Thermostatmischer Kartusche Dusche Funktion

Diskutiere Thermostatmischer Kartusche Dusche Funktion im Sanitär Forum im Bereich Haustechnik; Hallole, vielleicht könnt ihr mich erleuchten - ich brauche Erklärhilfe. In unserer Dusche ist seit über 30 Jahren ein UP-Thermostatmischer...

  1. MarkF

    MarkF

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    Hallole,
    vielleicht könnt ihr mich erleuchten - ich brauche Erklärhilfe.
    In unserer Dusche ist seit über 30 Jahren ein UP-Thermostatmischer verbaut. Schon seit einiger Zeit ist die Themorstatfunktion nur noch eingeschränkt, d.h. hauptsächlich funktioniert es nur noch als Dreh-Mischsteller, im Prinzip wie ein Einhebelmischer. Aber damit kann man leben.
    Vor Jahren hatte ich die Kartusche mal ausgebaut und in Entkalker gelegt, was aber nur wenig geändert hat.
    Nunmehr hat es beim Drehen plötzlich geknackt und nichts geht mehr. Es steht unverrückbar auf heiß (also praktisch nicht mehr zu benutzen) und beim Drehen knackt es nur noch an zwei Posititionen.
    Ich habe die Kartusche also erneut ausgebaut und in der Annahme, daß aufgrund unseres sehr kalkhaltigen Wassers die innere Mechanik zugekalkt sei, es über Tage in Entkalkungsmittel eingelegt. Gebracht hat es leider nichts. Beim Drehen am Einsteller knackt es an zwei Positionen, aber weder bewegt sich irgendetwas noch hat es eingebaut eine Funktion.
    Ersatzteile (das Teil stammt von Rokal/Hansa/Grohe) gibt es definitiv leider schon lange, lange nicht mehr. Diese Kartusche wurde anscheinend nicht so enorm viel verkauft, denn auch im Netz findet sich dazu praktisch nichts. Als dauerhafte Lösung bleibt nur, die UP-Armatur durch eine AP-Einhebebel-Armatur zu ersetzen (nochmal UP und/oder Thermo will ich nicht), aber da wir keine Ersatzfliesen haben und es auf dem Markt keine auch nur ansatzweise vergleichbare/ähnliche "edle" Fliesen gibt, ist das keine Sache von wenigen Stunden sondern will ordentlich geplant und organisiert werden. Das heißt: Ich muß für die Übergangszeit etwas zurechtfruckeln.
    Die Fotos zeigen die Kartusche - im ersten Kompilat das oberste Bild (stammt aus dem Netz).
    thermo1.jpg
    Man sieht am roten Strich einen Spalt. Ich habe alles versucht - gezogen, gedreht, links rechts - es rührt sich nicht im geringsten. Entkalker, Öl, Rostlöser usw. - nichts hilft. Da es vorne einen Sechskant und hinten (nicht zu sehen) einen "Zweikant" gibt, kann ich die Kartusche ordentlich einspannen und mit Werkzeug und Verlängerung traktieren - aber ohne Erfolg.
    Da aber darin die Mischmechanik steckt und das Teil irgendwie zusammengebaut worden sein muß, es aber ums Verrecken nicht mehr zum Funktionieren zu bringen ist, habe ich es mit einem dünnen Laubsägebblatt 0,4mm an dem Spalt vorsichtig zersägt. Was einfacher ging als erwartet.
    Das zweite Bild zeigt die beiden Hälften zusammengeschoben und das dritte Bild zeigt sie separiert, "aneinander"gelegt. Die folgenden beiden Bilder zeigen die Innereien. Stört euch nicht an den gesenken Löchern in Teil 1 und Bohrungen in Teil 2 - damit wollte ich die beiden Teile wieder zusammenschrauben, was zwar für sich funktioniert, aber nicht zur Funktion führt. Und genau darum geht es mir:
    Das Prinzip der Thermomischer ist mir bekannt, da gibt es im Netz ja mehr als genug Material (bis zum - leider kaum verständlichen- Video von Rinnenmaker): Durch den Drehsteller wird das gesamte Thermoelement (Stössel, Teil 5) mehr oder weniger nach innen geschoben und durch die innere Wachsfüllung (das ist es wohl) wird je nach Temperatur des umströmenden Wassers der Stössel mehr oder weniger nach außen gedrückt. Dadurch wird der Mischer (Schieber, Teil 3) in der Kartusche bewegt (hier sitzt der hintere Teil des Stössels/Thermoelement Teil 5 in der entsprechenden Öffnung/Aussparung des Schiebers/Mischers Teil 3) und verstellt das Verhältnis Warm-/Kaltwasser. Durch eine Feder (Teil 4) ist die gesamte Mimik federbelastet und stellt sich bei niedrigerer Temperatur zurück.
