Konzept Heizung, Warmwasser, Dämmung für Ferienhaus in IT

Diskutiere Konzept Heizung, Warmwasser, Dämmung für Ferienhaus in IT im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo, es geht um ein Ferienhaus in Italien, das kernsaniert werden soll. Hier herrscht noch Unklarheit hinsichtlich Konzepten für Heizung,...

  1. #1 SimonGreiner, 21.06.2022
    SimonGreiner

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    Hallo,

    es geht um ein Ferienhaus in Italien, das kernsaniert werden soll. Hier herrscht noch Unklarheit hinsichtlich Konzepten für Heizung, Warmwasserbereitung und Dämmung. Aktuell gibt es einfach nur eine alte Flüssiggas-Therme in der Küche.

    Vorab einmal die Eckdaten:
    • Haus hat ca. 100 QM (4,5 Zimmer)
    • Bei der aktuell verbauten Therme handelt es sich um eine Vaillant Tecnoblock turbo VCW I 242 E H aus 1995, läuft mit Flüssiggas. Die Therme steht in der Küche, es gäbe aber auch einen Abstellraum am anderen Ende des Hauses mit Platz für einen Warmwasserspeicher etc.
    • Im Wohnzimmer gibt es einen Kamin, soll ersetzt werden durch ein neues Modell
    • In den Zimmern sind Radiatoren
    • Das Haus wird von Juni bis Mitte September durchgehend von 2-6 Personen genutzt. Hier und da auch mal im Winter (max. 2 Wochen). Sonst Leerstand. Im Winter wird das Wasser einfach abgelassen. Zukünftig soll der Nutzungszeitraum ausgedehnt werden, mindestens April bis Oktober
    • Das Haus liegt an einem der drei grossen norditalienischen Seen, im Sommer also fast durchgehend sonnig bei 30 Grad plus, im Winter aber auch Schnee. Viel Wind und Luftfeuchtigkeit. Frost durch den sehr nahe liegenden See eigentlich kein Thema
    • Das Haus ist eingeschossig und Baujahr 1968. Deckenhöhe liegt bei 2,90 meter. Bisher alles ungedämmt
    • Besonderheit: auf Grund Hochwassergefahr steht das Haus auf einer Art Betonstelzenfundament. In auf den Betonstelzen liegenden Betronträger sind dann T-Ziegelsteine eingehängt. Darauf dann eine dünne Betonschicht und die Fussbodenfliesen (auf Grund Hochwassergefahr wurde das Thema FBH und Fussbodendämmung verworfen)
    • Die Leitungen und Rohre verlaufen im Hohlraum zwischen Erdboden und Fussboden des Hauses und sind auch nicht wirklich isoliert. Hier pfeift der Wind durch und es geht viel Energie verloren
    • Es soll nun alles gedämmt werden (exklusive Fussboden wie oben beschrieben): Dach wird neu gemacht und dabei gedämmt, Fenster kommen auch neu rein. Fassadendämmung kommt wohl auch noch hinzu, da Fassade und Fenster ohnehin neu gemacht werden müssen
    • Hausanschluss von 3,5 kW

    Die grossen Fragen sind nun:
    • Isolation der Leitungen unter dem Haus ist klar
    • Fassadendämmung sinnvoll? Auch in Anbetracht, dass der Fussboden kühl bleibt? Bisher keine Schimmelproblematik (Haus aber aktuell auch nur meistens im Sommer genutzt und dort stehen ständig alle Türen und Fenster offen)
    • Gastherme zumindest zur Deckung des Basisenergiebedarfs soll wohl bleiben. Aber lohnt sich der Tausch zu einem neueren Modell? Und besser in den Abstellraum verfrachten? Dann brauchts halt lange um das Warmwasser in der Küche anzuzapfen… Wenig Wasserdruck im Haus
    • Solarthermie? Mit Heizungsunterstützung? Viel Sonne ist da, eine Süd-Dachfläche auch
    • Wasserführender Kamin? Kamin mit Aufbau eines Warmluftverteilsystems im Haus?
    • Split-Klimaanlagen?
    • …?
    Vielen Dank!
     
  2. BaUT

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    Küche und Bad Warmwasser mit DLE und dazu ein Balkonkraftwerk aufs Dach, dann könnt ihr die Warmwasserbereitung im Sommerhalbjahr komplett auf Elt umstellen.
     
  3. #3 Fred Astair, 21.06.2022
    Fred Astair

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    Selten bis nie, es sei denn Du bist der örtliche Idraulico.
    Wozu? Damit die Leitungswege langer werden und das Wasser im Speicher vor sich hin müffelt?
    Nur wenn Du sicher bist, dass die dauerhaft Stagnationstemperaturen weit über hundert Grad verträgt.

    Bisher die beste Idee.
    Dazu noch Photovoltaik. Dazu gabs in Italien super Förderungen. Ob die noch aktuell sind?

    Im Winter das Wasser von der Heizung abzulassen ist völliger Unsinn und befördert Korrosion und Verschlammung. Wenn Du nicht sicher bist, lass Frostschutz einfüllen.
     
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  4. #4 SimonGreiner, 21.06.2022
    SimonGreiner

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    Vielen Dank bisher! Ich habe mir nochmal Gedanken gemacht:

    - Split-Klima ist interessant, allerdings löst diese nicht unseren Hauptenergiebedarf (Warmwasser im Sommer) und wenn wir schon bereits eine Verrohrung mit Radiatoren im Haus haben, möchten wir diese gerne weiter nutzen. Zudem brauchen wir die Kühlleistung der Klimaanlage nicht wirklich

    - Eine richtige Luft-Wasser-Wärmepumpe kommt auf Grund fehlender Flächenheizungen nicht in Frage

    - Wir werden also wohl bei der Gastherme als Basis bleiben. Mit zusätzlicher Dämmung sollte alleine hier ja schon der Energbiebedarf sinken

    - Die Frage ist nun, wie wir die Therme sinnvoll ergänzen unter Anbetracht der guten Sonnensituation. Also entweder Photovoltaik + Brauchwasserwärmepumpe (mit integriertem Speicher) oder Solarthermie + Speicher.

    Vorteil sehe ich bei der Solarthermie, dass ich diese zusätzlich zur Heizungsunterstützung in der Übergangszeit nutzen könnte, richtig?
    Wie verhalten sich zudem beide Optionen bei längerer Abwesenheit (Legionellen? Überhitzung? Frost? Überschüssiger Strom?)
    Bräuchte zudem bei der Photovoltaik-Anlage nicht noch einen teuren Batteriespeicher hinzu?
     
  5. #5 petra345, 21.06.2022
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    Wenn es durchgehend bewohnt ist, ist eine Außendämmung die richtige Lösung.

    Wenn viel Leerstand besteht, besser Innendämmung. Die Wohnung ist schnell warm wenn die gäste kommen.
     
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  6. #6 SimonGreiner, 21.06.2022
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    Haus ist nur temporär bewohnt. Das mit der Sinnhaftigkeit der Fassadendämmung ist halt die Frage… Schafft die im Sommer überhaupt gross einen „kühlenden“ Effekt? Und im Winter/Herbst, wenn man in das kalte Haus kommt, das erst von Grund auf aufgeheizt werden muss, wirkt sie erst wenn wir wieder abreisen?
     
  7. BaUT

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    Deshalb spruch @petra345 in einem teilbewohnten Zustand die Empfehlung einer Innendämmung aus.
     
  8. #8 SimonGreiner, 22.06.2022
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    Innenraumdämmung nimmt leider bei den kleinen Räumen zu viel Wohnfläche weg.
     
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