Praxis-Ratgeber zum Thema Renovierung

Diskutiere Praxis-Ratgeber zum Thema Renovierung im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Hallo, ich suche ein verständliches Buch zum Thema Renovierung (möglichst ebook). Bislang habe ich nur Literatur.gefunden mit sehr vielen unnütze...

  1. klschn

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    Hallo,
    ich suche ein verständliches Buch zum Thema Renovierung (möglichst ebook). Bislang habe ich nur Literatur.gefunden mit sehr vielen unnütze Informationen und aufgrund der Verbindungen zu Herstellern aus meiner Sicht auch nicht immer neutral. Die technischen Anforderungen sollen auch für ein Laien verständlich geschrieben sein.
     
  2. VollNormal

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    Was genau verstehst du unter "Renovierung"? Welche Information suchst du?
     
  3. klschn

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    Wir planen ein Haus aus den Jahren 1960 bis 1970 zu kaufen, haben uns auch schon einige angesehen. Allerdings ist neben der Lage und der Preis die Haustechnik ein entscheidender Faktor. Dach, Dämmung, Heizungssystem, Elektroinstallation, Sanitärinstallation, Boden- und Deckenverkleidung ebenso wie Baumängel und Bauschäden bestimmen den Aufwand und die Kosten nach dem Kauf. Bei den Besichtigungen war ich als Laie bei vielen Punkten schnell überfordert und konnte den Ausführungen von Maklern aber auch Ratschläge von Bekannten nicht immer folgen. Unschöne Holzdecken, alte Elektroinstallation und beschädigte Bodenbeläge müssen beseitigt werden. Was sind dann die richtige Schritte, welche Möglichkeiten gibt es und was kann man selber machen? Die Antworten fallen in der Regel sehr unterschiedlich aus, je nachdem wer die Frage beantwortet. Antwort zum Thema Boden: Ich kenne einen guten Fliesenleger der gute Arbeit macht, zu einem vernünftigen Preis.Nur, sind Fliesen die richtige Wahl. Beim Thema Elektroinstallation und Heizsystem wird es noch komplizierter. Hier brauche ich einen Überblick, welche Wege sind möglich und machen Sinn damit der Kauf eines älteren Hauses nicht zu einer Überlastung führt. Ich bin also nicht bei konkreten Maßnahmen sondern beim allgemeinen Überblick.
     
  4. nordanney

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    Dann nimmt man zur Hausbesichtigung einen Experten mit, der sein Wissen nicht nur aus irgendwelchen Büchern hat, sondern echte Erfahrung
     
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  5. ToTi

    ToTi

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    Du kannst relativ viel selber machen, wenn du geschickte Hände hast. Das Hauptproblem wird die Zeit sein. Du benötigst ganz sicher fast ein Jahr, wenn du so ein altes innen Haus Kernsanieren willst/musst. Bei einem Gebäude, das jetzt 50-60 Jahre alt ist und quasi nie was gemacht wurde kannst du ganz sicher alles herausreißen.
    Hier im Forum schwirren von den Fachleuten Zahlen in Höhe +-3000€/m2 für eine Sanierung herum. Das sollte einem schon bewusst sein. Einige behaupten auch, das neu bauen in dem Fall besser ist, außer man bekommt das Gebäude fast geschenkt, die Lage ist super und der Schnitt / Raumaufteilung ist perfekt für einen.
    Ansonsten halte dich an den Rat von @nordanney und nimm einen Architekt der Sanierungen kann und nicht nur Neubau.
     
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  6. Alex88

    Alex88
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    aber nur wenn er täglich mindestens 8 Stunden auf der Baustelle arbeitet.
    Wir haben ein Haus von 1965 komplett saniert, so wie der TE oben beschreibt, außer das Dach und die Dachdämmung,
    alles entkernt, Holzdecken abgerissen, Estrich raus und neu gemacht, Heizung, Sanitär, Elektro, Türen, Fenster waren fast neu,
    Wände entfernt und neue eingebaut, tragende Wand durch Stahlträger ersetzt, neu verputzt, gespachtelt, Böden verlegt und alle Malerarbeiten.
    Heizung und Sanitär wurden von einer Fachfirma neu eingebaut, Elektroleitung selber verlegt, incl. Schlitze schlagen, angeschlossen wurde dann alles vom Fachbetrieb. Fassade und Einfahrt neu pflastern haben wieder Fachbetriebe gemacht.
    Gearbeitet haben wir Wochenende und teilweise die Urlaube auf der Baustelle verbracht, gedauert hat das bis zum Einzug 3 Jahre, aber
    jetzt ist alles schick und wir sind hoch zufrieden. Ach ja, wir hatten einen erfahrenen Bauleiter und Statiker an der Seite der alle Pläne und
    Genehmigungen erledigt hat.

