Bau-Turbo-Pakt

Diskutiere Bau-Turbo-Pakt im Sonstiges Forum im Bereich Haustechnik; Die meisten Schwätzer wissen doch gar nicht was das Wort Enteignung bedeutet und singen einfach nur das Angstmachlied der Blauben, Gelben und...

  1. Hark

    Hark

    Dabei seit:
    19.04.2010
    Beiträge:
    494
    Zustimmungen:
    315
    Beruf:
    Dachdecker
    Ort:
    Schleswig Holstein
    Das ist Enteignung, nur in etwas hübschere Worte gepackt. Ich bin übrigens auch Vermieter und ziemlich verwundert über deine pauschalen Angriffe und das "Schubladendenken".
     
    Viethps gefällt das.
  2. BaUT

    BaUT

    Dabei seit:
    30.10.2019
    Beiträge:
    9.203
    Zustimmungen:
    5.770
    Beruf:
    Baufacharbeiter und Dipl.-Ing. Hochbau
    Ort:
    Berlin
    Benutzertitelzusatz:
    Erklärbär
    Auch du hast offenbar die Beiträge von @hampshire und @Fabian Weber nicht gelesen,
    oder möchtest sie als Vermieter aus nachvollziehbaren Gründen des Eigennutzes gerne ignorieren.
     
    Fred Astair gefällt das.
  3. Viethps

    Viethps

    Dabei seit:
    03.10.2010
    Beiträge:
    1.313
    Zustimmungen:
    432
    Beruf:
    Ex - Montageunternehmer jetzt Hausverwalter
    Ort:
    Dortmund
    Benutzertitelzusatz:
    Techniker kriegen das hin....wie auch immer
    Wenn es den üblichen Verdächtigen um das `Allgemeinwohl ´und `Klimaziele ´ geht, dann könnte man ja fordern, das sie mit den Schulen, Verwaltungsgebäuden und noch eigenen Immobilien im Wohnraumsektor schon mal zügig vorausgehen.......sehe ich bisher aber seit Jahren kaum irgendwo.
    Bei Verkäufen von MFH hat die Stadt selten mal über die Nutzung des Vorkaufsrechtes länger nachgedacht.
     
  4. hampshire

    hampshire

    Dabei seit:
    22.05.2026
    Beiträge:
    52
    Zustimmungen:
    54
    Ort:
    Oberberg
    Das ist eine ausgesprochen sinnvolle Forderung und in der Tat in vielen Kommunen, so auch in unserer im Gespräch und in der Umsetzung.
    Das dürfte mehr an der Finanzsituation der Stadt liegen, als an der Sache selbst.
    Ein Blick nach Wien ist interessant, wenn man sehen möchte, was die substanzielle Beteiligung einer Stadt am Wohnungsmarkt für positive Auswirkungen auf Mietpreise und Gebäudeinstandhaltung hat. Die haben in den 90igern nicht verscherbelt. Gute Entscheidung.
     
    Viethps gefällt das.
  5. BaUT

    BaUT

    Dabei seit:
    30.10.2019
    Beiträge:
    9.203
    Zustimmungen:
    5.770
    Beruf:
    Baufacharbeiter und Dipl.-Ing. Hochbau
    Ort:
    Berlin
    Benutzertitelzusatz:
    Erklärbär
    Gute Idee! Der Bund verschärft das GEG zum GebModG und wenn der Druck zur Gebäudesanierung steigt und die ersten abgefuckten, ausgelutzschten und unsanierten Objekte auf den Markt kommen und die Sanierungsauflagen den Preis drücken, dann könnten die Städte sicher vermehrt von ihrem Vorkaufsrecht Gerauch machen während sich die Immobilienspekulaten zurück halten.
    Dann könnte es durchaus interessant werden für den berliner Wohnungsmarkt, wenn wieder mehr Mietwohnungen in der Hand des Landes sind und das dann Einfluss auf die Mietpreise hat.
     
  6. Fasanenhof

    Fasanenhof

    Dabei seit:
    20.02.2023
    Beiträge:
    1.512
    Zustimmungen:
    852
    Beruf:
    Ing für Maschinenbau
    Ort:
    Norddeutschland
    Satire bitte als solche Kennzeichnen.

    gerade wenn der Staat die Kassen öffnet um irgendwas zu beschaffen, steigt der Spekulationsdruck.

