Feedback zu Renovierungs-Geschäftsmodell-Idee gesucht

Diskutiere Feedback zu Renovierungs-Geschäftsmodell-Idee gesucht im Sanierungskonzept & Kostenschätzung Forum im Bereich Altbau; Liebe Community, Im Rahmen meiner Masterthesis entwickle ich aktuell ein digitales Geschäftsmodell, welches Personen unterstützen soll, die eine...

  1. Marenschreibt

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    Liebe Community,

    Im Rahmen meiner Masterthesis entwickle ich aktuell ein digitales Geschäftsmodell, welches Personen unterstützen soll, die eine umfangreiche Renovierung selbst koordinieren und planen. Die sich also bewusst dafür entscheiden, eine Renovierung ohne professionelle Baubegleitung durchzuführen, z.B. aus Budgetgründen, dem Wille selbst ihr Traumhaus zu gestalten, oder, oder... Und die dann vor großen Herausforderungen stehen, da wie ihr alle sicher am besten wissen, Renovierung mit vielen Tücken, Überraschungen und Herausforderungen auf einen wartet [​IMG]

    Dieses Tool soll die Renovierung von Bestandsanalyse über Planung, Gestaltung, Umsetzungsbegleitung und Qualitätskontrolle unterstützen und den Bauherren "an die Hand nehmen" und beraten. Durch KI wird da sicherlich immer mehr möglich sein und ggf würde das Geschäftsmodell auch Fachexperten für Einzelfragen hinzuziehen falls vom Nutzer gewünscht.

    Da sich sowas im "stillen Kämmerlein" schwer bauen lässt, wäre ich über ehrliches Feedback und eure Einschätzung dazu sehr dankbar!
    Dann kann ich es Stück für Stück weiter entwickeln.

    Ich hoffe es ist daher ok, wenn ich meine Landingpage zu meiner Masterthesis teile, in der sich auch ein paar Fragen und Feedbackmöglichkeiten befinden.
    renovationmasterplan.de
    (bitte kopieren - leider darf ich noch keine Links erstellen da ich noch sehr neu in der Runde bin:angel:)

    Ansonsten freue ich mich aber auch sehr über einen Austausch in der Runde hier dazu! [​IMG]

    Herzliche Grüße und Danke schonmal! [​IMG]
    Maren
     
  2. Fred Astair

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    Sind die Themen an den Hochschulen so knapp geworden, dass Du Dich auf solch Minenfeld begeben willst, an dem Fachleute elendig verrecken?
    Renovierungen sind das Schwierigste am Bau und daraus ein Selfmade-Tool entwickeln zu wollen, braucht Naivität.
     
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  3. Marenschreibt

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    Man wächst an seinen Herausforderungen :D
     
  4. Fred Astair

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    Dann wachs mal schön.
    Ich schrieb schon woanders ,,Erfahrung ist wie Hubraum - durch nichts zu ersetzen...".
     
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  5. VollNormal

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    Eine reine Renovierung (also ein bisschen malern, tapezieren, Bodenbeläge) lässt sich durchaus in Eigenregie bewerkstelligen. Aber braucht man dafür ein wie auch immer geartetes "Tool" zur Unterstützung? Und was für ein "Geschäftsmodell" soll dahinter stecken?

    Spätestens, wenn z.B. die Fliesen im Bad getauscht, Leitungen erneuert oder der Boden für die Verlegung der neuen Beläge aufbereitet werden sollen, sind wir aber im Bereich der Sanierung. Und da ist regelmäßig, wie oben bereits geschrieben, eine gehörige Portion Erfahrung sowie profundes Fachwissen erforderlich. Die Halluzinationen einer KD können da nur ganz bedingt helfen, wenn der Anwender diese nicht beurteilen und einordnen kann.
     
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  6. ToTi

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    Bestandsananlyse: Hier braucht man (jahrzehntelange) Erfahrung um überhaupt einschätzen zu können, was vorhanden ist, bezüglich Statik, verwendete Materialen, Schadstoffe, Materialunverträglichkeiten, usw. und das von verschiedenen Berufsgruppen!
    Planung: Auch hier spielt, Statik, Materialien, Materialverträglichkeiten, Baurecht usw eine Rolle. Wobei es beim Baurecht noch viel komplizierter wird, denn jede Gemeinde hat seine eigene Satzungen.
    Gestaltung .......

