Horizontal Sperre Drymat

Diskutiere Horizontal Sperre Drymat im Tiefbau Forum im Bereich Neubau; Hallo zusammen, wir haben aktuell ein Problem mit Feuchtigkeit und Schimmel in einer unserer Wohnungen und hoffen auf eure Erfahrungen. Ende...

  1. #1 MaximilianB, 04.05.2026 um 15:02 Uhr
    Zuletzt bearbeitet: 04.05.2026 um 15:10 Uhr
    MaximilianB

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    Hallo zusammen,

    wir haben aktuell ein Problem mit Feuchtigkeit und Schimmel in einer unserer Wohnungen und hoffen auf eure Erfahrungen.

    Ende 2023 meldete unser Mieter aus dem EG Schimmelbildung in den Ecken sowie an den Sockelleisten. Zunächst lag der Verdacht nahe, dass dies durch falsches Lüften verursacht wurde. Relativ schnell stellte sich jedoch heraus, dass die Feuchtigkeit tatsächlich aus dem Keller aufsteigt und nicht vom Mieter verursacht wurde.

    Daraufhin haben wir am 01.08.2025 in unserem Mehrfamilienhaus (Baujahr 1910, Sockel aus Kalksandstein) eine Horizontalsperre im Keller durch die Firma Drymat einbauen lassen. Das Gebäude ist von außen gedämmt und liegt an einer Hauptstraße. Eine Außenabdichtung hatten wir ursprünglich in Betracht gezogen, diese war jedoch mit deutlich höheren Kosten und Aufwand verbunden.

    Zusätzlich wurde am 01.09.2025 eine Lüftungsanlage mit Taupunktsteuerung installiert, um die Trocknung zu unterstützen.

    Trotz dieser Maßnahmen besteht das Problem weiterhin. Der Mieter ist inzwischen ausgezogen, jedoch sind die betroffenen Bereiche nach wie vor sehr feucht. Während der Mietzeit haben wir bereits versucht gegenzusteuern (Hinweis, keine Wäsche in der Wohnung zu trocknen, Einsatz von drei Luftentfeuchtern im Dauerbetrieb), allerdings ohne nachhaltigen Erfolg.

    In einer Woche haben wir einen Termin mit einem Sachverständigen für Feuchtigkeitsschäden, um eine fachliche Einschätzung zu bekommen. Außerdem wird am 01.08.2026 die Firma Drymat erneut vorbeikommen, um Bohrproben zu entnehmen und diese auf Restfeuchte zu prüfen.

    Nun zu unserer Frage:
    Habt ihr Erfahrungen mit solchen Fällen oder speziell mit Horizontalsperren (z. B. von Drymat)? Gibt es Maßnahmen, mit denen man die Trocknung zusätzlich beschleunigen oder unterstützen kann?
    Haben wir richtig gehandelt?

    Wir sind für jeden Hinweis dankbar!

    Viele Grüße
     
  2. MaximilianB

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    Bilder von der Horizontal Sperre aus dem Keller
    Und von Schimmel aus der Wohnung aus dem EG
     

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  3. Baggerbedrieb

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    Wundert mich wenig dass die Wand nach Anbringung des Voodookästchens noch immer feucht ist.
     
  4. Hark

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    Ich hatte vor einiger Zeit ein ähnliches Problem. In meinem Fall war die Ursache, daß der Putz im EG über die Horizontalsperre geführt und so die Feuchtigkeit "nach oben transportiert" wurde.

    Ich würde die Sockelleiste entfernen und den Putz abschlagen, und schauen ob und wo dort eine Horizontalsperre vorhanden ist und dann je nach Ergebnis weitere Maßnahmen ergreifen. Du musst eh sanieren und ich glaube nicht, daß man den Putz noch retten kann. Aus meiner Erfahrung würde ich die Sanierung und die Feuchtigkeitssperre im EG vornehmen und nicht so sehr im Keller. Zumindest wenn eine Kellersanierung von außen nicht möglich ist.

    Das ist jedoch nicht meine "Kernkompetenz", vielleicht hatte ich auch einfach nur Glück. Aber Du hast ja schon einen Gutachtertermin, der wird das wohl vor Ort besser beurteilen können.
     
  5. chris84

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    Ich zitierte mal von der Herstellerseite:
    Was sagt denn das wissenschaftliche Diagnostik Verfahren hinsichtlich des Erfolges?
     
  6. MaximilianB

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    Moin, vielen Dank für eure Antworten!
    In etwa vier Monaten kommt die Firma Drymat erneut vorbei, um weitere Messungen durchzuführen.

    Aktuell planen wir, den Putz großflächig zu entfernen, damit die Wände vollständig offenliegen und besser austrocknen können. Außerdem haben wir überlegt, später Klimaplatten zu installieren, da diese Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben können natürlich erst, wenn das Mauerwerk ausreichend trocken ist.