    Insgesamt finde ich es sehr ermüdend, wie hier am Prinzip Ursache/Wirkung vorbei diskutiert wird. Zumal alle Vorschläge und politischen Marschrichtungen strukturell große Kapitalgesellschaften begünstigen und individuelle "kleine" Vermieter/Eigentümer durch den Investitions- oder Modernisierungsdruck verdrängt werden.
    Und dann nebenbei den Klassenkampf auspacken und über Superreiche schimpfen, während man genau diese Entwicklung befeuert.

    Auch problematisch: Das Themenfeld Sozialer Wohnungsbau und das Paradoxon der Schrottimmobilien (Extreme Heizkosten sind egal, weil das Amt zahlt) wird ebenfalls nicht wirklich angesprochen. Man schafft hier in der Diskussion immer wieder "Blindflecken" und hackt gezielt auf seinem einen Wunschthema "die Reichen" oder "das CO2" oder "Enteignung!" herum.
     
    BaUT gefällt das.
  7. Tikonteroga

    Tikonteroga

    Dabei seit:
    18.06.2016
    Beiträge:
    1.338
    Zustimmungen:
    310
    Ort:
    Baden-Württemberg
    Das hat ja auch technische Gründe. Wir haben halt kein Stromnetz wie früher, in dem die Grundlast über z. B. Kohle- und Atom-Kraftwerke bereitgestellt wurde und die Spitzenlasten, die durch das Verbrauchsverhalten verursacht wurden, über Gaskraftwerke, die man dann zugeschaltet hat. Ich war da mal bei so einem Rundgang mit Präsentation von EnBW im örtlichen Kohlekraftwerk. Da hatten die das meiner Erinnerung nach so erklärt.

    Jetzt, durch die sogenannten erneuerbaren Energien haben halt die Situation, dass wir nicht nur eine Dynamik auf der Seite des Verbrauchers sondern auch auf der Seite von Wind und Sonne haben, also auf der Produktionsseite. Deshalb müssen halt nach meinem Verständnis z. B. Wind- und Solarkraftwerke zumindest zu einem gewissen Anteil durch Gaskraftwerke absichern und bei ungünstigen Wetterverhältnissen zuschalten.

    Wenn man da gegensteuern wöllte, müsste man nach meinem Verständnis z. B. viele dezentrale Solarspeicher verwenden. Also z. B. wenn sich eine Privatperson eine Solaranlage auf das Installiert, dann könnte man auch einen Solarspeicher verbauen. Aber das scheint ja nicht gewollt zu sein. Der Konsens ist ja eher möglichst so viel wie möglich produzieren und ins Netz einspeisen. Und wenn dann zu viel im Netz ist, muss man andere dafür bezahlen, dass sie es abnehmen oder es "knallt", so wie letztes Jahr (?) in Spanien...

    Das klingt jetzt nach einer parteipolitischen Behauptung. Damit ich darauf eingehen kann, musst du konkrete Beispiele nennen.

    Ja klar, wenn die Bürger ihren Heizkessel ein halbes Jahrhundert betreiben, weil er halt noch funktioniert und dann und aus eigenem Willen und eigener Motivation nicht umrüsten, dann ist das nicht förderlich für den Absatz der Heizungsbranche. Eine jährliche lineare oder gar exponentielartige Gewinnsteigerung und Dividendenerhöhung ist dann schwierig. Da muss dann halt der Staat kommen und dem Prinzip der Freiwilligkeit etwas Nachdruck verleihen. Das war ja in der letzten Legislatur auffällig. Ich weiß jetzt die zeitliche Abfolge nicht mehr. Entweder war nur ein Entwurf "geleakt", der Gesetzesvorschlag eingebracht bzw. darüber abgestimmt, als ein Investor, aus den USA, wie ich mich erinnere, die Wärmepumpensparte von Viessmann gekauft bzw. über den Kauf mit Viessmann verhandelt hat...
     
  8. Tikonteroga

    Tikonteroga

    Dabei seit:
    18.06.2016
    Beiträge:
    1.338
    Zustimmungen:
    310
    Ort:
    Baden-Württemberg
    Also wenn die Straftatbestände der Nötigung und der Erpressung das Wort "nötigen" verwenden, um sich selbst zu beschreiben und auch der Duden das Wort "nötigen" oder "Nötigung" kennt, dann gibt es demnach auch eine Nötigung außerhalb des Gesetzes. Außerhalb des Gesetzes könnten dann z. B. die sogenannten "guten Sitten" eine Rolle spielen.
     
  9. hampshire

    hampshire

    Dabei seit:
    22.05.2026
    Beiträge:
    52
    Zustimmungen:
    54
    Ort:
    Oberberg
    Ja, Immobilienspekulanten schlafen nie. Sie bauen derzeit nicht. Das ist schon ein deutliches Zeichen bezogen auf das Baukostenniveau.

