Wärmpepumpenförderung jetzt schon für Zukunft beantragen?

Diskutiere Wärmpepumpenförderung jetzt schon für Zukunft beantragen? im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo liebe alle, wir kernsanieren gerade unser Haus. Da das Budget sehr knapp ist, würden wir gerne jetzt erstmal die bisherige Öl-Heizung drin...

  1. Blinlsdhuo

    Blinlsdhuo

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    Hallo liebe alle,

    wir kernsanieren gerade unser Haus. Da das Budget sehr knapp ist, würden wir gerne jetzt erstmal die bisherige Öl-Heizung drin lassen und am liebsten erst in ca. 5J+ eine Wärmepumpe einbauen.

    Angesichts der Ankündigungen, dass die WP-Förderungen in Zukunft sinken sollen, wollte ich fragen, ob Ihr denkt, dass jetzt ein Förderantrag schon sinnvoll wäre oder erst in der Zukunft?
     
  2. Fabian Weber

    Fabian Weber

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    Der Förderantrag der KFW sah bisher vor, das die Maßnahme innerhalb von 2 Jahren erfolgen muss.

    Du solltest mit der neuen Förderung mal recherchieren, ob das nun anders ist.
     
  3. nordanney

    nordanney

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    Nicht sinnvoll. Kein Programm hat so lange Vorlaufzeiten.
     
  4. Sanierungsdax

    Sanierungsdax

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    Hallo Blinlsdhuo,

    Die kurze Antwort ist Nein, und nordanney hat den Grund schon genannt: Kein Förderprogramm hat solche Vorlaufzeiten. Konkret ist eine erteilte Bestätigung zum Antrag nur 6 Monate gültig, und nach der Zusage musst du das Vorhaben innerhalb der Bewilligungsfrist umsetzen – üblicherweise 36 Monate, verlängerbar, aber nie 5 Jahre. Du würdest also nur eine Zusage verfallen lassen.


    Die längere und für dich wichtigere Antwort: Es gibt zwei Dinge, die du jetzt tun kannst, die dir mehr bringen als jeder verfrühte Antrag.


    1. Individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) jetzt erstellen lassen. Genau für deine Situation ist das gemacht: Sanierung in Etappen über mehrere Jahre bei knappem Budget. Kosten für ein EFH liegen bei etwa 1.300–1.800 €, davon trägt der Bund die Hälfte. Der iSFP bringt dir zwei Dinge – erstens eine belastbare Reihenfolge mit Kostenschätzung, zweitens den iSFP-Bonus von 5 % auf jede darin enthaltene Hüllmaßnahme (Dach, Fassade, Fenster, Kellerdecke), abrufbar über 15 Jahre. Lass dir bei der Beauftragung den aktuellen Stand nach der BEG-Novelle vom 21.07.2026 bestätigen, da hat sich einiges bewegt.

    2. Die Kernsanierung jetzt wärmepumpentauglich machen. Das ist der Punkt, an dem später richtig Geld hängt, und es kostet dich heute fast nichts, weil die Wände ohnehin offen sind:

    • Vorlauftemperatur unter 45 °C auslegen. Du hast ja parallel den FBH-Thread laufen – wenn du die Fußbodenheizung jetzt auf 35 °C Auslegung planst statt auf 45, kostet das nur ein paar Meter mehr Rohr bei engerem Verlegeabstand. Nachträglich ist das ein Estrichabriss.

    • Leerrohr und Stromkabel von der Verteilung zum künftigen Aufstellort der Außeneinheit (5×4 mm² reicht meist), plus Steuerleitung.

    • Kondensatablauf und Fundament- bzw. Konsolenplatz am Aufstellort mitdenken, inkl. frostfreier Versickerung.

    • Platz im Heizungsraum für Warmwasserspeicher (250–300 l) und ggf. Reihenpuffer freihalten. Das wird beim Öltank-Rückbau gern verplant.

    • Wenn Heizkörper bleiben: jetzt eine Nummer größer setzen. Ein Typ 33 statt Typ 22 kostet beim Neukauf 60–100 € Aufpreis, später ist es ein separater Handwerkertermin.
    3. Und die Reihenfolge stimmt so, wie du sie planst. Hülle vor Heizung ist bei knappem Budget genau richtig. Jeder Dämm- und Fensterschritt senkt die Heizlast, und eine 6-kW-Wärmepumpe statt einer 10-kW-Maschine spart dir in fünf Jahren grob 3.000–6.000 € Investition – zusätzlich zum Effizienzgewinn. Die Ölheizung so lange weiterlaufen zu lassen, ist unter dieser Prämisse keine Notlösung, sondern die richtige Reihenfolge.


    Was du bei der Förderplanung realistisch einkalkulieren solltest: Die Grundförderung von 30 % ist stabil und ein Einkommensbonus bleibt ebenfalls erhalten. Der Klimageschwindigkeitsbonus dagegen ist seit 21.07.2026 von 20 auf 16 % gesunken und sinkt ab 01.02.2027 jeweils zum 01.02. und 01.08. um weitere 4 Prozentpunkte – ab 01.08.2028 fällt er komplett weg. In fünf Jahren gibt es ihn also mit Sicherheit nicht mehr. Kalkuliere deshalb ohne ihn, dann erlebst du keine böse Überraschung. Ab Q1/2027 ist umgekehrt ein Wertschöpfungs-Bonus von 15 % für in der EU gefertigte Wärmepumpen vorgesehen – das könnte einen Teil kompensieren, also achte beim späteren Gerätekauf auf die Fertigungsherkunft.

    Wenn es später soweit ist: Es gibt Vergleichsdienste für förderkonforme Sanierungsangebote regionaler Betriebe, z. B. Prepair – Angebote einholen kostet dort nichts. angebotsservide.prepair.house/s/handwerker
     
    nordanney und simon84 gefällt das.
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