Aufgeblühter Putz über feuchtem Altbaukeller – wie sinnvoll vorgehen?

Diskutiere Aufgeblühter Putz über feuchtem Altbaukeller – wie sinnvoll vorgehen? im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Hallo zusammen, an einer Innenwand im Erdgeschoss ist der Putz etwa ein Jahr nach der Renovierung stark aufgeblüht bzw. abgeplatzt. Die Wand war...

  1. Naro

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    Hallo zusammen,
    an einer Innenwand im Erdgeschoss ist der Putz etwa ein Jahr nach der Renovierung stark aufgeblüht bzw. abgeplatzt. Die Wand war vorher gefliest und wurde anschließend meines Wissens mit MP 75 und/oder Rotband Pro verputzt, wenn ich mich richtig erinnere.

    Direkt unter der betroffenen Stelle befindet sich der Keller. In der Wand verlaufen keine Wasser- oder Heizungsleitungen, daher vermute ich, dass die Feuchtigkeit von unten bzw. aus dem Keller kommt.

    Die Situation im Keller ist allerdings nicht ganz eindeutig:

    • Die Wand unterhalb der Schadstelle fühlt sich trocken an.

    • Der Keller hat eine Gewölbedecke.

    • An der Decke haben sich an einigen Stellen Tropfen gebildet.

    • Wenn ich dort den Putz etwas aufkratze, wirkt er darunter jedoch nicht feucht.
    Das Gebäude ist über 100 Jahre alt. Die Kellerböden bestehen größtenteils aus einer Art Kopfsteinpflaster und sind nicht abgedichtet. Außerdem gibt es einen Schacht im Boden, in dem sich Wasser sammelt. Diesen halte ich inzwischen mit einer Tauchpumpe dauerhaft leer. Der Keller ist insgesamt also alles andere als dicht.

    Wie würdet ihr hier vorgehen?

    • Sollte man die Kellerdecke von unten abdichten? Ich habe Sorge, dass sich die Feuchtigkeit dann nur einen anderen Weg sucht und der Schaden an anderer Stelle auftritt.

    • Wäre eine nachträgliche Horizontalsperre per Injektion sinnvoll? Dagegen spricht für mich, dass sich die Wand selbst gar nicht feucht anfühlt.

    • Könnte auch der verwendete MP-75-Gipsputz auf dem alten Mauerwerk das eigentliche Problem sein?

    • Wie lässt sich zuverlässig feststellen, woher die Feuchtigkeit tatsächlich kommt, bevor ich etwas abdichte oder neu verputze?
    Vielen Dank für eure Einschätzungen!
     

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  2. mmalle

    mmalle

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    Ich würde zuerst an der betroffenen Stelle nachsehen lassen, wie es unter der Oberfläche aussieht. Eine einzelne Feuchtemessung direkt am Fleck wäre mir zu wenig. Sinnvoller wären Vergleichswerte weiter unten und weiter oben. Nach Salzen sollte man dabei ebenfalls schauen. Beim MP 75 wäre ich in so einem Keller skeptisch. Der Putz ist nicht dafür gedacht, dauerhaft mit feuchtem Untergrund oder ständig hoher Feuchte klarzukommen. Habt ihr Temperatur und Luftfeuchtigkeit dort schon einmal ein paar Tage lang aufgezeichnet, möglichst auch über Nacht?
     
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  3. Naro

    Naro

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    Hey, danke für die schnelle Rückmeldung!

    Vielleicht habe ich das im ersten Beitrag missverständlich beschrieben: Mit MP 75 bzw. Rotband wurden nur die Wände im Erdgeschoss und in den darüberliegenden Etagen neu verputzt. Der Putz im Keller ist deutlich älter. Dort wurde meiner Einschätzung nach seit mindestens 50 Jahren nichts mehr gemacht.

    Die beiden aufgeplatzten Stellen befinden sich im Erdgeschoss, allerdings in zwei unterschiedlichen Räumen, die nicht direkt nebeneinanderliegen. Der übrige neue Putz sieht bisher unauffällig aus.

    Sollte ich direkt auf den beschädigten Stellen und zusätzlich in deren Umgebung messen? Oder wäre es sinnvoller, zunächst den losen Putz teilweise abzutragen und anschließend das freigelegte Mauerwerk zu messen?
     
  4. Berndt

    Berndt

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    du hast aufsteigende Feuchtigkeit in den Wänden das ist schlecht für Gipsputze, Gips löst sich da auf
     
  5. Naro

    Naro

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    Danke, das ist auch meine Befürchtung, ich frage mich nur liegt's an der Keller Wand oder eher an der Keller Decke?

    Und was ist der richtige Weg es jeweils an zugehen ?
    Gerade bei der Decke ist es halt alles gebogen, das macht es für mich schwerer.
     
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