Elektrik - muss die neu?

Diskutiere Elektrik - muss die neu? im Elektro 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo zusammen, bevor wir einen Elektriker nun beauftragen wollte ich einmal nachfragen. Wir haben ein Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung im...

  1. japi936

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    Hallo zusammen,

    bevor wir einen Elektriker nun beauftragen wollte ich einmal nachfragen.
    Wir haben ein Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung im OG. Derzeit sind beide Wohnungen, die im EG und OG in einem Holzkasten/Sicherungskasten im Flur. Alle alten Kabel wurden durch den Vorbesitzer bereits erneuert, sodass alles neue Kabel verbaut sind, also nicht mehr zweiadrig.

    Die Frage ist, müssen wir diesen Sicherungskasten aus Gründen verlegen bzw. in den Kellerverlegen lassen oder könnte man das so lassen?

    Strom.jpg
     
  2. simon84

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    Da musst du die TAB deines Versorgers lesen.

    Normalerweise wäre die Sanierung so nicht zulässig gewesen; separate UV wären zu setzen gewesen, idealerweise innerhalb der jeweiligen Wohnung/Etage.

    Man sieht auch hier schon, dass vermutlich zu viele Sicherungen auf einem FI hängen, das ist so auch nicht mehr zulässig, bräuchtest hier 3 FI wenn du es ganz genau/korrekt machen willst. Kabelführung ist Chaos, die Sicherungen hängen schief wie ein Schluck Wasser in der Kurve etc.
    Macht allgemein keinen guten Eindruck das ganze.

    Generell wird die Nutzung das AAR als UV ungern gesehen heute und ist auch nicht mehr zulässig

    VDE-AR-N 4100:2019-04: Norm und Auswirkungen erklärt

    Also Kurzversion, entspricht ziemlich sicher nicht 100% der DIN/VDE und TAB

    Genaueres wirst du erst wissen, wenn ein Elektriker die Verkleidung runter macht und es mal genauer anschaut/beurteilt.

    Stell dich drauf ein, dass du das neu machen lassen musst.
     
  3. japi936

    japi936

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    Okay verstehe.
    Wie würde man es denn neu machen? Derzeti hängt der Sicherungskasten im Treppenhaus quasi und ich kann ja nicht alle Kabel von der Glühbirne bzw. vom Schalter bis in den Keller legen um dort einen neue Kasten zu machen.

    Zieht man dann ein kabel vom alten Kasten in den Keller oder müssen alle verlängert werden oder wie macht man das ?
     
  4. simon84

    simon84
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    Direkt nebendran zB falls möglich
    Kabel neu ziehen bis zur ersten verteildose des entsprechenden Stromkreises oder falls es sich ausgeht in der UV mit reihenklemmen arbeiten


    Lass dich vom fachbetrieb vor Ort beraten, das wird das beste sein

    PS durch das Kabel Wirrwarr schaut es so aus als ob da evtl. schon ausreichend Reserve sein könnte es neben dran auf die Seite zu versetzen
     
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  5. Cybso

    Cybso

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    Behauptet Hager. Die sind aber auch so ziemlich die einzigen, die die Norm so interpretieren. Auf die Summenfehlerströme, auf die Hager sich bezieht, hat die Anzahl der LS jedenfalls keinen Einfluss.
     
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  6. simon84

    simon84
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    Ja sinnhaftigkeit sei mal dahingestellt, außer beim hager Planer findet man das auch noch in der DIN 18015

    es wird bestimmt noch andere Überraschungen an der Anlage im Photo geben

    netzform ermitteln
    HAK mal anschauen
    PAS / erder anschauen und gegebenenfalls überprüfen

    Da sind die Anzahl Sicherungen pro FI jetzt nicht das was das Kraut fett macht

    eher ein platzproblem in den zwei voll geknallten Reihen über dem Zähler passt das nicht rein und da gehört es auch nicht rein
     
  7. Viethps

    Viethps

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    Techniker kriegen das hin....wie auch immer
    Ein E- Fachbetrieb könnte folgende Möglichkeit erkennen und vorschlagen:
    - Neuer Zählerschrank in den UG - Bereich
    - Vorhandenen Bereich für Erweiterung als UV nutzen

    Anlagenerweiterung im UG braucht man sowieso, falls PV und Wallbox mal folgen sollen......
     
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  8. Deliverer

    Deliverer

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    Macht man die PV gleich mit, spart man sich die MwSt..
     
  9. #9 petra345, 09.02.2026 um 20:31 Uhr
    Zuletzt bearbeitet: 09.02.2026 um 20:37 Uhr
    petra345

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    Selbstverständlich wird ein Fachbetrieb einen neuen Zählerschrank nach heutiger Norm und für etwa 5000 bis 10000 € mit allen Arbeiten vorschlagen. Aber so lange der Versorger keine neue Anlage fordert, und von der Anlage keine Gefahren ausgehen braucht man garnichts zu machen.
    Bis ca. 1970 waren jedes Jahre etwa 100 Tote durch elektrischen Strom zu beklagen. Seit es 30 mA FI-Schutzschalter gibt, sind es noch etwa ein Dutzend. FI-Schutzschalter, heute RCD genannt, mit 30 mA Abschaltstrom (?) sind eingebaut. Was will man mehr? Wenn die Geräte schief wie ein Schluck Wasser sind, arbeiten sie trotzdem einwandfrei. Aber die RCD müssen zur einwandfreien Funktion etwa jeden Monat einmal ausgelöst werden!! Sonst ist ihre Funktion nicht gewährleistet. Wer weiß das und wer macht das?
    Die modernen Feuerschutzschalter müssen nicht nachgerüstet werden. Sinnvoll wären sie in alten Fachwerk- oder Fertighäussern mit Dosenklemmen, die keinen besonders guten Kontakt ergeben. Eingebaut werden sie aber in neuen Anlagen.
    Ein SLS_Schalter ist heute Standard. Er ist sehr schön wenn man an der Anlage arbeiten muß. Aber auch er muß nicht nachgerüstet werden.

    Die vorhandenen RCD sind möglicherweise bei den heutigen Verbrauchern nicht mehr geeignet. Das muß man an Hand der Verbraucher prüfen. Statt billiger bisheriger FI müssen wegen der neuen Verbraucher jetzt sehr viel teurere Geräte eingebaut werden.
     
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