    Als Begleitung für eine einfache Renovierung, bezüglich neu tapezieren und Wände streichen ist das Tool / Geschäftsmodell in Ordnung. Das Wissen bietet YT und jeder Baumarkt auch. Alles darüber hinaus wird es unmöglich werden sowas auf die Beine zu stellen. Woher soll denn das Fachwissen kommen, z.B. die DIN-Normen als Hintergrundwissen? Die benötigten DIN Normen, die du benötigst, haben einen Einzelwert von mind. ca 130.000€, welche aber in regelmäßigen Abständen geändert werden. Da sind die Verarbeitungsrichtlinen, Montagerichtlinien, Arbeitsschutzrichtlinien usw noch gar nicht dabei.
    Dann kommen dazu noch berufsspezifische Fachregeln, z.B. die der Dachdecker. Kostet auch nochmals extra. Diese Grundlagen gibt es nicht kostenlos zum herunterladen. Diese muss man kaufen. Ohne dieses theoretische Hintergrundwissen scheitert das komplette Geschäftsmodell. Aber die Theorie und die Praxis passen oft nicht zusammen, zumindest nicht im Bau/Handwerk. Hier muss man oft um die Ecke denken und vor allem 2 Gewerke weiter (gelingt leider immer mehr den wenigsten). Hier gibt es zwar (Architekten-)Pläne, aber auch die sind nicht unfehlbar und machen oft kleinere und auch mal größerer Fehler.
    Warum gibt es unter anderem dieses Forum? Weil wir (die Profis mit langjähriger Erfahrung) den Mist der da draußen passiert irgendwie (kostenlos) retten wollen.
    Du kannst ja mal versuchen aus dem Forum und aus dem Internet die richtigen Lösungen in dein Geschäftsmodell zu implentieren. Es wird dir nicht gelingen, da du überhaupt nicht überprüfen kannst ob die Antworten richtig sind. Dann sind wir dann schon bei der Haftungsfrage! Ich kann hier nur mein Fachwissen im Bereich Dach-Wand- und Abdichtungstechnik einbringen. Das alleine sind 2 dicke Leitz-Ordner (Fachregeln des Deutschen Dachdeckerhandwerks) an Wissen , ein paar viele DIN-Normen und 35 Jahre Erfahrung und selbst ich muss ab und zu mal nachlesen um Sachverhalte zu 100% wasserdicht beantworten zu können.
     
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  7. ichweisnix

    ichweisnix

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    Ja, es ist doch alles so einfach. Da macht man eine App und der Elektriker kann daheim bleiben. Schön wärs. Ist aber Gott sei Dank nicht so.
     
  8. 11ant

    11ant

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    bringt Sie gut beraten ins Eigenheim
    ... wäre maximaler Dummfug: Bauen im Bestand als Laienselbsplanungs-Projekt führt mit höchster Sicherheit in ein finanzielles Fiasko - die dabei zu erwartende Budgetüberschreitung beträgt ein Vielfaches dessen, was an Planerhonoraren überhaupt in Rede steht.
     
  9. Fabian Weber

    Fabian Weber

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    Hier schlagen regelmäßig Fragende zu unterschiedlichen Bauthemen auf.

    Und dann entspinnt sich regelmäßig zunächst einmal ein ziemlich umfangreicher Gedankenaustausch bis man eine passende Lösung für das Problem findet.

    Häufig ist die Antwort aber auch, den Fachplaner zu konsultieren, der sich das ganze vor Ort genauer anschauen kann.

    Darum glaube ich zunächst nicht an ein neues Tool.

    Die bekannten KI-Modelle können konkrete Fragen zu technischen Normen etc. schon halbwegs beantworten, darum sehe ich auch hier keinen weiteren Mehrwert bei einem weiteren Tool.
     
  10. Marenschreibt

    Marenschreibt

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    Ok, vielen herzlichen Dank für die ausführlichen und ehrlichen Einschätzungen!

    Ich denke auch, dass eine App einen Experten nie ersetzen kann, der sich vor Ort mit Fachwissen und Erfahrung die Dinge genau anschauen kann. Aber ich würde mir eine gewisse "Vor-Qualifizierung" wünschen, dass die Hauseigentümer eine Einschätzung darüber bekommen wo es auf jeden Fall nötig ist, zusätzliches Expertenwissen einzuholen. Und sie eine Anleitung/ Erklärung bekommen bei den einfacheren, weniger fragwürdigen und risikoreichen Themen.

    Fällt Euch denn noch ein Service/ eine Funktionalität ein, welche euch als Bauexperten das Leben leichter machen würden, wenn Eigenheimbesitzer dies nutzen könnten? :)
     
  11. 11ant

    11ant

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    Manche Bauherren haben garkein, halbes oder falsches Fachwissen - aber noch viel mehr Bauherren mangelt es an Geld. Daher liegen die größten Risiken nicht fachlich bei der mangelnden eigenen Qalifizierung für die gefährlichen Einzelthemen Strom, Gas oder Wasser - sondern darin, sich Rat von Spezialisten einzuholen, anstatt sich ganzheitlich von einem Generalisten (einschlägig im Bauen im Bestand erfahrener Architekt) beraten zu lassen. Der sagt ihnen dann schon, bei welchen Gewerkelosen sie bei der Ausschreibung selber mitbieten können.

    Nochmal: es ist lächerlich, was sich an Architektenhonorar einsparen läßt - verglichen mit den Mehrkosten, wenn jeder Handwerker einzeln vor sich hin anbietet und ausführt !
    Allein schon die Regiestunden sind teurer als die ganze Planung.

    Ja klar: mein eigener Service als sowohl Fachgrundwissen (ohne Paywall) Anbieter allgemein in Foren und eigenem Blog als auch als Lotse zu den im konkreten Einzelfall benötigten Fachleuten (im Einzelzimmer für Privatpatienten). Das ist mir aber nicht nur "eingefallen", sondern das mache ich bereits seit Jahren fertig am Markt. Und ich muß es jedes einzelne Mal höchstpersönlich tun, weil es einer App nicht beibringbar ist. Mich as App zu klonen, scheitert an der Komplexität und Varianz der Aufgaben.
     
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