Deckenaufbau im EFH

Diskutiere Deckenaufbau im EFH im Dach Forum im Bereich Neubau; wenn meine Zunft kommt und irgendwelche Spots installieren will. ja, ich weiß: " Der Tod jeder Dampfbremse ist der Elektriker";) Aber dein...

  1. ToTi

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    ja, ich weiß: " Der Tod jeder Dampfbremse ist der Elektriker";)
    Aber dein Argument macht Sinn!
     
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  2. StupidHome

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    Aber bitte nicht verallgemeinern, ich würde mir selbst das Zertifikat "Luftdichtheitssensibilisiert" ausstellen. ;)
    Leider bin ich hier (unverschuldet) Leidgeprüft und predige das deshalb nicht aus Klugscheißerei (zumindest nicht nur) sondern aus berechtigter Sorge um den Dachstuhl von Selbermachern.

    Deshalb auch der ehrlich gemeinte Hinweis an @Vanitas24 bitte fühle dir nicht auf den Schlips getreten.
    Im letzten Bild hast du die Dämmung jetzt oben aufs OSB gepackt, das hatte ich vorher schonmal gefragt.
    Bitte erklär mal den ganzen Umfang was du vorhast. Das einziehen einer Decke im Raum mit Zusatzdämmung kommt ja nicht von ungefähr.

    Umbau Dachgeschoss zum Wohnraum?
    Wie wurde das vorher genutzt?
    Bilder sagen mehr als 1000 Worte
    Was kommt noch? Fenster tauschen? usw. usw.
     
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  3. #23 Vanitas24, 17.02.2026 um 13:20 Uhr
    Zuletzt bearbeitet: 17.02.2026 um 13:48 Uhr
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    Ok, ich greife das Ganze noch einmal auf:

    Das Einfamilienhaus wird kernsaniert. Das Dach wird bzw. wurde neu eingedeckt, da noch alte Asbestplatten darauf lagen. In der Dachschräge wurde nicht gedämmt, da sonst der Dachboden mitbeheizt werden würde. Der Dachboden wird kein Wohnraum, da die Dachhöhe sehr niedrig ist. Deshalb wird die Decke gedämmt.

    Durch den „Nagelbinder“-Aufbau verlaufen die Sparren (nennt man die so?) ja auch horizontal über das gesamte Gebäude – siehe Skizze in meinem ersten Beitrag. Die Sparren haben hier eine Höhe von ca. 13 cm, deshalb haben wir zwischen den Sparren 14 cm Mineralwolle gedämmt. Obendrauf habe ich OSB3-Platten verlegt, damit der Dachboden begehbar ist und etwas aufgeräumter wirkt.

    Als fertiger Deckenaufbau ist eine freihängende Trockenbaudecke geplant. Das Ständerwerk (also CW-Profile) ist 100 mm breit, da die Spannweite der Zimmer ca. 4 Meter beträgt. Zwischen den Trägern soll die zweite Dämmschicht (10 cm) eingebracht werden.

    Die Dampfbremse sollte ursprünglich zwischen den beiden Dämmschichten liegen, damit ich unten eine saubere Installationsebene habe. Wie ich inzwischen erfahren habe, ist das technisch keine gute Lösung. Die Dampfbremse direkt hinter den Gipsplatten zu platzieren, ist wegen Schrauben, Lampen etc. „aufwendig und unsicher“.

    Ich werde die zweite Dämmschicht jetzt ganz oben auf die OSB3-Platten verlegen. Wie gesagt, der Dachboden kann wegen der geringen Höhe nicht genutzt werden, höchstens als Stauraum für kleinere Dinge – darauf kann ich aber verzichten. Die Dampfbremse kann dann zwischen Ständerwerk und Sparren verlegt werden, sodass ich eine saubere Installationsebene habe. Diese wird raumweise angeschlossen und an den Wänden verklebt.

    Wegen der Elektrik:
    Die Elektrik war teilweise veraltet, teilweise neu, aber auf Putz verlegt. Deshalb haben wir uns entschieden, diese ebenfalls komplett zu erneuern. Die Zuleitungen führen vom Keller über einen Kabelkanal im Treppenhaus zum Dachboden und von dort aus weiter zu den Räumen. Der Übergang in den Zimmern ist, wie gesagt, unter Putz verlegt, ohne Rohre, direkt eingegipst. Einzig die Kabel für die Deckenlampen stellen ein Problem dar, da sie aktuell unter der bereits verlegten ersten Dämmschicht hängen (quasi unten an den Sparren befestigt).

    Die Mauerkronen (Leichtbeton) sind oben offen – das habe ich bisher nicht bedacht. Stellt das ein Problem dar? Oben drüber ist ja die Dämmung und die OSB3-Platte.

    Die Fenster sind aktuell in Ordnung und werden (budgetbedingt) in Zukunft getauscht. Die Fassadendämmung (EPS 12 cm) wird bereits jetzt gemacht, da das Gerüst schon steht.

    Bilder kann ich aktuell keine Machen, da ich die nächsten Tage nicht auf der Baustelle bin. Ein altes Bild habe ich noch gefunden.

