Bauwerksabdichtung

Diskutiere Bauwerksabdichtung im Tiefbau Forum im Bereich Neubau; Geschuldet war laut Angebot beim Altbau schlicht „Wandabdichtung herstellen“. Ich bin weder Bauingenieur noch Architekt und kann als privater...

  1. #21 lspc, 07.08.2026 um 17:58 Uhr
    Zuletzt bearbeitet: 07.08.2026 um 18:14 Uhr
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    Geschuldet war laut Angebot beim Altbau schlicht „Wandabdichtung herstellen“. Ich bin weder Bauingenieur noch Architekt und kann als privater Bauherr und Baulaie nicht selbst planen, welcher konkrete Abdichtungsaufbau, welches Material und welche Ausführung im Detail erforderlich sind. Genau dafür beauftragt und bezahlt man einen Fachbetrieb.

    Zur Abdichtungshöhe:
    Die ursprüngliche Ausführung endete aus meiner Sicht deutlich zu niedrig. Ich habe deshalb darauf bestanden, dass die 2K-Abdichtung wenigstens über die spätere Pflasteroberkante hochgeführt wird. Daraufhin wurde nachgearbeitet; die Abdichtung endet jetzt etwa 12 cm über OK Pflaster.

    Das Pflaster grenzt unmittelbar an die Wand und besitzt Gefälle vom Gebäude weg. Es handelt sich damit jedenfalls um einen spritzwasserbeanspruchten Sockelbereich. Wie eine fachgerechte höhere Abdichtung optisch in das vorhandene Sichtmauerwerk integriert wird, ist für mich eine separate Frage.

    Zum Schichtaufbau der 2K-Abdichtung:
    Bei der Nachbesserung konnte ich beobachten, dass der nach oben ergänzte Bereich nur einmal beschichtet wurde. Es wurde also augenscheinlich eine einzelne Lage aufgetragen und danach nicht noch einmal überarbeitet.

    Nach meinem bisherigen Verständnis werden solche Remmers-2K-Abdichtungen grundsätzlich mehrlagig bzw. mindestens zweilagig verarbeitet, um die erforderliche Trockenschichtdicke sicher zu erreichen.

    Das lässt mich inzwischen auch daran zweifeln, ob die ursprüngliche Sockelabdichtung überhaupt zweilagig ausgeführt wurde. Bei deren Herstellung konnte ich jedenfalls ebenfalls keine zwei getrennten Arbeitsgänge erkennen.

    Daher meine Frage an die Fachleute: Ist bei einer solchen 2K-Abdichtung eine zweilagige Verarbeitung zwingend erforderlich bzw. wie wird fachgerecht sichergestellt und nachgewiesen, dass die vorgeschriebene Mindesttrockenschichtdicke erreicht wurde? Und kann ein nachträglich nach oben verlängerter Bereich überhaupt fachgerecht sein, wenn dort lediglich eine einzelne Lage aufgetragen wurde?

    Zur Noppenbahn:
    Verbaut wurde bei mir eine Hammerl Basic Plus. Nach meinem Verständnis handelt es sich dabei um einen Schutz-/Verfüllschutz und nicht um eine vlieskaschierte Dränbahn.

    Die Bahn wurde mit den Noppen zur Abdichtung eingebaut. Die Noppen haben sich stellenweise sichtbar etwas in die Remmers-2K-Abdichtung eingedrückt.

    Zusätzlich ist die Noppenbahn oben offen. Deshalb frage ich mich, was langfristig verhindert, dass Fugensand, Feinkorn und sonstiger Schmutz zwischen Noppenbahn und Abdichtung rieseln. Das Pflaster grenzt unmittelbar daran an und im Laufe der Jahre dürfte sich dieser Zwischenraum doch zunehmend zusetzen.

    Muss die Oberkante eines solchen Verfüllschutzes deshalb nicht konstruktiv gegen Hinterrieseln bzw. Hinterlaufen abgeschlossen werden, beispielsweise mit einem entsprechenden Abschlussprofil?