    In den besonders betroffenen Ecken wurden sogar zwei Horizontalsperren eingebaut, zusätzlich jeweils eine kürzere Sperre weiter oben in Richtung Decke.
     
  7. MaximilianB

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    Bis jetzt hat die Firma Drymat nur gesagt das es zeit brauch und wir in 4 Monaten mehr sagen können.
     
  8. Tilfred

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    Ich habe es noch nicht verstanden: Hat Drymat jetzt "nur" seine Elektroosmoseanlage eingebaut oder eine "richtige Horizontalsperre"? gegen drückendes Wasser oder fehlende Abdichtung kann Elektroosmose sicher nichts bewirken. Warum "an den betroffenden Ecken" zwei Horizontalsperren - vertrauen sie einer (eigenen) nicht?
     
  9. VollNormal

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    Bei der geringen Menge an Sägemehl, die da im Keller auf dwm Boden liegt, kann der Schnitt ja nicht sonderlich tief gewesen sein. Eine "richtige" Horizontalsperre wurde also mutmaßlich nicht eingebaut. Falls da tatsächlich nur ein Draht eingeputzt wurde, der dann, wenn Strom durch fliesst, das Wasser verscheuchen soll (keine Ahnung, ob das wirklich das vorgebliche Wirkprinzip ist), wundert mich nicht, dass die Wand immer noch feucht ist.
     
  10. nordanney

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    Gem. Drymat-Homepage wird nur Elektroosmose verbaut, weil diese ja gerade minimalinvasiv ist und die "richtige" Sperre ersetzt.

    Hab mal meine Bau-KI aus dem Job gefragt:
    - kontroverse Diskussionen
    - WTA sagt (auch in Ihren Merkblättern vermerkt): keine wissenschaftlich anerkannter Beleg über den langfristigen Erfolg (lediglich im Labor unter Idealbedingungen funktionierend)

    ==> hört sich nach Globuli an...
     
  11. MaximilianB

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    Bei uns wurde eine Elektroosmose-Anlage eingebaut, die laut Anbieter denselben Effekt wie eine klassische Horizontalsperre erzielen soll. Zusätzlich wurde eine zweite Horizontalsperre etwas höher, knapp unterhalb der Decke, installiert – allerdings nur in den beiden linken Ecken im Keller. Diese soll wohl als zusätzlicher Schutz gegen von außen drückende Feuchtigkeit dienen.

    Die Messwerte haben sich zwar leicht verbessert, aber die Erdgeschosswohnung ist nach wie vor extrem feucht. Was mich auch etwas stutzig macht: Der Schnitt für die Sperre war nicht besonders tief, vielleicht um die 10 cm.

    Als Vorteil wurde uns erklärt, dass die Anlage im Gegensatz zu herkömmlichen Methoden nicht nur etwa 10 Jahre hält, sondern quasi eine dauerhafte Lösung sein soll. Die Funktionsweise wurde uns ziemlich bildlich erklärt – nach dem Motto: wie ein Nagel im Baum, der ihn „trockenlegt“. Gleichzeitig wurde aber auch betont, dass das Ganze Zeit braucht, bis es richtig wirkt.

    Inzwischen sehe ich das Ganze etwas kritischer und hoffe ehrlich gesagt, dass wir da nicht unnötig viel Geld investiert haben. Die Bewertungen der Firma sind allerdings durchweg gut, und viele berichten auch von positiven Erfahrungen – deshalb bin ich etwas hin- und hergerissen.

    Falls das wirklich nicht funktionieren sollte, frage ich mich schon, wie sich die Firma so lange mit so guten Bewertungen halten kann. Hat hier jemand ähnliche Erfahrungen gemacht oder kann das einschätzen?


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    hier wir haben mal eine Tabelle gemacht wo man die Feuchte gemessen hat.
     
  12. MaximilianB

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    Aber sonst gibt es hier keinen der Erfahrungen hat mit so einer Anlage?
     
  13. Berndt

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    keine Ahnung was die treiben, aber schon vor 50 Jahren waren solche Geisterbeschwörer unterwegs. In mehreren TV Formaten wurde die Unwirksamkeit solche Vodoo Geräte angeprangert.
    Problem ist schon mal die Außendämmung ,welche erst nach einer erfolgreichen Horizontalsperre erfolgen sollte. Die Feuchtigkeit hatte viele Jahre Zeit in das Mauerwerk einzudringen und die einzige Richtung ist nun nach innen.
    Aber nun lasse die Kollegen doch mal ihre Gewährleistung abarbeiten
     
  14. Baggerbedrieb

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    Die Hoffnung kann ich dir nehmen, hast du.

    Die wissen halt wie man negative Bewertungen löschen lässt. Kein Unternehmen hat durchgängig 5 Sterne.
     
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