Hauskauf und Budgetplanung - Unsicherheiten ohne Ende

Diskutiere Hauskauf und Budgetplanung - Unsicherheiten ohne Ende im Sanierungskonzept & Kostenschätzung Forum im Bereich Altbau; Hallöchen! Ich bin neu hier und völlig überfordert was das Thema Hauskauf / Budgetplanung / Förderungen und Co. betrifft. Ich habe nun morgen...

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    Hallöchen!

    Ich bin neu hier und völlig überfordert was das Thema Hauskauf / Budgetplanung / Förderungen und Co. betrifft.

    Ich habe nun morgen einen Beratungstermin bei einem Finanzmakler welcher beispielsweise auch ein Haus in der Vermarktung hat, welches uns zusagen würde.

    Aber egal wen ich vorab zu welcher Immobilie gefragt habe, immer kam: "Wie viel soll ich denn bei den Modernisierungen rein schreiben und was ist dort beinhaltet?"

    Setze ich zu hoch an, wurde bereits signalisiert "Dann passt weder Ihre Haushaltsrechnung noch der Beleihungswert". Setze ich zu hoch an und es reicht hinterher nicht, was dann?

    Beispiel Haus morgen z.B.:

    Freistehendes EFH (ehemals Bauernhaus)
    Bj.: 1913
    Wohnfläche: 140qm² (1 volles Geschoss und OG mit Dachschrägen)
    Energiebedarf laut Energieausweis: 410kWh/(m²*a)
    Alte Ölzentralheizung (ca. 1990) mit Warmwasserbereitung
    Von allen Fenstern würde ich schätzen sind noch so minimum 50% alt (also so späte 70er, frühe 80er würde ich sagen). Der Rest ist immer mal wieder ausgetauscht worden (so ab 2002).
    Dach kam ca. 2010 neu (inkl. Dämmung der Dachschrägen sowie neue Fenster in den Dachschrägen).
    Elektrik ist weitestgehend neu gemacht, allerdings ist der Verteilerkasten recht klein und mittig im Haus platziert (falls das wichtig ist).

    Ansonsten von außen verputzt, aber nix gedämmt, kein zweischaliges Mauerwerk (laut Makler). Haus hat im Wohnzimmer noch einen Holzofen (aus 2023).

    Jetzt kommen natürlich gleich wieder alle um die Ecke mit: Alles sofort dämmen, tauschen, verbessern und Co.! Das sprengt den Rahmen.

    Mein Plan wäre jetzt zunächst mal im Zuge der Finanzierung die Ölheizung durch eine Pelletheizung zu ersetzen (oder nimmt man trotz einer Vielzahl von älteren Radiatoren und OHNE Fußbodenheizung trotzdem eine Wärmepumpe?) und zu finanzieren (gibt dann ja 50% zurück) und die restlichen alten Fenster (und ggf. die Haustür) dann nach Einzug aus eigenen Mitteln (nach und nach) zu tauschen (ggf. dann auch mit iSFP wegen der Förderung).

    Quizfrage: Egal ob nun Pelletheizung oder Wärmepumpe -> Was sage ich dem Finanzgenie? 30.000€? 40.000€?

    Wenn man wirklich 50% zurück bekommt (dafür muss man ja auch einiges "erfüllen"), könnte man den Teil ja auch direkt sondertilgen und gut.

    Für die Banken sind solche Energiebedarfswerte wohl quasi "energetische Ruinen" und kosten extra Aufpreise bei den Zinsen. Das würde durch den Tausch der Heizung ja quasi direkt einen großen Sprung in Richtung E oder G machen (hoffe ich).

    Ich weiß, dass das keine Standardantwort sein wird, aber kann man das mit solchen Infos wenigstens so ca. abschätzen?

    LG René
     
  2. 415B

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    Wenn man keine Ahnung hat nimmt man eine Sachverständigen mit der sich mit Gebäuden auskennt. Kostet vielleicht 300 Euro die sicher vor bösen Überraschungen helfen können.
     
  3. Altbaucharme

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    Generell eine gute Idee, aber ich kann nicht bei fünf Besichtigungen pro Woche jedes Mal immer mit einem Sachverständigen um die Ecke kommen. Und wenn, müsste es sicherlich eher ein Energieberater sein (schätze ich)!?

    Aber danke für den Tipp! Wird notiert. :28:

    LG René
     
  4. 415B

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    Auf keinen Fall da verkauft auch jeder nur das was er im Angebot hat.

    Ein richtiger Architekt oder Baumsachverständige sollte es sein
     
  5. Altbaucharme

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    Ah, okay!

    Gut. Und der kann das als Architekt einschätzen, wie hoch die Investitionssumme für eine neue Heizung ist?

    Dann sortiere ich jetzt wohl mal ein paar Häuser aus und schaue, dass ich so jemanden mal mit in die restlichen in Frage kommenden Häuser bekomme.

    LG René
     
  6. chris84

    chris84

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    Ich kann nur empfehlen, sich erst mal einige Objekte anzuschauen, und ein Bild vom Markt und den eigenen Wünschen und Möglichkeiten zu entwickeln.
    Das ist ein Kauf für den Rest deines Lebens. Wenn man bei der Auswahl eines Autos 2 Monate sucht, um es 10 Jahre zu fahren, sollte man bei einem Haus durchaus schonmal ein Jahr Zeit investieren.
    Wenn ich z.B. sowas sehe:
    ist mir ganz ohne das Ding gesehen zu haben klar, dass das kaum mehr Wert ist als das Grundstück, auf dem es steht. Oder da ist was oberfaul. Das wären >50.000kWh Jahresenergiebedarf, das sind - egal wie beheizt - >5k€ jährliche Energiekosten.

    Ich bin bei meiner persönlichen Suche nach dem Altbau zu der Erkenntnis gekommen, dass das Objekt entweder kernsaniert wird und entsprechend günstig ist, oder eben bereits saniert wurde und für die nächsten 50Jahre fit sein muss.
    Das oben klingt nach Bastelbude, in der völlig zusammenhanglos irgendwelche Maßnahmen ergriffen wurden, weils z.B. gerade reingeregnet hat. Da passt dann am Ende nichts zueinander und es wird ein Groschengrab.
     
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