Verputzen für Anfängerin im Altbau.

Diskutiere Verputzen für Anfängerin im Altbau. im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Hallo zusammen ich bin absolute Anfängerin und hoffe, dass mir hier vielleicht ein paar erfahrene Heimwerker, Maler oder Verputzer weiterhelfen...

  1. #1 Michele94, 09.09.2026
    Michele94

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    Hallo zusammen

    ich bin absolute Anfängerin und hoffe, dass mir hier vielleicht ein paar erfahrene Heimwerker, Maler oder Verputzer weiterhelfen können.

    Ich versuche aktuell mein Haus aus dem Jahr 1976 größtenteils selbst zu sanieren. Ich habe inzwischen die alten Tapeten entfernt und möchte die Wände gerne wieder schön glatt bekommen.

    Mein Ziel wäre im besten Fall, die Wände so glatt zu bekommen, dass ich sie anschließend direkt streichen kann. Falls das nicht perfekt genug wird, wäre mein Plan, eine dünne glatte Glasvliestapete aufzukleben und diese anschließend zu streichen.

    Ich habe ein paar Bilder von den aktuellen Wänden mit dem alten Putz angehängt (Bilder 1-5). Hier bin ich mir unsicher, wie ich am besten weiter vorgehen soll und welche Arbeitsschritte wirklich notwendig sind.

    Muss der alte Putz zunächst glatt von den gröbsten Unebenheiten befreit werden, grundiert und verputzt werden? Muss ich die Wand überhaupt verputzen, da sie recht glatt ist und nur die Löcher spachteln und dann glatt schleifen?

    Auf weiteren Bildern sieht man eine Wand, an der ich mich bereits selbst versucht habe. Dort habe ich Knauf Rotband Flächenspachtel Plus auf die komplette Wand aufgetragen und anschließend abgezogen.

    Da ich noch überhaupt keine Erfahrung damit habe, würde mich eure Einschätzung interessieren: Wie sieht die bereits gespachtelte Wand für einen ersten Versuch aus? Würdet ihr diese jetzt anschließend schleifen oder sollte noch eine zweite dünne Schicht Flächenspachtel darüber machen? Woran erkenne ich, ob eine weitere Schicht notwendig ist? Ich wäre für konkrete Tipps zur Vorgehensweise und auch eine Einschätzung anhand der Bilder wirklich sehr dankbar.

    Vielen Dank schon einmal für eure Hilfe und bitte habt etwas Nachsicht mit einer Anfängerin.

    Viele Grüße
    Michelle
     

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  2. #2 chris84, 09.09.2026
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    Schleifen und spachteln lautet das Credo ;) - und das immer wieder...
    Daran, ob du mit dem Ergebnis schon zufrieden bist oder nicht.
    Du brauchst aber nicht jedes mal die ganze Wand abzuziehen, sondern du spachtelst nur dort, wo du im Streiflicht noch Unebenheiten siehst.
    Mit Glasvlies würde ich nicht anfangen, das kaschiert fast nix und ist mindestens so viel Arbeit ordentlich hin zu bekommen wienoch 2 x spachteln + schleifen...
     
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  3. ToTi

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    Das ist sehr ambitioniert was du vor hast. Wenn du die Wände nur streichen willst, benötigts du die Qualität Q4. Das bekommen die meisten Stuckateure nicht hin!
    Aber wie @chris84 schon gesagt hat, spachteln und schleifen bis es passt und kein Schatten wirft bei Streiflicht, sonst sieht das echt beschi... aus. Das bedeutet, du benötigt dafür sehr viel Zeit. Wenn du die hast, dann weiter ans Werk und das die Taschenlampe nie stromlos wird.
     
  4. #4 Fasanenhof, 10.09.2026
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    Das größte Problem an dieser Stelle:
    Diese Wände wurden schon mehrfach geflickt, und das schlecht. du hast also verschieden Feste Baustoffe in verschiedenen Höhen, wobei die "Berge" vermutlich Gips oder Spachtel sind (hart) und die Täler alter poröser Putz.

    Versuchst du nun zu schleifen, wirst du dir eher Macken in den alten Putz machen als dass du die Berge sinnvoll nivelliert bekommst.

    Mach dir keine Illusionen: Diese Arbeit wird richtig nerven. Du musst die Wand flächig mit Feinspachtel/Flächenspachtel abziehen, dabei eine Schichtdicke von 1mm mindestens erreichen. Dann ist alles auf einer Basis, mit der du über Schleifen weiter kommst.