    Das zweite Kompilat zeigt einen Blick in die beiden Hälften Teil 1 und 2:
    thermo2.jpg
    Die oberen beiden Bilder zeigen das Innere vom vorderen Teil 2, einmal ohne und einmal mit Stössel/Thermoelememt. Abgedichtet durch den sichtbaren O-Ring wird der Stössel zum Drehsteller geführt und stützt sich dort ab. Im hinteren Teil 1 sind Stufen zu erkennen: Ganz hinten sitzt die Feder und stützt sich am Gehäuseboden ab und auf dem davor liegenden Absatz (leider nicht gut zu erkennen) liegt der hinter Abschluß/Rand des Mischers/Schiebers (Teil 3) auf (grün im ersten Kompilat). Dessen vorderer Rand liegt wiederum auf dem hinteren Ende der innereren "Röhre" von Teil 1 auf (blau im ersten Kompilat). Und genau da liegt das Problem und des Pudels Kern:
    Entsprechend dieses grundlegenden Prinzips ging ich davon aus, daß auch hier sich der Schieber/Mischer Teil 3 in der Kartusche, also im hinteren Teil 1, bewegt und entsprechend seiner Position die seitlichen Einströmschlitze für Warm-/Kaltwasser mehr oder weniger freigibt/öffnet. Der O-Ring in seiner Seitenfläche trennt hierbei Warm- und Kaltwasser, so daß nur das WW nach vorne zum Thermoelement fließen kann. Nach der Demontage der Gehäuseteile Teil 1 und 2 saß dieser Schieber/Mischer Teil 3 absolut fest in Teil 1 - an seinem O-Ring bzw. davor und danach fest angekalkt. Es hat lange gedauert, dies zu lösen und wieder gängig zu machen.
    Danach dachte ich, die Ursache gefunden zu haben, denn wie Tests ergaben funktioniert das Thermoelement/Stössel Teil 5 selbst einwandfrei (bei Erhitzen kommt der Stössel heraus), so daß ich nur wieder die Gehäuseteile 1 und 2 aneinander fixieren müßte (mit etwa 0,4mm Spalt, also was das Laubsägeplatt herausgesägt hat), um die Kartusche jedenfalls vorerst weiterbenutzen zu können. Also habe ich die passenden Bohrungen und Gewinde gefertigt, zusammengeschraubt - und war erstaunt, daß sich nichts geändert hat. D.h. beim Drehen des Drehstellers bewegte sich der Schieber/Mischer Teil 3 in keiner Weise und stattdessen knackte es wie zuvor an zwei Positionen.
    Nach erneuter Demontage und genauer Betrachtung habe ich festgestellt, daß sich der Schieber/Mischer Teil 3 im zusammengebauten Zustand überhaupt nicht bewegen kann. Denn zusammengebaut sitzt/liegt vorne sein vorderer Rand an dem hinteren Ende der inneren Röhre von Teil 2 fest auf (blau) und sein hinterer Rand sitzt fest auf dem Absatz innen in Teil 1, der seinen Weg nach hinten begrenzt (grün) - mit Fotos leider nicht darstellbar. Und dies ungeachtet der Position des Drehstellers und des Länge des Stössels des Thermoelements Teil 5. D.h. auch wenn ich das Thermoelement Teil 5 nicht einbaue sitzt der Schieber/Mischer Teil 3 absolut fest, eingekeilt zwischen dem hinteren Ende der inneren Röhre von Teil 2 und dem inneren Absatz von Teil 1.
    Der Drehsteller selbst bewirkt einen Hub von einigen Millimeter und auch der Stöße des Thermoelements Teil 5 hat einen Hub von wenigstens 5mm. Wie reden hier also nicht von wenigen Zehntel Millimeter, die ich vielleicht vergeigt hätte, sondern von einem ganz erheblichen Weg, den sich der Mischer/Schieber Teil 3 in dem hinteren Gehäuseteil Teil 1 bewegen können muß. Was aber definitiv mit zusammengeschaubtem Gehäuse nicht möglich ist. Warum? Was weiß ich nicht? Was übersehe ich?

