Altbau 1954: stark chemisch-säuerlicher Geruch in einem OG-Schlafzimmer bei Sommerhitze. Wie grenze

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  1. davidosde

    davidosde

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    Hallo zusammen,

    das ist mein erster Beitrag. Ich lese hier schon länger mit und schätze das Fachwissen sehr. Ich habe ein Geruchsproblem, bei dem ich nicht weiterkomme, und würde mich über eure Einschätzung freuen, wo ihr zuerst suchen würdet.

    Haus: EFH Bj. 1954, Norddeutschland, 1,5-geschossig, Holzbalkendecken, Zentralheizung seit Bau, zwei gemauerte Schornsteine (einer 2011 unter der Dachhaut gekappt, unten Rußtür übermalt; der andere trägt die Gastherme). Dach 2011 saniert mit Holzfaser (120 mm Zwischensparren + 60 mm Unterdeckplatte), OSB an Gaubenwangen/Kamin, Teerpapier-Trennlage an Traufe/Gauben, schwarze Ziegel; laut Rechnung ohne Dampfbremse, alte Heraklith-/Glaswolle-Innenschale geblieben.

    Betroffener Raum: Schlafzimmer OG, mittleres Zimmer nach Osten, ca. 4,4 × 4,4 m, eigene Gaube. Aufbau von unten nach oben, soweit bekannt: Holzbalkendecke → alter Boden (2000 nur verschraubt, nie geöffnet — vermutlich alte Dielen) → Lattung → Perlite-Ausgleichsschüttung → 1 cm Zellulose-Trittschall → Buchendielen von 2000, vor Ort geölt (Ölprodukt unbekannt) → seit ca. 10.07.2026 schwimmend ein Kork-HDF-Klickboden (Blauer Engel), Ränder vom Bodenleger mit Silikon fixiert (Fehler, kommt raus). Decke: Putz auf Heraklith, darüber Spanplatten-Fußboden des Spitzbodens mit ca. 10 cm alter Mineralwolle. In der Wand rechts neben der Tür läuft der gekappte Schornsteinzug.

    Geruch: massiv chemisch-säuerlich-stechend, in diesem Ausmaß nur in diesem einen Zimmer, am schlimmsten bei Sommerhitze (Juli/August bis 35 °C). Subjektiv am stärksten an der Wand neben der Tür — ich bin mir aber nicht sicher, ob das die Quelle oder nur der Austritt ist. Der Spitzboden riecht ebenfalls chemisch, schwächer. Im Erdgeschoss riecht es nicht. Schon im Winter roch es oben an der OG-Tür „stechend", und in allen Buchen-Räumen gibt es seit Winter einen leichten süßlichen Geruch, bei Wärme stärker.

    Messung (Tenax/TD-GC-MS, Eigenprobenahme, 29.07., 22 Uhr, Hitzetag, Fenster zu, Kork Tag 19): Hexanal 79, Nonanal 84, Pentanal 18, α-Pinen 16, 3-Caren 4, Acetophenon 6, Butanon 17, Butylacetat 12, TXIB 3,8, Styrol 2,3 µg/m³; TVOC 346; Naphthalin und CKW < 0,3. Formaldehyd im OG (Winter/Juni, andere Räume) 47–49 µg/m³. Essigsäure, MEKO, Formaldehyd im Sommer und Chloranisole wurden in diesem Raum bisher nicht gemessen. Der Dyson mit Formaldehyd und air zeigen aber keine Ausschläge an. Schimmel-Raumluft im Juni unauffällig. PCP und PAK per Staubprobe nicht gefunden.

    Kandidaten, die ich sehe. Ohne Reihenfolge: der geölte Buchenboden, die Schüttung/der nie geöffnete Altboden, der neue Kork-HDF samt Silikon, der gekappte Schornsteinzug, das Dach-/Gaubenpaket ohne Luftdichtung, die Spanplatten-/Mineralwolle-Decke (Formaldehyd), evtl. Holzschutzmittel im Altholz.

    Fragen:
    1. Wie würdet ihr die Quelle systematisch eingrenzen — Folientest an Wand/Boden/Schräge, Rauchprobe im Zug, Vergleichsmessung Nachbarraum/Spitzboden, Formaldehyd/Essigsäure im Sommer, Boden probeweise öffnen?
    2. Passt das Aldehyd-/Terpen-Profil eher zu einem der Kandidaten, oder ist es unspezifisch?
    3. Würdet ihr den Kork jetzt aufnehmen (und ggf. den Buchenboden anschleifen), oder erst messen?
    Ich weiß, Ferndiagnosen sind schwierig. Jeder Hinweis, was ihr euch als Erstes ansehen würdet, hilft mir sehr. Übrigens war hier schon eine Baubiologin. Hatte tolle gerate wie den Tiger XT, konnte in dem Raum auch ca. 500 ppm und damit Faktor X höher messen, aber hatte leider sonst keine Antworten. Vielen Dank fürs Lesen!
     
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Altbau 1954: stark chemisch-säuerlicher Geruch in einem OG-Schlafzimmer bei Sommerhitze. Wie grenze

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