    Tipps:
    - Spare nicht beim Werkzeug. Ergonomische, große Spachtel und gute Mischeimer/Mischer sind wichtig
    - Spachtel ist im Volumen billig, mische immer mehr an, als du glaubst zu brauchen.
    - Wenn dir in der Arbeit der Spachtel ausgeht, versuche nicht mit einem 2. Batch die angefangene Fläche zu flicken. Lass es trocknen und fange auf der trockenen Wand mit der nächsten Portion an.
    - Sauberkeit ist wichtig. Reinige Spachtel, Mischeimer und andere Werkzeuge so gründlich wie möglich. Nichts wird dir mehr die Nerven Rauben als mitten drin ein Krümel, der dir eine Furche über die Bahn zieht.
    - Atemschutz: Trage beim Schleifen keine Papiermasken, investiere in eine gute (voll) Gesichtsmaske mit Filtern. Gerade Brillenträger profitieren davon.
    Ein guter Staubsauger mit Zyklon ist ebenso hilfreich.
     
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  5. #5 msfox30, 10.09.2026
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    ...und an den Flicken werden vermutlich später kleine Risse entstehen, die man dann auf der glatten Wand sieht. Dann war die ganze Arbeit umsonst. Mit Tapete fallen dies kleinen Rissen nicht auf.
     
  6. #6 Fasanenhof, 10.09.2026
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    Ich wüsste nicht, warum das passieren sollte, wenn die Wand an sich nicht rissig ist.
    Flächenspachtel ist in dieser Hinsicht ziemlich sicher gegen Schrumpfung.

    Es ist ewig viel Arbeit, was man mit einer Tapete abkürzen könnte. Ich bevorzuge auch Vliestapeten, weil sie noch ein µ Schall schlucken und das Wohngefühl abrunden.

    Aber wenn der TE danach fragt, wie man es macht, dann beantworte ich diese Frage.
     
  7. #7 simon84, 10.09.2026
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    So für Anfänger und DIY könnte man auch über trockenputz also davor stellen von GKB nachdenken.

    da ist zumindest die Fläche sofort glatt und gerade bzw. Lotrecht montiert geht mit Wasserwaage und co
     
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  8. #8 nordanney, 10.09.2026
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    Habe ich auch gerade dran gedacht. 6,5mm Renoboard lässt ich leicht kleben - auch mit PU Kleber, damit es noch einfacher wird.
     
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  9. Alex88

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    nicht mal drüber nachdenken.....

    die Wand einmal schleifen, dann mit Knauf Multifinisch (Eimerware) spachteln, dann nochmal schleifen und gucken
     
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  10. #10 simon84, 10.09.2026
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    Ich zumindest tat mir beim ersten mal deutlich leichter mit trockenbau als mit verputzen
     
  11. Michele94

    Michele94

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    Vielen Dank euch allen für die zahlreichen Antworten und hilfreichen Tipps! Das hat mir echt schon viel geholfen.

    Ich habe entschieden, dass ich am Ende alle Wände mit Renoviervlies versehen werde. Je nach Wand werde ich vorher einzelne Flickstellen ausbessern oder dünn vollflächig spachteln. So mal das aktuelle Vorgehen.

    Mit Knauf Rotband Flächenspachtel Plus aus dem Eimer bin ich bisher am besten zurechtgekommen, mit Berliner Glätte am wenigsten. Dennoch bin ich weiterhin mit den ganzen Putzarten unschlüssig. Es hört sich gefühlt alles gleich an.

    Habt ihr Tipps für einen Feinputz (Marke) bei dünnem Auftrag – und welche Verarbeitung wie Putzrolle, Glätte- oder Zahnkelle am besten ist? Woran erkenne ich den richtigen Zeitpunkt, um mit dem Schwammbrett Unebenheiten abzureiben?

    Außerdem frage ich mich, ob Kalkputz im Schlafzimmer sinnvoll ist oder eher in Bädern verwendet wird. Falls er sich eignet: Welcher Kalkputz lässt sich glatt abziehen und schleifen?

    Und habt ihr eventuell noch Tipps zum Streichen von Renoviervlies? Ein Maler meinte, man solle für den ersten Anstrich Grundierung mit Farbe mischen und anschließend noch zweimal streichen. Ist das ein gutes Vorgehen?

    Vielen Dank

    Viele Grüße
    Michele
     
  12. 415B

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    Kaufst Du Dir Grundierung, Knauf Uniflott Spachtel aus dem Eimer
    Eine Zahnkelle 10mm
    und einen Knauf Flächenspachtel
    Und dann fängst du an m2 für m2
    Wenn es nicht ganz glatt wird sieht es halt aus wie in einer griechischen Taverne.
     
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Verputzen für Anfängerin im Altbau.

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