Holzbalkendecke nach Wasserschaden wieder schließen/aufbauen

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  1. StudiBau

    StudiBau

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    Hallo zusammen,

    nach einem Wasserschaden muss meine Holzbalkendecke zwischen EG und 1. OG (beides beheizt) von unten wieder geschlossen bzw. neu aufgebaut werden.

    Zum Bestand:

    Gebäude aus den 1950er Jahren, klassische Holzbalkendecke mit Holzeinschüben, die ursprünglich mit Sand sowie Lehm-/Stroh-Dämmung gefüllt waren. Die Decke wurde von unten geöffnet, die Einschübe entfernt und die Konstruktion vollständig getrocknet.

    Die Öffnung erfolgte nur im betroffenen Bereich – etwa die Hälfte der Decke im Raum wurde geöffnet, da nur dort der Wasserschaden vorlag. Der übrige Teil der Decke ist weiterhin geschlossen und unverändert.

    Oben liegt weiterhin Parkett auf der vorhandenen Holz-/Tragschalung.

    Zusätzlich zur Konstruktion ist zu beachten:

    Im Bereich der Außenwände gibt es keinen hochgemauerten Drempel. Der Dachstuhl liegt über Holzständer direkt auf der Außenwand auf. Dadurch ist in diesem Randbereich der Decke ein direkter Blick auf die Dachziegel möglich. Das Dach selbst ist nicht gedämmt.

    Die angefragte Zimmerei schlägt folgenden Aufbau von unten nach oben vor (Balkenhöhe 200 mm):
    • 180 mm Glaswolle zwischen den Balken
    • zusätzliche Holzfaserdämmplatten zur Verbesserung des Schallschutzes (Dicke noch offen)
    • Klimamembran/Dampfbremse
    • Lattung/Sparschalung zur Fixierung von Dämmung und Membran
    • abgehängte Decke aus Metallprofilen
    • Beplankung mit Gipskartonplatten

    Dazu hätte ich ein paar Fragen und Gedanken:
    1. Wie sinnvoll ist die zusätzliche Holzfaserdämmung in diesem Aufbau (insbesondere im Hinblick auf Schallschutz)?
    2. Liegt die Holzfaserdämmung bei so einem Aufbau zwischen den Balken oder eher als durchgehende Lage unterhalb der Balken?
      Falls sie zwischen den Balken liegt, wäre die Dicke konstruktionsbedingt auf 2 cm begrenzt – bringt das überhaupt einen spürbaren Effekt?
    3. Wäre es alternativ sinnvoll, den Zwischenraum vollständig mit 200 mm Glaswolle auszufüllen und auf die Holzfaserplatten zu verzichten?
    4. Da nur etwa die Hälfte der Decke geöffnet wurde: Ist es problematisch, die Klimamembran nur in diesem Bereich einzubauen, oder sollte sie durchgehend über die gesamte Deckenfläche geführt werden?
    Ich freue mich über eure Einschätzungen.

    Vielen Dank und Grüße
     
  2. Baggerbedrieb

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    Ich kann dir sagen, dass 21mm Dielenboden, 5mm Filz Trittschall auf Deckenbalken, Balkenlage mit 180-200 Steinwolledämmung, 19mm OSB, Luft, Abgehängte GK Decke Schallschutztechnisch großer Müll sind.

    Der alte Deckenaufbau mit Fehlboden, darauf Lechkies mit Sand, Luft, und Putzdecke auf Latte + Schilfmatte war bedeutend besser.
     
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  3. 415B

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    Lehm, Sand und Schlacke wurden damals nicht aus langer Weile verwendet. Euren Wasserschaden zahlt doch die Versicherung? Warum lasst ihr das nicht vernünftig machen. Mit Glaswolle und etwas Filz ist das Müll.
     
  4. StudiBau

    StudiBau

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    Was beudetet in deinen Augen "vernünftig" ? Die Einschübe wieder nachbauen ? Von unten ? Würde ich fast denken, dass das schwer bis unmöglich ist ? Und ja - das zahlt die Verischerung, Geld spielt also "keine Rolle".

    Generell macht mir die kalte Ecke sorgen. Eine deifnierte Luftdichtebene wäre praktisch aber machbar, nämlich (so zumindest meine Überlegung bisher): Die restlichen Balken freilegen (natürlich ohne die Einschübe rauszunehmen) und dann die Dampfbremse unterhalb der Balken verlegen (bzw. ggf unter den Holzfaser), vollflächig im ganzen Raum, an den Wänden runterführen und dann luftdicht an der Wand verkleben. Ich denke das ist die einzige sinvolle Maßnahme hinsichtlich eine luftdichten Ebene. Das wäre also folgender Aufbau: 200 mm Glaswolle, vollflächig im ganzen Raum Holzfaserfämmplatten - zB. 4 cm - dadrunter vollflächig die Dampfbremse (variabel) mit Anschluss an die umliegenden Wände, dann am besten Konterlattung und Lattung und dann die Gipsplatten.

    Mir macht die "Dämmwirkung" der Glaswolle zwar auch etwas "zu schaffen", da sie ja nicht wirklich viel Masse besitzt, Luftschall dämmt sie vermutlich etwas besser, aber der Trittschallt über die Balken macht mir mehr sorgen, und da die Einschübe dort weg sind und der ganze Sand raus ist, fehlt mir einiges an Gewicht. Aber jemanden zu finden, der solche Einschübe wieder nachbaut, und dann auch noch von unten (überhaupt möglich?) - vermutlich schwer.

    Wäre das eine akzeptable Alternativlösung ? Es ist selten jemand gleichzeitig oben im 1 OG und im EG, zumindest in diesem Gebäudeteil.

    Liebe Grüße
     
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