    P.S. die "kleinen" Nebensächlichkeiten nicht vergessen: Material besorgen, Schutt entsorgen, Fehler beheben (die man als Laie macht) Arbeiten koordinieren etc.


    Da wünsche ich viel Spass......
     
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  7. klschn

    klschn

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    Danke für die Antworten, ich habe bei Amazon zwei Bücher gefunden, die meine Fragen vielleicht beantworten können, die Inhaltsverzeichnisse sind jedenfalls sehr vielversprechend.
     
  8. chris84

    chris84

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    Das Internet ist voll von Beispielen, Bautagebüchern und Videos von bereits durchgeführten Sanierungen.
    Eins ist allen gemein: Jede einzelne ist so individuell, wie die Menschen, die sie durchführen.
    Alleine eine Beschreibung der aktuell gültigen Möglichkeiten für eine Neubau- Ausführung würde vermutlich eine Enzyklopädie füllen, mit vielen Bänden. Kommt noch historie dazu, artet es komplett aus.
    Daher: Berichte gerne was du aus den Büchern mitgeholt hast. Ich würde mich aber keinesfalls darauf beschränken.
     
  9. Alex88

    Alex88
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    Kannst du die Inhaltsverzeichnisse mal hier einstellen?
     
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  10. klschn

    klschn

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    Die Buchtitel sind:
    Hauskauf ohne böse Überraschungen Teil 1 - Ihr Leitfaden zum Eigenheim
    Hauskauf ohne böse Überraschungen Teil 2 - Ihr Leitfaden zur Renovierung
    Direkt unter dem Bild ist ein Button "Leseprobe lesen". Dann ist auch das Inhaltsverzeichnis lesbar.
     
  11. nordanney

    nordanney

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    Ist aber auch nur viel "bla bla" auf hoher Flughöhe. Zumindest laut Leseprobe.
     
  12. BaUT

    BaUT

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    Häuser aus diesem Baualter?
    Da denke ich zuerst mal an Asbest und PCB und ...
    Ich habe mein Haus (Bj. 1971) gekauft und in Teilzeit arbeitend (30Std/Wo) über 2,5 Jahre weitgehend in Eigenleistung saniert.
    - Asbestsanierung der Böden und der Abwasserleitungen (durch eine Fachfirma)
    - Grundrissumgestaltung (Trennwände raus etc.)
    - Fußböden neu
    - Elt komplett neu (nur den Sicherungskasten hat der Eli gemacht)
    - Wand- und Deckenflächen neu verputzen und spachteln
    - Frischwasser- und Abwasserinstallation komplett neu
    -
    - Bad komplett neu
    - Malerarbeiten
    - Terrasse neu
    - Fahrradschuppen neu
    - ach was weiß ich noch alles (es war immer was zu tun)
    - Trockenbau

    Als gelernter Baufacharbeiter und studierter Bauingenieur brauchte ich zwar keine Renovierungsfachbücher aber dennoch für Elt- und SHK-Installationen immer mal wieder online-Recherchen und immer mal einen guten Tipp von wirklich fachkundigen Beratern (Jippijajeh) und eine Frau die hinter mir stand und mir in allem den Rücken freigehalten hat. Bedenke: Ein Hausbau bzw. eine Haussanierung ist auch eine echte Beziehungsprobe!
     
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  13. chris84

    chris84

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    Mein erster Eindruck von der Leseprobe ist jetzt nicht so schlecht. Insgesamt 800 Seiten ist auch schon ein bisschen was als Input, das muss man erst mal verarbeiten...
    Der Teil 2 geht augenscheinlich mehr ans "eingemachte" als der erste Teil.
    Hast du nur in den ersten oder auch in den 2. Teil geschaut?
     
  14. nordanney

    nordanney

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    Teil 2, weil der sich mehr mit der Sanierung beschäftigt. Ist aber auch nur eine Leseprobe - und auf der Basis würde ich mir das Buch schenken und bei interessanten Objekten lieber einen Fachmann mitnehmen. Denn alles auch des zig 100 Seiten merkt sich der Laie sowieso nicht. Und erst recht nicht in so einer Drucksituation wie einer (ersten) Besichtigung.

    Da ich in Eigenleistung bis auf Elektrik (da nur ein Teil selbst) und Estrich selbst schon mit einer echten Kernsanierung durch bin (Dach war schon erneuert), würde ich auch eher auf Recherchen im Netz oder Hinzuziehung von Fachleuten (oder Foren) bei speziellen Themen setzen.
     