    Als einzig andere Möglichkeit kann/könnte ich mir nur vorstellen, daß bei einer funktionsfähigen Kartusche die beiden Gehäusehälften nicht so fixiert sind, wie es den Anschein hat (und wie ich es durch meine Verschraubung bewirke), sondern daß sich das hintere Gehäuseteil Teil 1 sozusagen über der inneren Röhren des vorderen Gehäuseteils Teil 2 bewegt (es wäre mechanisch möglich, da zwischen beiden wenig Zehntel Millimeter "Luft" sind) und dadurch genügend Raum geschaffen wird, daß sich der Mischer/Schieber Teil 3 innerhalb der hinteren Gehäusehälfte Teil 1 bewegen kann. Was natürlich auch impliziert, daß es sich in dem Armaturengehäuse selbst bewegt. Festgeschraubt wird es nur durch das vorne an Teil 2 erkennbare Gewinde und infolge der O-Ringe ist es zumindest theoretisch möglich, daß sich der hinterte Teil in dem Armaturengehäuse num eine Millimeter bewegt. Auch wenn ich zu so einer Konstruktion überhaupt nichts finden konnte.

    Allerdings jedenfalls mir nur thoretisch denkbar, denn ich kann mir dies nicht wirklich vorstellen: Sollte das hintere Gehäuseteil Teil 1 wirklich irgendwie horizontal verschiebbar sein, dann würde (auch) im kalten Zustand die Feder das hintere Gehäuse Teil 1 und den Schieber/Mischer Teil 3 auseinanderpressen. Das hinter Gehäuse Teil 1 würde so weit nach hinten geschoben werden wie es geht und der Mischer/Schieber Teil 3 würde nach vorne bis zum Anschlag an das hintere Ende der inneren Röhre des vorderen Gehäuses Teil 2 gedrückt werden. Dreht man den Drehsteller hinein, drückt man damit den Schieber/Mischer Teil 3 nach innen/hinten, das Mischungsverhältnis ändert sich usw.
    So weit, so schön: Aber wo würde hierbei die horizontale Verschiebbarkeit des hinteren Gehäuses Teil 1 zum Zuge kommen? Dank der Feder zwischen seiner Rückwand und dem Mischer/Schieber Teil 3 würde es doch immer in dieser hinteren Position sein: Die Feder drückt beide Teile immer auseinander und Mischer/Schieber Teil 3 liegt (dann) immer am hinteren Ende der inneren Röhre des vorderen Gehäuses Teil 1 auf, stützt sich dort ab (oder auf dem hineingedrehten bzw. herausgedrückten Stössel des Thermoelements Teil 5, was insofern auf dasselbe hinausläuft), so daß immer das hintere Gehäuse Teil 1 nach hinten gedrückt wird.
    Ich verstehe es einfach nicht, zumal ich im Netz zu den Erklärungen der Thermostatmischer nichts gefunden habe, was auf dieses Prinzip hindeuten würde. Hinzu kommt natürlich, daß die beiden Gehäuseteile 1 und 2 bombenfest aneinanderlagen, da war nicht die allergeringste Bewegung, in keinerlei Richtung.

    Zum Knacken: Es hat dem Anschein, als ob durch das beherzte Drehen am Drehsteller trotz festsitzenden Schieber/Mischer Teil 3 bzw. hinterem Gehäuse Teil 1 die Mechanik des Drehstellers, die dessen Hindrehen beim Drehen bewirkt, Schaden genommen hat. Da ist möglicherweise etwas weggebrochen. Da ich aber nicht die geringste Ahnung habe, wie ich den vorderen Teil den Drehknopf, amontieren kann, kann ich leider nicht nachschauen und versuchen, zu flicken.
     
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