    Mir geht es ausdrücklich nicht darum, nachträglich irgendeine bestimmte Konstruktion vorzugeben. Ich möchte lediglich beurteilen können, ob die ausgeführte „Wandabdichtung“ technisch fachgerecht hergestellt wurde.

    Bedenkt bitte es ist ein einfaches, solides System was funktionieren kann. Hergestellt durch ein GaLa Bauer - hier war keine eigene Fachfirma für Abdichtung am Werk. Daher kann einfache Noppebbahn plus 2k ja grundsätzlich erstmal funktionieren - nichtsdestotrotz muss so ein Aufbau der Norm größtenteils standhalten sollen
     
  2. #22 lspc, 07.08.2026 um 18:06 Uhr
    Zuletzt bearbeitet: 07.08.2026 um 18:11 Uhr
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    Hammerl sieht das in den Schemata aber anders!? Und wie gesagt, der GaLaBauer sieht einen oberen Abschluss der Noppenbahn als nicht notwendig an
     

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    die Noppen kleben stark in der Abdichtung.
     

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  4. Fabian Weber

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    15cm ist nach DIN 18533 das Minimum.

    Ob die Abdichtung mehrlagig eingebaut werden muss gibt die DIN 18533 vor (hab ich gerade wegen Urlaub nicht zur Hand) bzw. steht das auch ganz klar in der Verarbeitungsanleitung des Herstellers.

    Die Trockenschichtdicke ergibt sich über die Messung der Nassschichtdicke.
     
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    Da der Ziegelsockel nach 12cm endet und dann der Silikatanstrich beginnt, habe ich mit dem Chef mich auf diese Greze (12cm) geeinigt. Das wäre für mich ok.
    Zur Abdichtung:

    Zum zeitlichen Ablauf 2K Dichtung:

    Letzter Monat.. am Montag war ich bis etwa 11:30 Uhr vor Ort. Zu diesem Zeitpunkt waren die Wände freigelegt, die Abdichtung war meines Erinnerns aber noch nicht aufgetragen. Als ich am Abend zurückkam, waren die Flächen bereits vollständig schwarz beschichtet.

    Am Dienstag gegen etwa 11:30 Uhr war die Noppenbahn bereits vor der Abdichtung angebracht; später wurde wieder verfüllt und gepflastert.

    Ich frage mich deshalb, ob in diesem relativ kurzen Zeitraum tatsächlich zwei vollständige Auftragslagen einschließlich der erforderlichen Zwischen-/Trocknungszeiten hergestellt wurden.

    Bei einer späteren Nachbesserung konnte ich den Ablauf beobachten; dort habe ich nur einen vollständigen flächigen Auftrag gesehen - ich habe aber nicht "aktiv" kontrolliert und hinter den Arbeitern gestanden. Das beweist nicht, dass es ursprünglich genauso gemacht wurde, verstärkt aber meine Zweifel. Auch fand ich nach der Nachbesserung über und unter dem Neuanstrich auf 12cm den Füllsand - was mich zweifeln lässt, ob die Anschlusszone überhaupt gereingt wurde von dem losen Fugensand

    Den exakten Remmers-Produkttyp kenne ich nicht. Das Material war beim Auftrag braun und nach dem Trocknen schwarz, weshalb vieles für eine bituminöse Remmers-Abdichtung bzw. PMBC spricht. Sicher bestimmen lässt sich das allein über die Farbe aber nicht. Bei den Nachbesserungsarbeiten habe ich einen Remmers Eimer gesehen -jedoch keine genaue Produktkennz.
     
  6. Fabian Weber

    Fabian Weber

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    Bei PMBC wird üblicherweise in die erste Lage ein Gewebe eingebettet und dieses darf nach aufbringen der 2ten Lage nicht mehr zu sehen sein.

    Du müsstest mal rausfinden, was da genau verwendet wurde.
     
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