    Ich danke euch bisher für die Hilfe!
     

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  4. #24 StupidHome, 17.02.2026 um 14:23 Uhr
    Zuletzt bearbeitet: 17.02.2026 um 14:46 Uhr
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    Warum? Statik? Aber OSB oben drauf und ggf. als Lagerfläche nutzen geht?

    Kommt auf die Ausführung der Installation an. Im Zweifel geht über Flankendiffusion die Feuchtigkeit in die Dämmung die zwischen Dampfbremse unten und OSB oben eingesperrt ist.

    Gut zu wissen

    Ist die Mineralwolle schon da oder warum der Aktionismus? Warte doch mal ab, evtl. gibt es Lösungen die nix kosten aber nachher eine vernünftige Ausführung abbilden, dafür musste aber ggf. nochmal an das OSB ran

    Ich würde jetzt mit weiteren Ratschlägen abwarten bis du noch ein paar Fotos reinstellst.
    Interessant sind da Details wie Mauerkronen der Außenwände.
    Ein Bild vom Nagelbinder aus der Dachboden-Perspektive
    Aktueller Zustand der OSB Verlegung, gerade im Bereich der Durchdringungen der Binder
     
  5. #25 Vanitas24, 17.02.2026 um 16:34 Uhr
    Zuletzt bearbeitet: 17.02.2026 um 16:45 Uhr
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    Die freitragende Decke deshalb, damit sie vollständig vom Dach entkoppelt ist. Durch den Nagelbinder hat der Dachdecker dies so empfohlen.

    Und ja die Mineralwolle ist bereits vor Ort und wir haben etwas Zeitdruck.

    Ich habe Bilder durch den Bruder jetzt machen lassen. Ich hoffe sie sind jetzt aussagekräftig.

    Auf dem letzten Bild ist der Dachstuhl aufgelegt.
     

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  6. StupidHome

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    Unter Zeitdruck die falschen Entscheidungen zu treffen ist ne schlechte Idee. Da kannst du mal schnell einen 5-6 stelligen Betrag versenken.
    Die ersten Fehler hast du meiner Meinung nach schon gemacht.

    Ich tue mich schwer bei der jetzigen Situation mit den offenen Mauerkronen und dem OSB auf der Dämmung dir einen Rat zu geben mit dem ich gut schlafen kann. Wenn es mein Dach wäre würde ich vermutlich rückbauen, zumindest aber die Lage OSB wieder rausnehmen.

    Mache dich schlau zu
    Flankendiffusion
    Feuchteschäden durch Fehler in der Dampfbremsen
    Sd-wert

    Und wenn dir das alles zu komplex ist, was du schon beim Thema 1/3 Regel hast durchblicken lassen, dann hole dir einen Profi und kontrolliere innerhalb der Gewährleistung ob auch alles okay ist.
     
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  7. #27 Vanitas24, 17.02.2026 um 21:39 Uhr
    Zuletzt bearbeitet: 17.02.2026 um 21:59 Uhr
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    Danke für die ehrliche Meinung. Bei der Variante mit Zusätzlichen Dämmung auf den OSB Platten führt laut Ubakus zu keinen Problemen. Ist das Tool grundsätzlich bauphysikalisch korrekt?

    Ein Profi hatte grundsätzlich dazugeraten die OSB unterhalb mit einer Konterlattung als erste Schicht zu befestigen (Folie direkt auf OSB dann die freitragende Decke) und eine 20cm Dämmung darauf zu verlegen. Das Hätte ich auch grundsätzlich so machen wollen nur hätte ich in dieser Konstellation nochmals ca. 6 cm an Aufbauhöhe.

    Mir ging es grundsätzlich um die Deckenhöhe. Ich wollte keine 2,4 m Deckenhöhe. Das ist mir viel zu niedrig.

    Das mit den Mauerkronen kann ich natürlich null einschätzen. Das es zu Problemen führen könnte ist nicht auszuschließen.

    Ich werde mir nochmals Rat holen müssen.
     
  8. StupidHome

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    Ja, aber die Frage ist ob deine Umsetzung auch die Simulation wiederspiegelt. Deshalb habe ich geschrieben du sollst mal testweise die Dampfbremse im Ubakus deaktivieren um zu sehen was bei einer fehlerhaften Dampfbremse passiert. Die Realität spiegelt sich dann irgendwo zwischen diesen beiden Werten. Deshalb schrieb @ToTi auch das es "rechnerisch" funktioniert.

    Gute Idee. Aber hole dir jemanden der das auch nicht zu schwammig nimmt
     
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  9. Vanitas24

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    Stimmt das hatte ich vergessen gegen zu prüfen. Ohne die Folie ist tatsächlich Ramba Zamba. Ich würde natürlich gewissenhaft arbeiten um das vorzubeugen, aber die Realität ist dann vermutlich eine andere.

    Hätte ich bloß keine OSB gelegt, die mich sehr viel Geld und Arbeitszeit gekostet hat xD.

    Ich danke Ihnen für die ausführlichen Erklärungen.

    Schönen Abend noch.
     
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