    Das sind Fehler in der Ausgestaltung, nicht in der Zielsetzung des Klimaschutzes als not-wendige Aufgabe, die politisch zu lösen ist. Wie immer in der Politik geht es um den Interessensausgleich und der funktioniert derzeit ausgesprochen schlecht, da stimme ich Dir zu.

    Dieses Paradoxon, wie Du es nennst würde natürlich weniger auftreten, wenn ein größerer Teil der Wohnungen wieder in die kommunle Hand geräten - alleih die Einsparung bei der Miete und Heizkosten würde in Extremlagen die Sanierung finanzieren.
    Das Prinzip ist weiter oben angesprochen: Der Eigentümer hat ein Interesse an einer geringen Investitionslast und kann den Betriebskosten derzeit recht gelassen gegenüber stehen. Gar nicht so paradox, sondern ein Interessenkonflikt, der aufgelöst werden muss.

    Den Anstieg der Menschen mit 100+Mio€ Vermögen habe ich ins Spiel gebracht. Nicht mit einem Wort habe ich auf eine dieser Personen gehackt. Menschen, die sich innerhalb der Rahmenbedingungen verhalten ist kein Vorwurf zu machen. Wir haben Rahmenbedingungen, die nicht mehr für die gesamte Gesellschaft funktionieren.

    Ja, in Foren funktioniert ein Austausch selten, meist geht es darum zu "gewinnen".
     
  10. Fred Astair

    Fred Astair

    Dabei seit:
    02.07.2016
    Beiträge:
    12.735
    Zustimmungen:
    6.607
    Beruf:
    Tänzer
    Ort:
    San Bernardino
    Was verstehst Du nicht?
    Mal ganz langsam zum mitmeißeln:
    Es gibt keine "gute" Nötigung.
    Nötigung ist immer strafrechtlich sanktioniert.
     
  11. Tikonteroga

    Tikonteroga

    Dabei seit:
    18.06.2016
    Beiträge:
    1.338
    Zustimmungen:
    310
    Ort:
    Baden-Württemberg
    Was verstehst du nicht? Oder willst du nur nicht verstehen?

    Lesen!

     
  12. chris84

    chris84

    Dabei seit:
    15.08.2023
    Beiträge:
    1.866
    Zustimmungen:
    1.098
    es gibt unzählige Arten der nicht rechtswidrigen Nötigung - Autofahren gehört z.B. grundsätzlich dazu. Es nötigt mich dazu, den Fußweg zu benutzen, und beim überqueren werde ich genötigt aufzupassen und ggf. sogar stehen zu bleiben.

    Du erinnerst dich aber schon noch daran, dass man bereits damals durch Subvention versucht hat, den Verbrauch möglichst an die Erzeugung anzupassen (günstige Nachtstromtarife, Förderung von Elektronachtspeicherheizungen...)?
    Leider ging das aus heutiger Sicht völlig in die falsche Richtung, und muss nun mit entsprechendem Aufwand wieder "umgedreht" werden.
    Das müssen keine ganz granular dezentrale Speicher sein, denn die lassen sich kaum netzdienlich und wirtschatlich betreiben. Es gibt aber viele Stellen im Verbundnetz auf verschiedenen Spannungsebenen, an denen Speicher sehr wichtige Aufgaben übernehmen können, und damit der erforderlichen Umfang des Netzausbaus deutlich reduziert werden kann.
    Das Versorgungsnetz läuft keineswegs im Blindflug, sodass es "knall" wenn mal einer ne Glühlampe zu wenig oder zu viel einschaltet ;)
    Das Ereignis in Spanien basiert auf ganz anderen Zusammenhängen. Und es ist ein sehr schönes Beispiel, wie schnell ein System aus erneuerbaren dezentralen Erzeugungsleistungen aus dem Blackout wieder vollständig am Start sein kann.
     
  13. Fasanenhof

    Fasanenhof

    Dabei seit:
    20.02.2023
    Beiträge:
    1.512
    Zustimmungen:
    852
    Beruf:
    Ing für Maschinenbau
    Ort:
    Norddeutschland
    Ein Komiker. "Eigentlich ist das Jonglieren mit Kettensägen eine total gute und notwendige Sache, man hat es nur nicht richtig gemacht... vielleicht muss das Sägeblatt frisch geschliffen werden, damit es richtig funktioniert?"
     
Thema:

Bau-Turbo-Pakt