Wie anfällig sind OSB + Polystyrol Fassaden

Diskutiere Wie anfällig sind OSB + Polystyrol Fassaden im Holzrahmenbau / Holztafelbau Forum im Bereich Neubau; Hallo, Vielleicht seid ihr meine letzte Rettung, bevor ich den Verstand verliere. Ich plane derzeit zu bauen und habe ein sehr knappes Budget und...

  1. #1 JensR, 02.08.2026 um 17:21 Uhr
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 03.08.2026 um 08:46 Uhr
    JensR

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    Hallo,

    Vielleicht seid ihr meine letzte Rettung, bevor ich den Verstand verliere.
    Ich plane derzeit zu bauen und habe ein sehr knappes Budget und mache viel in Eigenleistung.
    Da ich als Elektriker schon einige Zeit für einen "Premium" Anbieter die Elektro Installationen gemacht hatte, finde ich die Holztafelbauweise eigentlich ganz schön.

    Leider ist das Budget für einen Anbieter mit Diffusionsoffener Bauweise etwas knapp .

    Jetzt bin ich beruflich mit einem Zimmermeister ins Gespräch gekommen.Dieser Saniert regelmäßig die Fassaden der einschlägigen Fertighaus Anbieter wie
    Der hohe SD Wert und eine OSB Platte an der Außenwand sei eine Katastrophe, da die WDVS keine Feuchtigkeit heraus lässt.

    Wenn man jetzt penibel mit einem Bausachverständigen so ein Haus bauen lässt, ist dann das Risiko noch überschaubar bei korrekt ausgeführtem Putz/Armierung und korrekten Fensterbänken?

    Ich möchte natürlich nicht nach Ablauf der Gewährleistung nachher die Wände Sanieren bzw nach 10 -20 Jahren im Gammel stehen .

    Vom Grundsatz her sollte ja ein korrekt ausgeführter Außenputz das Wasser fern halten.

    Der Wandaufbau von Außen nach innen :
    WDVS Polystyrol
    12mm OSB
    160mm KVH Holztafel
    160mm Mineralwolle
    0,2mm PE Folie als Dampfbremsfolie
    60mm Installationsebene
    12mm Rigips



    Mein Plan wäre gewesen die Installationsebene noch zusätzlich mit Rockwool sonorock zu dämmen um etwas mehr Schallschutz zu haben .

    Der selbe Anbieter hat auch eine hinterlüftete Fassade aus Holz.Da wäre es 220 Ständerwerk +OSB +Lattung für die Hinterlüftung+ Holzfassade.
    Diese Variante klingt für mich Bauphysikalisch noch in Ordnung, muss aber sehr wahrscheinlich erstmal genehmigt werden vom Bauamt.


    Ich bedanke mich hiermit schonmal für alle Antworten .
     
  2. Holzhaus61

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    Guter Holzbau geht anders.

    erst mal zum Verständnis: Du baust das selbst, aber was hat der Anbieter mit der Holzfassade damit zu tun?
     
  3. JensR

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    Hallo,
    Ich baue das Haus nicht selber .
    Die Variante mit der Holzfassade wird von denen auch noch angeboten .Die müsste doch einigermaßen in Ordnung sein, da die OSB abtrocknen kann
     
  4. #4 JensR, 02.08.2026 um 19:09 Uhr
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 03.08.2026 um 08:47 Uhr
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    Der Anbieter ist
     
  5. Fabian Weber

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    Warum ist das OSB an dieser kritischen Stelle?

    Nimm einen klassischen Aufbau eines anderen Anbieters.

    Wenn Du kein Geld hast, dann bau lieber eine hinterlüftete vorgehängte Holzfassade.
     
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  6. JensR

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    Danke

    Leider haben viele Anbieter OSB an dieser Stelle, wenn nicht sogar die meisten. Ich verstehe das selber nicht so ganz.Klar es wollen alle so viel Geld verdienen wie möglich, aber man hätte die OSB ruhig nach innen setzen können zum aussteifen.
    Diese Kombination aus miserabler Bauphysik und schlechten Subunternehmen bei der Abdichtung der Fassade ist doch ein Witz .

