Innendämmung Badezimmer im Anbau

Diskutiere Innendämmung Badezimmer im Anbau im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Hallo zusammen, ich renoviere unser Badezimmer und bräuchte euren hilfreichen Rat. Das Bad ist in einem Flachdach-Anbau aus den 1960er-Jahren....

  1. #1 Bitterwolf, 31.03.2026 um 11:30 Uhr
    Zuletzt bearbeitet: 31.03.2026 um 12:05 Uhr
    Bitterwolf

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    Hallo zusammen,

    ich renoviere unser Badezimmer und bräuchte euren hilfreichen Rat.
    Das Bad ist in einem Flachdach-Anbau aus den 1960er-Jahren. Die Decke ist eine Stahlbetondecke. Durch die bisher fehlende Dämmung und schlechte Lüftung hatten wir an der Decke (Deckenpaneele) immer Probleme mit Kondenswasser und Schimmel. Jetz kommt eine aktive Lüftung rein. Da Deckenhöhe sehr reichlich ist, möchte ich zusätzlich eine Unterdeckendämmung einziehen (1. um die Abkühlung der Decke zu dämpfen und 2. um ein wenig Energie zu sparen).

    Hier ist die aktuelle Situation schematisch im Querschnitt:
    Baddecke_Situation.jpg
    Und so hab ich mir das vorgestellt:
    Baddecke_Dämmung_V1.jpg

    Zwei Fragen:
    1. Wie befestige ich die Folie am Übergang zu bereits gefliesten Wand? Worauf muss ich da besonders achten? Wäre sowas wie "Soudal Dampfsperrenkleber Vapourseal" das Richtige?
    2. Liege ich mit Dampfsperre richtig? (Das Dach darüber ist ja dicht, darum keine Dampfbremse)

    (Falls die Dämmung grundsätzlich Blödsinn ist, bin ich natürlich auch dankbar für Hinweise)

    Viele Grüße
    Bitterwolf
     
  2. Hark

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    So aus dem Bauch heraus, ist das der sichere Weg in den Untergang :)

    Überprüfe den Aufbau doch mal mit Ubakus
     
    ToTi gefällt das.
  3. ToTi

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    Ich bin mir ziemlich sicher, dass auf der Betondecke eine Dampfsperre verlegt ist, darüber eine Dämmung und dann Abdichtung. Alles andere wäre ungewöhnlich.
    Du solltest mal die Rechnung vom Dach heraussuchen und da mal schauen, was genau gemacht wurde. Alles andere kann sonst zur Schimmelbude werden!
     
  4. Bitterwolf

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    Hallo Hark,
    danke für deine schnelle Antwort. Kannst du "Untergang" etwas genauer beschreiben?

    Hab es mal in dem Rechner nachgestellt und sehe erstmal keine Verschlechterung.
    (Hab das Dach als armierten Beton mit Bitumendichtbahn modelliert)
    vorher: 13 °C Oberflächentemp, 18 kg/m² Tauwasser, 330 Tage Trocknungszeit
    nachher (mit Dampfsperre): 18 °C, 0.013 kg/m², 114 Tage
    nachher (mit feuchtevariabler Dampfbremse): 18 °C, 0.12 kg/m², 98 Tage

    Dass die zweiseitig dichte Konstruktion Risiken birgt, weil man die Feuchte "einsperrt", ist mir klar (darauf weißt Ubakus auch hin). Darum ja auch die zukünftige feuchtegesteuerte aktiv Entlüftung. Und darum auch meine Frage nach dem Anbringen der Folie.

    Wie würdest du es lösen? Irgendwas mit Kalziumsilikat oder Holzfaser?
     
  5. Bitterwolf

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    Danke Toti. Das Flachdach ist einfach abgedichtet (Bitumenbahn). Keine Dämmung.
    Gruß
     
  6. Hark

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    Innendämmung ist immer problematisch und sollte eigentlich die absolute Ausnahme für Sonderfälle bleiben.

    Die Isolierung gehört auf die Betondecke, nicht darunter. Ich würde das Flachdach (dann mit Isolierung) erneuern.

    Klick mal im Ubakus in der linken Leiste auf Hinweise, da gibt es verschiedene weiterführende Artikel zum Thema Innendämmung.

    Ich würde mich auch Toti anschließen, es ist ungewöhnlich, dass im Schichtenpaket der Abdichtung keine Isolierung vorhanden ist. Wenn ist tatsächlich so ist, dann ist das auch die Ursache für den Tauwasser und Schimmelbefall.

    Die Betondecke wird weiterhin abkühlen, die ist ja direkt der Außentemperatur ausgesetzt.
     
  7. ToTi

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    Moment mal! 2020 wurde das Flachdach neu gemacht, ohne Dämmung?? Das wäre mal ein krasser Verstoß gegen die GEG und den allgemeinen Regeln der Technik. Da würde ich mir mal die Unternehmererklärung geben lassen. Zumal du in jedem Raum Kondensatbildung haben müsstest. Irgendwie kann ich den Aufbau nicht glauben.
     
  8. Bitterwolf

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    Danke nochmal, Hark!
    An der Außenhülle kann ich nichts ändern - es wird eine Badrenovierung, keine Haussanierung :-)

    "Rein rechnerisch" (Ubakus) wird es deutlich besser (19 °C, 0.31 kg/m², 20 Tage), wenn ich die Kombination aus Folie+Traglattung+Gipsfaserplatte durch eine Kombination aus 30mm Kalziumsilikatplatte ersetze. Ist das praxistauglich?
     
  9. ToTi

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    Nein. Denn der Taupunkt ist im Beton! Die Kalziumsilikatplatte nimmt zwar Feuchtigkeit auf und gibt diese auch ab, aber bei der Menge wird sie das nicht schaffen. Bei der Trocknungsdauer sollte man es nicht nach Glaser rechnen(Abakus) sonder nach Wufi. Aber das ist eine Berechnung die du nicht kannst. Das ist was für richtige Profis und da bin selbst ich raus.
     
  10. Hark

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    Kalziumsilikat hat (nicht ganz unberechtigt) den Status einer "Wunderwaffe" und ist nach meiner Meinung besser als die vorherige Planung. Allerdings kann auch diese Platte irgendwann mit Feuchtigkeit gesättigt sein. Ob es funktioniert kann ich nicht sagen, ist schon ziemlich viel Feuchtigkeit. Ich würde es vermutlich nicht riskieren.

    Ich würde nochmal eine Nacht über den Vorschlag der Dachsanierung schlafen :)
     
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