund der Feichtigkeit das Pappierähnliche Material von den Siga Sicrall ablöst. Zudem wurde für das ganzeHaus ein Blower Door Test gemacht, der an sich unauffällig war. Einzige Leckage war an den Wandanschlüssen der Balken an den Giebelwänden, diese habe ich dann aber auch geschlossen.
     
  11. chris84

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    Erst mal kein blinder Aktionismus!
    Wenn es an den Sparren kondensiert, liegt das Problem woanders! Was hast du denn aktuell für klimatische Bedingungen (Temperatur und Feuchte) da oben? Bewohnt ist da ja noch nicht, oder? Wie sieht das Lüftungsverhalten aus, und was ist eine Etage unten drunter los?
     
  12. #12 Michi7516, 26.01.2026 um 13:17 Uhr
    Zuletzt bearbeitet: 26.01.2026 um 13:25 Uhr
    Michi7516

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    Also.. wir wohnen seit Juli in den zwei Etagen darunter. Gelüftet wurde zugegebenermaßen eher selten am Dachboden. Der Dachboden ist über eine normale Treppe und eine Innentür vom normalen Wohnraum abgetrennt. Temperatur schätzungsweise 15 Grad im Wohnraum darunter ca 20. Luftfeuchte am Dachboden sind tagsüber laut Entfeuchter, der jetzt läuft, 60%. Geputzt wurde 7 Monate vor der Dachdämmung und der Estrich kam 5 Monate vor der Dämmung. Die Zwischensparrendämmung kam dann kurz vorm Einzug inklusive Dampfbremse. Zwischendämmunh wurde dann ca. 3 Monate nachher gemacht, kurz vorm Winter.
     
  13. chris84

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    Dann ist der Punkt, wo das Wasser auftritt, schlicht und einfach eine Kondensationsstelle wg. Hoher Luftfeuchte. Wenn ihr unten nicht akribisch lüftet, hast du da oben einen Luftfeuchtestau.
    Entfeuchter ist da oben daher aktuell obligatorisch. Erst wenn bei konstant <60% relFeuchte noch Kondensation auftritt, kann über weitere Maßnahmen nachgedacht werden.
     
  14. Michi7516

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    Aber würde bei Feuchtestau nicht auch Kondensation an den Fenstern auftreten ? Bzw. wäre dies nicht eher Suboptimal, dass der kälteste Punkt nicht an diesen liegt? Haben tatsächlich auch sonst im Haus nirgends Probleme mit feuchte, Lüften im restlichen Wohnraum und haben in jedem Raum mindestens eine dezentrale Lüftungsanlage, ergo eher geringe Luftfeuchte. Würde mir wünschen, dass dies der Grund wäre, da sind mir aber wie gesagt einige Sachen nicht schlüssig. Zudem kann ich nicht abschätzen wie kritisch die Thematik ist und wie dringend Handlungsbedarf besteht.
     
  15. chris84

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    Kondensation setzt 2 Dinge voraus: Hohe Luftfeuchte + niedrige Bauteiltemperatur. Wenn Wasser entsteht, wurde der Taupunkt erreicht oder unterschritten. Hast du 15°C im Dachgeschoss, und tatsächlich 60% Luftfeuchte, liegt der Taupunkt bei 7,3°C (!).
    Also hast du entweder eine deutlich höhere Luftfeuchte dort oben, oder eine ziemlich üble Wärmebrücke.
    Wenn die Fenster da oben (!) trocken sind, also da wirklich nix zu sehen ist, spricht das tatsächlich eher für eine Wärmebrücke.

    Ob eine dezentrale Lüftung (Pendellüfter?) in den Etagen darunter das Problem hier oben tatsächlich begrenzen können, hängt davon ab, wie diffusionsfähig die Geschossdecke ist, und wie schnell die Luftfeuchte sich unten ändert. Beim Kochen z.B. kann es passieren, dass mehr Feuchte nach oben wandert, als durch die Lüftung entfernt wird.

    Seit wann läuft der Entfeuchter da oben, und hat der schon was gebracht? Bei welcher Außentemperatur tritt das Problem auf? Warum ist da oben kein dezentraler Lüfter verbaut?
     
  16. ps0125

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    Das Problem ist halt auch die Innendämmung in Verbindung mit der Wärmebrücke. Durch die Innendämmung kühlt die Oberfläche an der Dampfbremse noch weiter ab. Eine Lösung wäre, wie du schon selbst vorgeschlagen hast, die Dampfbremse komplett auf die Warmseite der Dämmung zu bringen und eine weitere Lattung + Bekleidung anzubringen.
     
  17. Michi7516

    Michi7516

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    Der Bauentfeuchter läuft seid Samstag Abend. Die feuchten Stellen an denen ich die Untersparendämmung entfernt habe, waren innerhalb weniger Stunden trocken, kann hier aber keine Aussage machen ob dies allein am Entfeuchter liegt oder ob das ohne auch der Fall gewesen wäre. Habe gestern Abend noch an weiteren Stellen nachgesehen, diese waren( da hier die Untersparrendämmung noch montiert waren) noch feucht( Tropfen). Dezentrale Lüftungsanlagen sind am Dachboden nicht verbaut, da vom Energieberater/ Heizungsbauer nicht gefordert. Evtl. auch nicht berücksichtigt, kann ich nicht sagen. Die letzten Wochen war es eher kalt, -10 bis 5 Grad. Vielen Dank übrigens für deine Zeit!
     
  18. Michi7516

    Michi7516

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    Das ist hald aktuell meine Hauptbefürchtung, dass hier die Auslegung vom Energieberater „fehlerhaft“ war, da so wie es bei mir gemacht wurde ja meines Verständnisses ja der Normalfall ist.
     
  19. ps0125

    ps0125

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    Da kommen halt ein paar Punkte zusammen.
    - Wärmebrücke durch den Sparren
    - Innendämmung
    = Da kann es durchaus sein, dass du auf der Folie in diesem Bereich nur noch +5° hast.

    - Niedrige Raumtemperatur
    - Hohe Luftfeuchte
    = Niedrige Oberflächentemperaturen verursachen Kondensat

    Du kannst jetzt an manchen Stellschrauben drehen, an manchen nicht.
    - Wärmebrücke: Kannst du nicht verändern
    - Innendämmung: Kannst du wieder ausbauen oder innen eine Dampfbremse davor setzen, wo sie auch hingehört
    - Raumtemperatur: Mehr heizen, auf z.B. 20°
    - Luftfeuchte: Mehr lüften oder künstlich trocknen
     
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