Feuchtigkeit durch den Schornstein?

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  1. Oliver 123

    Oliver 123

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    Hallo Allerseits,

    Ich bin ein DIY-Neuling und habe eine etwas komplexere Story. Hier ist sie:

    Ich saniere den Keller unseres Mehrfamilienhauses (1920er Jahre). 36er Ziegelmauerwerk. Keine Dämmung. Nur der Keller ist gedämmt. Das Haus wurde in der Nähe eines früheren Bachlaufs gebaut, der damals zugeschüttet oder kanalisieren wurde. Aufgrund von Kanalisationsproblemen, die mittlerweile von der Stadt behoben wurden (Rückstauventile?), kam es vor 10 Jahren mal zu einer Überflutung des Kellers (Knöchelhöhe). Nachbarhäuser zur Hangunterseite hin haben mit drückendem Wasser von Unten zu tun. Solche Probleme haben wir nicht. Aber der Keller ist trotzdem feucht und gerade an den Außenwänden platzt der Putz ab. Bei den Innenwänden sind dagegen nur die bodennahnen Bereiche betroffen. Eine Außensperre wurde in den 90ern gemacht. Horizontalsperre nicht.

    Jedenfall nahm ich bisher an, die Feuchtigkeit kommt hauptsächlich durch den Kühlschrankeffekt, dass warme Luft im Sommer an den kalten Wänden kondensiert, weshalb eben vor allem die Außenwände so betroffen sind. Ich habe also angefangen, die gesamten Wände mit Kalkputz (Baumit Speed, ja ich weiß, er enthält Zement...) zu verputzen. Zuerst einfach auf das Mauerwerk, nachdem ich das Lose entfernt und alles mit Tiefgrund behandelt habe. 2 Lagen mit Armierungsgewebe. Das Holz der Trennwände abgeschliffen und letztlich alles mit Kalktünche überstrichen. Das klappte soweit gut und ich bin bisher sehr zufrieden.

    Etwas unwohl war mir aber wegen der Haftung des Putzes (bin ja kein Meisterwerfer ;) ) und wegen stark sandender Fugen. Darum bin ich jetzt dazu übergegangen, die Fugen zuerst mit Zementmörtel zu erneuern und die Wand damit im Spritzbewurf vorzubereiten.

    Zunächst einmal ist mir bei der Arbeit aufgefallen, dass die Fugen nur noch gepresster Sand sind. 2. Dass dieser Sand manchmal dunkel (feucht) braun aussieht, obwohl meist nur gelb-ocker. Die Stoßfugen habe ich oft bis zum Anschlag ausgekratz. Dabei schien es Hohlräume in/ hinter der Mauer zu geben. Bei den Ziegeln habe ich mich gewundert über die irreguläre Verlegung. Manche lagen fast direkt aufeinander während an anderer Stelle recht große Fugenabstände sind. Ist das "normaler" Pfusch von damals oder hat sich da was durch die sandigen Fugen verlagert?

    Vor allem ist mir jetzt aber aufgefallen, dass an einer Wand der neue Zementmörtel an bestimmten Stellen feucht bleibt, während der Rest normal austrocknet. Und dies ist eine Innenwand. Allerdings befindet sich am Beginn der Wand (im Bild die Ecke) ein Schornstein. Die Flecken tauchen teilweise aber auch ziemlich entfernt vom Schornstein auf.

    Noch eine letzte Sache: Das Haus zeigt starke Setzungsrisse, die aber vom umgebenden Erdreich auszugehen scheinen.

    Hier nun meine Fragen:
    1. Für wie groß ist das Problem mit den sandigen Fugen einzuschätzen? Einige meinen, das sei einfach "normal " für den Altbau? Aber können die Setzungsrisse und das irreguläre Ziegelmuster damit zusammenhängen?
    2. Ist die Farbe des alten Fugenmörtels ein Zeichen dafür, dass die Mauer feucht ist? Und kann mann sagen, ob diese Feuchtigkeit aus der Wand kommt oder ob es Kondenswasser ist, dass in die Wand eingedrungen ist? Wäre letzteres überhaupt möglich?
    3. Kann der Schornstein irgendwie das Problem sein, auch wenn er eigentlich geschlossen ist? (Schornstein ist stillgelegt).
    4. Kann es ein statisches Problem geben, wenn die Mauern einseitig mit sehr festen und sehr weichen Fugen versehen sind? Gerade in Bezug auf das Setzen des Gebäudes?
    5. Was haltet ihr davon, den Kellerboden mit Kalktünche zu streichen um Schimmel jede Grundlage zu nehmen?
    6. habt ihr sonst irgendwelche Hinweise, Ideen und Warnungen.Ich bin für alles dankbar.

    Vielen Dank für eure Hilfsbereitschaft und dass ihr euch das alles zu Gemüte führt.
     

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