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  15. BaUT

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    Liebe Hauskäufer- wenn möglich: Spart euch beim Hauskauf lieber den Makler als sachverständigen Sanierungsexperten.
    Honorar und Leistung stehen bei einem Makler in keinem vertretbaren Verhältnis und haften tut er auch für nix was er erzählt.
    Ein Fachmann, der euch bei einer Erstbesichtigung begleitet und euch auf vorhandenen Instandhaltungsrückstau aufmerksam macht, der ist sein Zeithonorar hingegen mehr als wert.
     
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  16. ToTi

    ToTi

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    Kann man das oben anpinnen?!
     
  17. 11ant

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    bringt Sie gut beraten ins Eigenheim
    Du wirst keine Ratgeber finden, die die hunderten von Seiten die für Dein Objekt nicht relevant sind von vornherein auslassen. eBooks waren gestern, derzeit wirst Du mit tagesaktuellen Online-Enzyklopädie-Tutorialkatalogen überschwemmt - leider auch aus der Feder von KI-Clowns. Und vor allem letztere nicht nur "nicht immer neutral", sondern geradezu überwiegend schleichwerbend gesponsort.

    Aus 1960 nähme ich noch nichts, die 50er Jahre dauerten (in den alten Bundesländern, von den neuen kann ich es nicht sagen) bis 1963. Also 1964 bis 1970 ? - ab 1976 wäre noch besser, weil dann meist bereits "post Ölkrise" geplant. Rechne stets die Größe des Objektes mal 3k pro qm, dann hast Du den heutigen Herstellungspreis als neues Haus. Dieser Wert ist wichtig, weil er die Schwelle darstellt, die Du nach Faustformel durchbrechen wirst, sobald Du das Haus jünger als sein halbes Alter zu machen versuchst. Ein Haus mit "Erstzulassung" 1970 wirst Du also auf den Standard von 1998 verjüngen können, bis neu billiger wäre.

    In meinem Profil findest Du einen Beitrag in diesem Forum verlinkt, wo ich "vorrechne", wie man sein Budget allein damit sprengt, das Vorhaben nicht ganzheitlich zu planen, sondern einfach die beteiligten Handwerker schätzen zu lassen, was die Feier kosten wird.
    Ein explizit im "Bauen im Bestand" erfahrener Architekt (und diesen für beide Halbzeiten durchzumandatieren !) ist Dein Schlüssel zu einem (einschließlich der Bezahlbarkeit) erfolgreichen Projekt.

    Häuser aus der genannten Zeit werden sämtlich energetisch ertüchtigungspflichtig sein, und aufgebrachte Dämmung (ver)braucht Dachüberstand. FBH kann man in den Estrich einfräsen, andernfalls ändern sich die Höhen (im EG weniger problematisch, aber im OG können Brüstungen erhöht werden müssen), und auch Türrahmen werden dabei "niedriger". Dachstühle werden hier schon taugen, aus der Nachkriegszeit trügen sie häufig eine zeitgemäße Dämmung nicht. Besichtige das Objekt mit einem einschlägig erfahrenen Architekten. Wo stehen diese Kandidaten überhaupt ?
     
  18. klschn

    klschn

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    Die bisher besichtigten Häuser stehen im nördllichen Ruhrgebiet, von Duisburg, Dinslaken, Recklinghausen bis Herne. In meinem Bekanntenkreis haben einige Bausachverständige eingebunden und nicht immer von positiven Erfahrungen berichtet. Allerdings lag es wohl auch an den Käufern. Erst die Aussage, da ist nicht viel zu machen, dann kamen weitere Wünsche oder "Tips" aus dem Umfeld und es wurde ein Schrecken ohne Ende. Ich brauche kein fundiertes Fachwissen sondern einen Überblick und Hinweise, vielleicht bei einigen Punkten genauer hinzusehen bzw. die richtigen Fragen zu stellen. Zum Thema Heizungssystem habe ich sehr viele unterschiedliche Aussagen bekommen. Viele, die ihre Hilfe anbieten, verfolgen in Wirklichkeit nur ihre eigenen Interessen. Ich bin kein Experte und will auch keiner werden. Ich möchte nur in der Lage sein, kritischer mit den Informationen umzugehen. Also kein Bla, Bla, aber auch kein Expertengerede, irgend etwas dazwischen.
     
  19. nordanney

    nordanney

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    Dafür braucht es keine Bücher.
    - Von wann ist das Haus?
    - Von wann ist das Dach?
    - Wurde es mal neu gedeckt oder gedämmt?
    - Von wann ist die Elektrik? (Foto vom Sicherungskasten machen und mal die KI oder das Forum drauf schauen lassen)
    - Welche Heizung? Von wann?
    Usw.

    Mit den Infos kann man sich dann beschäftigen.
     
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