Abdichten nachträglich Geklinkertes Haus

Diskutiere Abdichten nachträglich Geklinkertes Haus im Abdichtungen im Kellerbereich Forum im Bereich Neubau; Hallo zusammen, Folgende Ausgangssituation: wir haben ein Haus Bj 1952 gekauft, welches 1989 nachträglich verklinkert wurde. Der Plan war Keller...

  1. fred19

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    Hallo zusammen,

    Folgende Ausgangssituation:

    wir haben ein Haus Bj 1952 gekauft, welches 1989 nachträglich verklinkert wurde.
    Der Plan war Keller freilegen, abdichten, isolieren.
    Beim freilegen haben wir festgestellt, dass der Klinker nicht auf UK Streifenfundament des Bestands gegründet ist, sonder OK Fundament.
    Es ist uns damit nicht ohne weiteres möglich das Fundament vollständig abzudichten.
    Bestandsmauerwerk sind Ziegel, eine Horizontalsperre konnte ich nur oberhalb Gelände OK finden, knapp unterhalb der Kellerdecke.

    Jetzt zu meiner Frage:

    Ist es überhaupt möglich das Mauerwerk vernünftig von außen abzudichten und zu isolieren, ohne sich weitere Probleme zu schaffen (eingesperrte Feuchtigkeit etc.)? Bisher gab es kaum Probleme mit Feuchtigkeit, unser Plan war aber „wenn nicht jetzt, wann dann“.

    schon mal vielen Dank für Tipps und Hinweise.

    Liebe Grüße
    Fred
     
  2. #2 Fred Astair, 08.08.2026
    Fred Astair

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    Standardfrage von mir: Warum willst Du jetzt den Keller abdichten?
    Der Vorgänger hat sich mit der Horizontalsperre unter der Kellerdecke abgefunden.
    Willst Du jetzt Deine Papiergeldvorräte im Keller lagern oder soll die Oma da unten einziehen?
     
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  3. fred19

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    Hi,

    es sind zwei Räume im Keller „wohnlich ausgebaut“, diese waren vorher Kinder/Jugendzimmer und sollen jetzt Büro werden. Bisher war Feuchtigkeit nur an einer Stelle ein Problem, dies rührt aber vom gemauerten Fundament der Treppe, welche direkt in/an die Kellerwand anschließt und darüber lokal Feuchtigkeit in die Mauer ziehen konnte.

    Da wir das Haus kernsanieren, wollten wir natürlich auch die Kelleraußenwände anpacken. Wie oben geschrieben „wenn nicht jetzt, wann dann?“
     
  4. #4 Fred Astair, 09.08.2026
    Fred Astair

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    Ja vielleicht "wohnlich ausgebaut" (für die Kinder reichts), aber nicht dafür geeignet.
    Ich wage gar nicht nach zweitem Rettungsweg, Deckenhöhe, Belichtung und Belüftung zu fragen.
     
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  5. fred19

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    Mach dir mal darum keine Sorgen. Fenster, Stehhöhe und Kellerausgang sind vorhanden. Das war aber auch nicht meine Frage.

    hat jemand hilfreiche Tipps zum eigentlichen Thema?
     
  6. #6 chris84, 09.08.2026
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    Das ist sowieso grundsätzlich nicht möglich, oder wie willst du da unten drunter kommen zum Abdichten? Es ist auch regelmäßig nicht zielführend, dass Fundament unter einem Keller abzudichten.
    Das ist dein primäres Problem, das eine wohnliche Nutzung der Kellerräume eigentlich unmöglich macht.
    Wenn du es richtig machen willst: Sägeschnitt unter der Estrichoberkante KG und nachträglich Hori herstellen. Dann kannst du ab da außen nach oben abdichten, musst aber auf Höhe GOK zusätzlich ein Hinterlaufen der äußeren Schale verhindern. Das dürfte summa summarum unwirtschaftlich werden, da ist Abriss und Neubau wahrscheinlich besser...
     
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  7. Steffoo

    Steffoo

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    Ich würde bei dem Aufbau nicht zu schnell irgendeine Standardlösung nehmen. Gerade bei alten Kellern mit nachträglicher Verklinkerung ist erst mal die Frage, wo die Feuchtigkeit genau herkommt und ob die Horizontalsperre überhaupt sinnvoll liegt.

    Ich habe mit ISOKRISTALL bisher gute Erfahrungen gemacht, gerade wenn eine Abdichtung von außen schwierig oder kaum sinnvoll war. Das war aber nie nach dem Motto „einfach drauf und fertig“, sondern immer erst nach genauer Prüfung von Wandaufbau, Feuchtebild, Salzbelastung und Anschlüssen.

    Bei dir würde ich deshalb erst sauber klären lassen:

    • kommt die Feuchtigkeit seitlich durch die Wand?
    • steigt sie kapillar hoch?
    • gibt es ein Problem am Übergang Wand/Bodenplatte?
    • was macht die nachträgliche Klinkerschale mit der Feuchte?
    • wo liegt die Horizontalsperre wirklich?
    Wenn das geklärt ist, würde ich eine Innenabdichtung zumindest mitprüfen lassen. ISOKRISTALL wäre für mich eine Option, aber nicht blind. Entscheidend ist, ob der konkrete Wandaufbau und die Wasserbelastung dazu passen.

    Ich wäre nur vorsichtig mit „außen irgendwie abdichten“, wenn die Details am Klinkerfundament und an der Horizontalsperre nicht klar sind. Da verschiebt man sich das Problem sonst schnell nur an eine andere Stelle.
     
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