Scheune Bj.1960 zu Wohnhaus umbauen (Horizontalsperre)

Diskutiere Scheune Bj.1960 zu Wohnhaus umbauen (Horizontalsperre) im "Bautenschutz" Forum im Bereich Altbau; Hallo zusammen, ich habe mich neu in diesem Forum registriert, um einmal eine andere Sichtweise bzw. eure Erfahrungen und Meinungen zu meinem...

  1. Luca98

    Luca98

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    Hallo zusammen,

    ich habe mich neu in diesem Forum registriert, um einmal eine andere Sichtweise bzw. eure Erfahrungen und Meinungen zu meinem aktuellen Problem einzuholen.

    Ich befinde mich momentan im Umbau einer Scheune zu einem Wohnhaus. Es handelt sich um eine massiv gebaute Scheune aus dem Jahr 1960 mit 24,5 cm starken Bims-Hohlblocksteinen.

    Die Sohlplatte wurde nachträglich in die bestehende Scheune eingebaut, da ursprünglich keine Bodenplatte vorhanden war.

    Nun zu meinem eigentlichen Problem:

    In den Bestandswänden ist aktuell eine Horizontalsperre aus Bitumenbahn vorhanden, die augenscheinlich sogar noch funktionstüchtig ist. Diese befindet sich allerdings bereits auf der ersten Steinreihe. Der Abstand zwischen Sohlplatte und Horizontalsperre beträgt je nach Ecke etwa 15–18 cm. Die Oberkante des Fertigfußbodens (OFK) liegt lediglich ca. 16 cm über der Sohlplatte.

    Es ist leider nicht bekannt bzw. nicht ersichtlich, ob zwischen den ursprünglichen Streifenfundamenten und der ersten Bimssteinreihe bereits eine Horizontalsperre eingebaut wurde.

    An einigen Ecken im ehemaligen Scheunenbereich ist der Putz im unteren Bereich auf einer Höhe von etwa 10–20 cm abgeplatzt. Daher stellt sich nun die Frage, wie der Wand-/Bodenanschluss am besten ausgeführt werden kann, damit später keine Feuchtigkeit in den Wohnraum gelangt.

    Die Sohlplatte soll grundsätzlich mit einer Katja Knauf abgedichtet werden. Diese soll an den Wänden bis zur Oberkante des späteren Estrichs hochgeführt werden. Von außen ist zusätzlich eine Abdichtung mit Remmers MB 2K vorgesehen.

    Allerdings bleibt zwischen der Abdichtung der Sohlplatte (Katja Knauf) und der vorhandenen Horizontalsperre in der ersten Mauerwerksschicht ein Bereich von etwa 15–18 cm. In diesem Bereich könnte theoretisch weiterhin Feuchtigkeit aus dem Fundament bzw. Untergrund kapillar in das Mauerwerk aufsteigen.

    Eine Überlegung war deshalb, diesen Übergang bzw. den unteren Wandbereich zusätzlich mit Remmers MB 2K abzudichten und damit eine Verbindung zwischen Boden- und Wandabdichtung herzustellen.

    Hier stellt sich allerdings die Frage, ob ich mir damit nicht ein neues Problem schaffe: Sollte tatsächlich Feuchtigkeit aus dem Fundament in diesen Bereich des Mauerwerks gelangen, wäre diese durch die zusätzliche Abdichtung möglicherweise im Stein eingeschlossen und könnte nicht mehr nach innen bzw. außen austrocknen.

    Es befindet sich kein Keller unter dem Gebäude und es liegt keine drückende Feuchtigkeit vor.

    Eine nachträgliche Injektion einer Horizontalsperre ist nach meinem bisherigen Kenntnisstand aufgrund des verwendeten Bims-Hohlblocksteins leider nicht möglich.

    Wie würdet ihr in diesem Fall vorgehen?

    Insbesondere würde mich interessieren, ob ihr den unteren Bereich des Mauerwerks tatsächlich vollständig mit MB 2K überarbeiten und damit an die Bodenabdichtung anschließen würdet oder ob es sinnvoller wäre, anders mit dem potenziell feuchtebelasteten Bereich umzugehen.

    Vielen Dank schon einmal für eure Antworten und Erfahrungen!

    Mfg
    Luca
     
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