Sanierung 1990er Elternhaus für Eigengebrauch

Diskutiere Sanierung 1990er Elternhaus für Eigengebrauch im Sanierungskonzept & Kostenschätzung Forum im Bereich Altbau; Moin zusammen, meine Frau und ich würden gerne das Haus meiner Eltern übernehmen. Aufgrund der Umstände “müssten” wir es kaufen, Erbe oder...

  1. #1 KurtZehose, 12.04.2026 um 17:20 Uhr
    Zuletzt bearbeitet: 12.04.2026 um 17:46 Uhr
    KurtZehose

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    Moin zusammen,

    meine Frau und ich würden gerne das Haus meiner Eltern übernehmen. Aufgrund der Umstände “müssten” wir es kaufen, Erbe oder Schenkung kommt nicht in Frage. Daher ist unser Budget für Sanierung und Renovierung auch beschränkt. Wir würden gerne so viel es geht in Eigenleistung machen.

    Wir haben einen ganzen Ordner mit den originalen Unterlagen vom Bau, ich hoffe also auf möglichst alle Nachfragen spätestens darin eine Antwort finden zu können.

    Ein paar erste Fakten:

    Allgemein: Baujahr 1991, 160 qm Wohnfläche
    Außenwände: Doppelschaliges Mauerwerk, laut Unterlagen mit folgendem Aufbau:
    “11.5cm Verblender +6 cm Dämmung +17.5cm Gasbeton G 2P” aus den Unterlagen geht noch eine 2cm Luftschicht im Mauerwerk hervor. Ggfs. sind es auch 17,5cm Kalksandstein. Keine weitere, nachträgliche Dämmung
    Fenster: Holz mit 2-fach Verglasung (“Thermopane”). Rolläden wurden ca 2005 nachgerüstet
    Heizung: Gasheizung, wurde 2009 Erneuert und ca. 2014 wurde der Wärmetauscher erneuert. Im EG Fußbodenheizung, im OG normale Heizkörper
    Dach: Eingedeckt mit Frankfurter Pfanne, 38° Dachneigung. Decken und Dachschrägen mit 100mm alukaschierter Mineralwolle gedämmt. Aktuell mit Holzvertäfelung verkleidet. Aus den Zeichnungen geht hervor, dass die Dachsparren 180x80mm sein müssten.
    Sonstiges: Elektrik 3-adrig, ein Bad bereits erneuert, das zweite müsste erneuert werden.

    Wir haben keinen Zeitdruck und planen viel Eigenleistung zu bringen. Unsere Wünsche umfassen so grob folgendes:

    Fassade: Soll so bleiben
    Dach: Holzvertäfelung entfernen, prüfen ob in der Unterkonstruktion für die Vertäfelung noch was an Dämmung angebracht werden kann. Ggfs. die 100er Dämmung komplett entfernen und durch z.B. 180er Rockwool Klemmrock 035 o.ä. ersetzen. Danach mit Rigips verkleiden und verspachteln sowie streichen.
    Elektrik: Mein Vater hat da viel dran gebastelt, das müsste alles geprüft werden. Die Verteilung muss ggfs. auch in Hinblick auf PV erneuert werden
    PV: Gern! Dach ist Süd-Südost ausgerichtet und hat auf der Seite rund 80-90m^2 Fläche zur Verfügung.
    Heizung: Würden wir gerne gegen eine WP tauschen, hier die Frage, wie sinnig das mit den Heizkörpern oben ist. Oben soll ein Büro und ein Schlafzimmer entstehen. Das Schlafzimmer wird wenig geheizt, das Büro ist ebenfalls nicht der wärmste Raum, FBH im OG würde sich also vermutlich nicht lohnen. Die Heizung müsste “verlegt” werden, da die aktuelle Gas-Therme im kleinen Badezimmer oben verbaut ist.
    Innenausbau: Alle Böden, Innentüren und Decken sollen neu. Wände teilweise ggfs. verputzen oder tapezieren. Das Wohnzimmer ist bereits verputzt und muss nur gestrichen werden. Eine Wand (11,5er) soll entfernt werden, eine zweite Wand (11,5er) soll versetzt werden. Hier muss also ein Statiker eingeplant werden. Im OG sollen ebenfalls Wände versetzt werden, das meiste ist oben aber nicht gemauert sondern Trockenbau (?).
    Fenster: Sind wir zwiegespalten. Es sind Holzfenster von 1990. Sollten diese drin bleiben (Weil 3-Fach-Verglasung ggfs. unsinnig wäre) dann müssten diese zumindest von innen weiß gestrichen werden. Alles an “90er-Jahre-Holz” wollen wir aus dem Haus verbannen. Sollten die Fenster neu kommen würden wir gerne aus einem normalen Fenstern eine Tür machen, aus einem normalen Fenster ein Bodentiefes und aus einem Fenster mit zwei Flügeln eine Tür + Bodentiefes Fenster.
    Küche: Muss komplett neu, das ist natürlich schwierig einzuschätzen, da die Spanne hier von bis geht.

    Wie geschrieben, wir würden in Eigenleistung machen, was irgendwie geht. Das geht vom Abbruch über ggfs. Schlitzen für Elektro, Montage der PV bis hin zum Fußböden verlegen, Rigips anbringen und verputzen.

    Unsicherheiten gibt es jetzt in welchem Bereich bei “so viel Eigenleistung wie möglich” so eine Sanierung finanziell liegt. Ein ganz klares Budget haben wir nicht. Gut wären 100.000-150.000€ wobei die Wärmepumpe da nicht mit drin liegt. Diese wollen die Eltern gerne “Beisteuern”.

    Ein weiterer Punkt ist jetzt das weitere Vorgehen. Wir haben Kontakt zu einem Bausachverständigen gehabt, dieser wollte allerdings eine “Hauskaufberatung” durchführen. Das klang uns am Ende alles zu unkonkret.

    An wen wendet man sich mit so einem Vorhaben und wie sind da erste Schritte? Auch gerade was etwaige Förderungen etc. angeht. Vorteil ist, dass wir das Haus kennen, jederzeit Zugang haben und alles durchplanen können bevor wir mit etwas anfangen oder das Haus “ungesehen” kaufen.

    Wir sind schon mal dankbar für alles an Hinweisen, Einschätzungen und “Vorgehensweisen”.

    Danke :)
     
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