    Ich warte jetzt mal die Gespräche mit ein paar Premium Anbietern ab und dann muss ich abwägen ob ich den Preis für diffusionsoffen mit Fermacell + Holzwolle bezahlen kann , oder nicht doch lieber Stein auf Stein mit Porenbeton .


    Die ganzen alten Fertighäuser von früher sind doch ähnlich aufgebaut gewesen, nur ohne WDVS oder ?
     
  7. ToTi

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    Ja, aber im Gegensatz zu heute waren die Fenster undichter, Wärmeschutz viel schlechter und Dampfbremse gab es nicht wirklich.
    (PS: Bei der Massivhausvariante war es nicht anders, nur konnten hier keine Wände weggammeln)
    Ich sehe keinen Grund wieso man ein Fertighaus einem aus Stein vorziehen will. Die "Bauzeit" ist ähnlich. Es täuscht nur, das ein Fertighaus schneller ist, da es zwar in 2-3 Tagen aufgestellt ist, aber das es erst mal 6-9 Monate vorher produziert wurde, das vergisst man gerne zu erwähnen. Bei dem Massivhaus kann deutlich mehr selber machen und hier Geld sparen (wenn man die Zeit hat!). Ein Massivhaus ist individueller während man beim Fertighaus für Änderungen oftmals zusätzlich bezahlt. Ich würde dir auch mal empfehlen, schau dich mal in deiner Region nach einer Zimmerer um. Ich kenne einige die bauen auch "Fertighäuser" und das viel individueller und nicht von der Stange und preislich trotzdem im Rahmen.
     
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  8. #8 JensR, 03.08.2026 um 07:31 Uhr
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 03.08.2026 um 08:48 Uhr
    JensR

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    Ich finde Fertighaus auch immer ein bisschen irreführend.Für mich sind das Holzrahmenbau Häuser, aber wenn man das so machen Leuten sagt, dann denken die an eine Blockhütte im Wald :).

    Die Zimmerrei für die ich vor 10Jahren in der Ausbildung die Elektroinstallationen gemacht hatte, hat mir leider gar nicht geantwortet Naja wer nicht will .

    Ich finde ein Massivhaus eigentlich auch besser, aber bei dem Kampfpreis von ...... war das schon verlockend.Für den Preis steht kein lokaler Zimmermann mehr auf .Mein Plan war durch die Wahl des sehr günstigen Ausbauhauses den Baupfusch zu minimieren.Leider bringt mir die 1A Elektrik und Sanitär/Haustechnik nichts, wenn mir die Außenwand absäuft .

    Die Grundsubstanz der Holzfassaden Variante ist an sich ja mit 220mmKVH schon mal ganz brauchbar .
    Die Installationsebene dann noch mit Rockwool Sonorock dämmen und dann mit OSB und Rigips verkleidet ist ja relativ Massiv.
    Aber mein Bauchgefühl sagt mir Lass es .Die OSB auf der Außenseite kann zwar trocknen, aber OSB ist einfach kein Material, dass für den Außenbereich geeignet ist auf Dauer. Ein weiterer Vorteil wäre, dass man mithilfe einer Teleskop Kamera ab und an die Fassade prüfen könnte .
    Nur ich will in dem Haus leben und nicht als ständiger Gutachter meine Fassade prüfen
     
  9. Holzhaus61

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    Als erstes bitte: Nimm mal den Namen des Anbieters raus.Alternativ: bitte ein Mod. Das tötet jede sachliche Diskussion.

    Im übrigen würde mich der "Kampfpreis" mal interessieren. Kampfpreise machen alle im Moment. Wenn man aber mal genau hinter die Kulissen schaut, dann siehts dann schon wieder anders aus.
     
  10. Holzhaus61

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    OK, Name weg, jetzt meine 2 Meinungen dazu:

    Sein Konzept ist konsequenter Leichtbau und preisgünstig (um es vorsichtig zu formulieren)
    Wird es warm im Winter? bestimmt.
    Wird es funktionieren? Sicher, sonst würde er es nicht bauen.

    Jetzt die Aaaabers:

    Der Wandaufbau ist schon Old scool, etwa 80er Jahre, nur aufgepeppt durch die Stärke des WDVS. 140 mm Ständerwerk ist schon grenzwertig als tragendes Element, ebenso die 12er OSB. Aber, irgendjemand wird mal gerechnet haben. Um die Frage zu beantworten, warum außenseitig? Na, irgendwo muß er ja sein WDVS draufbappen. Rein von der Statik her ist es Wumpe, ob innen oder außen.

    Nu ist ja der Wandaufbau - auch von den Kosten her - nicht alles. Dieser Teil des Rohbaues macht vielleicht 1/3 aller Kosten aus.

    Natürlich kann man auch bei den "Premium-Anbietern" schauen. Dumm nur, die machen auch nix anderes im Prinzip. Der Unterschied liegt darin, die lassen sich das Premium sehr gut bezahlen. Musterhäuser kosten Geld, Kataloge kosten Geld, Vertriebler kosten noch mehr Geld. Alles Geld, wo Du als Kunde nix von hast. Dadurch, daß das alles aber in den Gesamtpreis einfließt, muß es also irgendwo herkommen.

    Viele heimische Zimmereien, die das könnten, haben aber teilweise kein Bock drauf das Gesamtkonzept anzubieten, die wollen nen Rohbau verhökern, vielleicht noch von Außen fertig, mit Technik, kfw, wwi, wolln die nix zu tun haben.

    Also würde ich mich mal nach kleinen Anbietern umsehen, die vielleicht keine großartige Heimseite haben aber auch schon länger am Markt sind. Die keinen großartigen Verwaltungsapparat haben, sondern das gesparte Geld lieber ins Haus investieren. Gibt es ja, man muß sie nur finden.
     
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  11. JensR

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    Danke .

    Ich Frage jetzt tatsächlich auch bei der Zimmerei an, mit den ich über den OSB + WDVS Aufbau gesprochen hatte .

    Für die Statik ist das ja erstmal wirklich egal, doch von innen wäre das Aussteifende Element besser geschützt.


    Der Kampfpreis war 105.000€ ohne Rolläden und 111000€ mit Rolläden.

    Dach mit Eindeckung
    Fassade verputzt und gestrichen
    Außenwand/Ständerwerk fertig gedämmt mit Dampfbremse und Installationsebene.
    Innenwände gestellt und einseitig beplankt .

    Der Zimmermann sagte nur für das Geld steht er Morgens nicht auf .
    Ich bin ja durchaus bereit mehr zu bezahlen, aber sehr viel Puffer habe ich als "One man show" nicht .
     
  12. Fabian Weber

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    OSB innen, Gefache ausdämmen, Holzfaserdämmung als Putzträger außen, vorgehängte Fassade, fertig und günstig.
     
  13. Holzhaus61

    Holzhaus61

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    Hä? Das doch doppelt gemoppelt.

    @JensR : haut mich erst mal nicht vom Hocker. Kommt natürlich auf die Hausgröße an. Inklusive Fundament? Bauantrag/Statik/Energiepass inkl.? Gerüst/Müll/Kran?
     
  14. driver55

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    Will da einer das Rad, den Wandaufbau neu erfinden?
    Was soll der Quark?

    Das ist doch schon Murks.
     
  15. JensR

    JensR

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    97m² ohne Bodenplatte
    Bungalow mit Walmdach und Beton Pfannen.
    Bauantrag Statik Kran inklusive .
    Gerüst ist meine ich auch inklusive.


    Energieausweises ist nicht inklusive, da die oberste Geschossdecke in Eigenleistung gedämmt wird und das müsste ich ja dann mit einem Energieberater machen .

    Wenn mir eine Zimmerrei so etwas in vernünftig für unter 140/150k bauen könnte, wäre das ein Traum
     
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